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bis 2.4.18 Berlin: Kunstausstellung Indigenous Australia

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bis 2.4.18 Berlin: Kunstausstellung Indigenous Australia

Beitragvon lenz am Di 14. Nov 2017, 21:32

Kunstausstellung der National Gallery of Australia im me Collectors Room Berlin

Exklusive Auswahl an Meisterwerken indigener Künstler und Informationen zum Entstehungsprozess dieser vielfältigen Kunst

Gezeigt werden herausragendste Werke australischer Aborigines und Bewohner der Torres-Strait- Inseln vom späten 19. Jahrhundert bis heute.

Mit „Indigenous Australia: Masterworks from the National Gallery of Australia“ präsentieren die National Gallery of Australia (NGA) und der me Collectors Room Berlin ab dem 17. November 2017 einen umfangreichen Einblick in die Welten der traditionellen und modernen Kunst der australischen UreinwohnerInnen zwischen dem frühen 19. Jahrhundert und der Gegenwart. Mit über 160.000 Exponaten verfügt die National Gallery of Australia über die weltweit größte Sammlung von Kunstwerken der australischen Aborigines und der BewohnerInnen der Torres-Strait-Inseln bei Papua-Neuguinea, eine der „ältesten, reichsten und komplexesten“ Kunsttraditionen der Menschheitsgeschichte. Aus diesem großen und bedeutsamen kulturellen Schatz hat Franchesca Cubillo, NGA Senior Curator of Aboriginal and Torres Strait Islander Art, rund 100 der bedeutendsten Werke ausgewählt, die mit „Indigenous Australia: Masterworks from the National Gallery of Australia“ präsentiert werden.

Gemälde und Malereien, aber auch Videos und Skulpturen stehen für die große Vielfalt der Kunststile und ihre jüngere Entwicklung. Viele Werke sind inspiriert durch tiefe Spiritualität, die in den traditionellen Kulturen und ihrer Verbindung zur Natur zum Ausdruck kommt. Auch die Mythologie der Traumzeit nimmt häufig einen wichtigen Platz ein, was sich in komplexen Mustern und bewegten Formen spiegelt. Gleichzeitig erinnern Titel wie „Meeting the White Man“ (Tommy McRae) daran, dass es für diese Kulturen in der vergangenen Geschichte Zeiten großer Umbrüche und Veränderungen gab. KünstlerInnen bedienten sich verschiedener Medien, um die Lebensweisen ihrer Völker, ihre Mythologie und traditionellen Riten zu dokumentieren und damit für zukünftige Generationen zu bewahren. Viele der Arbeiten setzen sich unmittelbar mit Themen auseinander, die heute die Gesellschaften der Aborigines beschäftigen: Identität, Politik und die gemeinsame, komplexe Geschichte.

Dieser noch immer stattfindende Prozess des Wandels spiegelt sich auch in der chronologischen Anordnung der Werke in der Ausstellung wieder. Viele der frühen Stücke, die Naturphänomene und das Land zeigen, sind mit natürlichen Erdpigmenten auf Rindenstücke gemalt und damit ganz bewusst mit dem Land verbunden, auf dem sie entstanden. Später führte der zunehmende Austausch zwischen indigener und westlicher Kultur zur Einbeziehung neuer Stile.

KünstlerInnen der Papunya-Gemeinschaft übernahmen beispielsweise seit den 1970er Jahren die Technik der Acrylmalerei auf Leinwand als neues Medium, andere machten sich bereits in den 1930er Jahren westliche Techniken zu eigen. Seit den 1980er Jahren kommt in den Werken ein immer breiteres Spektrum an Medien und Stilen zum Einsatz, ohne dabei im Kern die zentralen Themen Natur, Land und soziale wie politische Gemeinschaft aufzugeben, womit sie tief in den Stilen und Traditionen ihrer Kultur verwurzelt bleiben.

Am Samstag, den 18.11.2017 finden um 13 Uhr, 15 Uhr und 17 Uhr Kuratorinnenführungen mit Franchesca Cubillo, NGA Senior Curator of Aboriginal and Torres Strait Islander Art, statt.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation „Indigenous Australia: Masterworks from the National Gallery of Australia“, die für 19,90 € zu erwerben ist.

http://www.me-berlin.com/ausstellungen/
NGA Pressemitteilung zur Ausstellung
https://nga.gov.au/aboutus/press/pdf/mr_indigenousarttoberlin.pdf
Joerg-M. Lenz
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