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Citizienship - Beibehaltungsgenehmigung - 2017

Alles was deutschsprachige, die in Australien sind, interessiert und den Alltag Down Under erleichtern kann

Citizienship - Beibehaltungsgenehmigung - 2017

Beitragvon theodor am Di 13. Jun 2017, 12:20

Hallo,

Ich sitze gerade ueber den Formular zur Beibehaltungsgenehmigung, und zwar dem Teil in dem ich darlegen soll, warum ich denn Australier werden moechte. Insgesamt kommt mir mein Material bisher ein wenig duenn vor, und ich frage mich, ob es noch weitere Punkte gibt, die gut in die Liste passen / fuer andere funktioniert haben:

(Kurzer Einschub gegen den Suchfunktionsreflex: Habe ich benutzt. Kommt nichts Verwertbares. Und sicherlich nichts aktuelles)

Hier sind meine bisherigen Gruende:
* Kein Verlust des australischen Aufenthaltsrechts bei laengerem Aufenthalt in Deutschland, zb um Eltern zu pflegen
* Mehr Jobs, da Zugang zu Stellen mit Security Clearance (bin in der IT)
* Kein RRV Stress mehr
* Bessere Integration in hiesige Gesellschaft (sehr Larifari, bin mir nicht sicher ob das gilt. Hab woanders gelesen dass e.g. 'Wunsch auf Wahlrecht' definitiv nicht ausreicht.

Mehr habe ich nicht. Im wesentlich geht es mir um den ersten Punkt, und ev. ist der zweite auch noch relevant. 3 + 4 sind schon herbeigeredet. Andere fuehren an, dass sie noch studieren wollen und ggf auch TAFE umsonst besuchen wollen. Das waere bei mir mit fast 50 an den Haaren herbeigezogen und nicht glaubhaft. Kinder haben wir keine. Beruflich laengere Zeit ins Ausland gehen zu muessen waeren eine feiste Luege und wuerde mit dem Profil meines Arbeitgebers nicht passen.

Wuerde mich sehr freuen, wenn noch jemand Tipps haette...

Thx,
Theo
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Re: Citizienship - Beibehaltungsgenehmigung - 2017

Beitragvon WestSkills WA am Di 13. Jun 2017, 13:08

theodor hat geschrieben:Hallo,

Ich sitze gerade ueber den Formular zur Beibehaltungsgenehmigung, und zwar dem Teil in dem ich darlegen soll, warum ich denn Australier werden moechte. Insgesamt kommt mir mein Material bisher ein wenig duenn vor, und ich frage mich, ob es noch weitere Punkte gibt, die gut in die Liste passen / fuer andere funktioniert haben:

(Kurzer Einschub gegen den Suchfunktionsreflex: Habe ich benutzt. Kommt nichts Verwertbares. Und sicherlich nichts aktuelles)

Hier sind meine bisherigen Gruende:
* Kein Verlust des australischen Aufenthaltsrechts bei laengerem Aufenthalt in Deutschland, zb um Eltern zu pflegen
* Mehr Jobs, da Zugang zu Stellen mit Security Clearance (bin in der IT)
* Kein RRV Stress mehr
* Bessere Integration in hiesige Gesellschaft (sehr Larifari, bin mir nicht sicher ob das gilt. Hab woanders gelesen dass e.g. 'Wunsch auf Wahlrecht' definitiv nicht ausreicht.

Mehr habe ich nicht. Im wesentlich geht es mir um den ersten Punkt, und ev. ist der zweite auch noch relevant. 3 + 4 sind schon herbeigeredet. Andere fuehren an, dass sie noch studieren wollen und ggf auch TAFE umsonst besuchen wollen. Das waere bei mir mit fast 50 an den Haaren herbeigezogen und nicht glaubhaft. Kinder haben wir keine. Beruflich laengere Zeit ins Ausland gehen zu muessen waeren eine feiste Luege und wuerde mit dem Profil meines Arbeitgebers nicht passen.

Wuerde mich sehr freuen, wenn noch jemand Tipps haette...

Thx,
Theo


Deine Argumentation ist schon recht brauchbar,

Du brauchst fuer einige Jobs, oder wenn du als supplier fuer das government taetig werden moechtest, fuer einige contracts, die citizenship. Non-Citizens werden im Auswahlverfahren oft benachteiligt ....

Es geht um die Beruflichen Nachteile, die du darlegen solltest.

Wichtig ist es deine 'Bindung' an D zu demonstrieren. Bankkonten, Immobilien, zu erwartende Erbschaft, pflegebeduerftige Verwandte, weitere familiaere Verpflichtungen, sich taeglich die Deutschen Nachrichten reinziehen, etc.

Punkt 3+4 kann man, aber muss man nicht erwaehnen. Ich wuerde es nicht .. aber das ist dein Ding mate.

Punkt 1 zieht auch nicht so richtig. Die Argumentation bezueglich deiner pflegebeduerftigen Eltern sollte separate aufgefuehrt werden, ohne Bezug auf das Aufenthaltsrecht. Ist aber trotzdem etwas unglaubhaft, sorry.

Cheers
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Re: Citizienship - Beibehaltungsgenehmigung - 2017

Beitragvon theodor am Di 13. Jun 2017, 13:45

WestSkills WA hat geschrieben:Punkt 1 zieht auch nicht so richtig. Die Argumentation bezueglich deiner pflegebeduerftigen Eltern sollte separate aufgefuehrt werden, ohne Bezug auf das Aufenthaltsrecht. Ist aber trotzdem etwas unglaubhaft, sorry.


Nur mal zur Klarstellung: Das ist die volle Wahrheit und der groesste Treiber, die doppelte Staatsbuergerschaft voranzutreiben.

Pflegebeduerftig ist aktuell zwar niemand, aber man muss kein Hellseher sein um den Fall in den naechsten x Jahren vorherzusehen. Grundsaetzlich will ich in Australien leben, brauche aber die Option fuer laengere Zeit (> 6 Monate, offenes Ende) in Deutschland leben (und arbeiten) zu koennen. Sei es nun zur Pflege, sei es um einfach Zeit miteinander zu verbringen.

Etwas aufformuliert ist das bisher der zentrale Punkt meiner Argumentation. Ist IMHO das sinngemaesse Pendant zu 'meine (australische) Firma schickt mich ins (nicht-australische) Ausland und ich will das Visum nicht verlieren'.
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Re: Citizienship - Beibehaltungsgenehmigung - 2017

Beitragvon TomK am Mi 14. Jun 2017, 03:22

Hallo Theo, das ist bei mir zwar schon 10 Jahre her, aber es war erstaunlich einfach. Grund fuer die australische Staatsbuergerschaft war einzig der Verfall des resident visums, da wir weiter im Ausland ( ausserhalb Australiens und Deutschlands) gearbeitet haben. Der Punkt scheint also nicht sooo wichtig zu sein. Allerdings hatten wir damals noch ein Haus in Deutschland, also Besitz. Ich musste zwar auch die ganze lange Verwandtschaftsliste angeben, weiss aber nicht wie relevant das war. Kurz meine Argumentation war so: ich verliere mein Oz visum ohne Citizenship und ich muss oefter nach Dt. wegen Haus und Familie. Ich hab ganz nett und hoeflich, in Prosa, geschrieben und ich glaube es werden Einzelfall Entscheidungen gefaellt. Die deutsche Botschaft hier hat mir da sehr geholfen, die haelfte der Unterlagen zurueckgeschickt und gemeint, brauch ich gar nicht, der Fall steht eh gut. Dann hat es gekostet und acht Wochen gedauert. Was mich noch interessieren wuerde: ich habe diese Beibehaltungsgenehmigung niemals vorgezeigt. Ich habe laengst einen neuen deutschen Pass, aus Deutschland, ohne dass sich jemand dafuer interessiert haette.
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Re: Citizienship - Beibehaltungsgenehmigung - 2017

Beitragvon WestSkills WA am Mi 14. Jun 2017, 12:02

WestSkills WA hat geschrieben:Nur mal zur Klarstellung: Das ist die volle Wahrheit und der groesste Treiber, die doppelte Staatsbuergerschaft voranzutreiben.


Wollte dir nicht auf den Schlips treten, sorry.

Das laeuft unter den familiaeren Bindungen nach Deutschland.

There are several ways to skin a cat J

Hast du noch einen deutschen Wohnsitz, z.B. bei deinen Eltern? Oder warst du schlau genug, dich offiziell abzumelden?

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Re: Citizienship - Beibehaltungsgenehmigung - 2017

Beitragvon Rusty am Mi 14. Jun 2017, 16:02

Wenn man hier in OZ einen neuen dt.Pass beantragt und die Unterlagen wahrheitsgemäß beantwortet,was immer zu empfehlen ist,muss die Einbuergerungs-sowie die Beibehaltungsurkunde im Original vorgelegt werden.

Weiss nicht ob man ohne die letztere, offiziell den dt.Pass behalten darf? Ein Risiko dass ich auf Grund des geringen Aufwandes nicht eingehen würde.

Bei der Beantragung der selben helfen die Verwandten kaum,wie schon erwähnt sind Konten,Depots,Immobilien,Mitgliedschaft beim Heimatverein,langjähriges Spiegel Abo,andauernde freiwillige Beiträge wie z.B. Renten-Lebensversicherung,Eintragung ins dt.Wahlverzeichnis,Kopien von Leserbriefen an dt.Zeitungen usw,sicher sehr nützlich.

Auch Nachweise von oeftern oder regelmäßigen Flügen zurück zeigen sicher die erforderliche Verbundenheit mit Dt.
Eine Freundin von uns wurde abgelehnt,beim zweiten Versuch habe ich ihr geholfen etwas nicht nachprüfbares aber trotzdem glaubwürdiges anzugeben.

Viel Glück dabei.

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Re: Citizienship - Beibehaltungsgenehmigung - 2017

Beitragvon theodor am Do 15. Jun 2017, 09:32

Vielen Dank fuer die Antworten!

Die "Bindung nach Deutschland: nachzuweisen ist kein Problem, hier gibt es massig Punkte auf der Liste.

"Wegfall bestehender Nachteile als Australier" ist die schwierigere Stelle. Ich hatte gehofft, dass vielleicht noch etwas komplett Neues herauskommen wuerde, aber das kann sich ja nun keiner aus den Rippen schneiden.

Hab uebrigens mehrfach gehoert dass ein Antrag - nach Beratung mit der Botschaft - zurueckgezogen werden kann, falls keine Erfolgsaussichten bestehen. Dann wird die Bearbeitungsgebuehr nicht faellig.
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Re: Citizienship - Beibehaltungsgenehmigung - 2017

Beitragvon Rusty am Fr 16. Jun 2017, 16:56

Hi Theo,

"Wegfall bestehender Nachteile als Australier" kapier ich nicht ganz was da wohl wegfällt und welche Nachteile,

Bei uns ist das Ganze schon einige Jahre her,der Amtsschimmel galoppiert gern dort und hier,lass uns wissen was draus wird.

Ein bekannter Germane,der nicht in diesem Forum aktiv ist,hatte mich kürzlich auf den Erhalt der Dt.angesprochen.

Ein weiterer Tip ist.Falls Du lokal aktiv bist,lass Dich,oder beabsichtige es,bei der nächsten Council election nominieren,dazu brauchst Du die australische Staatsbürgerschaft.

Sicherlich wird die Botschaft einen Hansel schicken um Deine Pläne zu überprüfen,denn es gibt nichts wichtigeres und ohne kannst Du das nicht und wirst in Deinem persönlichem Wirkungsfeld ungeheuer benachrichtigt.

Die Liste was zu (er) finden ist lang,lass Dir was einfallen.

Eigentlich juckt das kein Schwein und zahlen muss man bei beiden Seiten.

Servus

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Re: Citizienship - Beibehaltungsgenehmigung - 2017

Beitragvon Zoppo am Mo 19. Jun 2017, 00:49

Oder 20 Jahre warten, dann entfaellt laut deutschem Konsulat in Adelaide, dieser laestige Antrag, auf doppelte Staatsbuergerschaft.
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Re: Citizienship - Beibehaltungsgenehmigung - 2017

Beitragvon minnie orb am Mo 19. Jun 2017, 03:26

Kriegt man nach 20 Jahren dann die doppelte Staatsbürgerschaft einfach so, oder wie ist das gemeint?
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