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Die besten Navi apps fürs Outback

Australien Forum mit Tipps für die Reiseplanung und den Reisealltag - Sehenswürdigkeiten, besondere Reiseinteressen, Ureinwohnern begegnen, Zoll, Zahlungsmittel, Technik

Die besten Navi apps fürs Outback

Beitragvon beaver am Fr 8. Jun 2018, 18:04

Wirklich brauchbare Informationen habe ich hier im Forum nicht gefunden, so habe ich mal das Netz durchwühlt und einiges (an)getestet.
Meine Reise steht noch bevor, d.h. ich konnte noch keine der Apps im wirklichen Einsatz testen, sondern nur die prinzipielle Funktionalität und Darstellung.
Es würde mich freuen, wenn weitere Leute hier ihre Erfahrungen posten würden.

Wenn ich dabei gleich eine Einschränkung vorschlagen darf: es soll nicht darum gehen, wie gut einem eine App in Sydney per online Karte von A nach B bringt, ob sie Verkehrsmeldungen berücksicht etc.
Sondern darum wie gut die App und ihre Karten im offline Modus im Outback brauchbar ist, wie gut man sich auf einem kleinen smartphone display damit orientieren kann, wie gut kleine und kleinste Strassen und tracks dargestellt werden etc.
Disclaimer: ich bin noch mitten in der Evaluierung, manche App habe ich auch nur flüchtig betrachtet und schnell verworfen. Widerspruch willkommen, wenn jemand andere Erfahrungen gemacht hat. Dies ist auch keine umfassende Beschreibung der Apps und nur die Wiedergabe meiner bisherigen Erfahrungen mit ihnen.

Und los.
Kostenlose Apps (teils mit inApp Käufen diese aber meist zu geringen Kosten, z.B Scout world access lifetime für etwas über 10 Euro):

Maps.me (MM), Here WeGo (HWG), Google maps (GM), Scout (SC), Pocket earth (PE),

Verglichen habe ich die Darstellung auf Skalen von 50 km (~ 1 cm auf dem display), 10 km und 1 km, also Übersicht, Mittel und Nahbereich und wie gut dabei Orte, größere Strassen, kleine Strassen und tracks und die Nationalparks dargestellt werden (deren Darstellung bieten eine gute Orientierung wo man auf dem display überhaupt ist). Testbereich: Flinders Ranges, für Nahbereich Gammon Ranges NP.

50 km: #1 PE, #2 GM, die anderen drei ähnlich zueinander aber abgeschlagen vs. den ersten beiden
10 km: Sehr gemischtes Bild. PE,GM und MWG ganz gut, MM und scout deutlich schlechter
1km: MM kann nur damit punkten, dass die Namen kleiner Strassen gut angezeigt werden, PE zeigt auch kleine Strassen ganz gut an, sogar einige Campingplätze. Die anderen drei kann man völlig vergessen.

Dann habe ich getestet wie sich die apps "dynamisch" machen. Ihr seid also gerade irgendwo in Südaustralien eingezoommed und wollt den Verlauf bis Darwin verfolgen, rauszoomen, mal rein etc. Wie gut und schnell findet man was in der Übersicht, wie gut gehen die zoom Stufen ineinander über.
Wiederum schnitten PE und GM hier sehr gut ab. Die anderen drei waren mehr oder weniger unbefriedigend.

Zu GM ist noch zu sagen: ist ja prinzipiell online, man kann es auch offline nutzen, indem die Karten im cache behalten werden. Das habe ich aber noch nicht getestet.

Eine weitere kostenlose app habe ich dann noch flüchtig betrachtet: Magic earth: im nahbereich unbrauchbar.

Von diesen apps halte ich Pocket earth für die einzig einigermassen brauchbare.

Wenn man aber in abgelegenen Gegenden richtig was auf dem display sehen will, dann reicht auch pocket earth nicht. So ist z.B. der Wortupa track im Gammon range park zwar tatsächlich dargestellt, eber er ist schwer zu erkennen und von anderen tracks zu unterscheiden.

Deshalb nun eine andere Kategorie von app:
Australia Topo maps der deutschen Firma Atlogis. (nur für Android)
https://play.google.com/store/apps/deta ... .australia

Die app habe ich zunächst nur mit der online Karte getestet. Sie zeigt zunächst eine terrain Karte und wechselt beim reinzoomen in eine 1:250000 topo Karte mit sehr genauer Detaildarstellung. Das Navigieren im Nahbereich dürfte damit kein Problem sein. In der Pro version (ca 12 Euro) kann man Karten Bereichsweise laden, und das angeblich komfortabel indem man aus einer Übersicht die ensprechenden Bereiche zum download markiert.
Wie gut das mit schneckenhaften Hotel WLANs funktioniert bleibt abzuwarten. Ganz Australien hat ca. 32 GB. Mit entrechendem Speicherplatz kann man sich das natürlich zu Hause runterladen.
Nachteil dieser Karte ist: keine gute Übersicht: da hat man nur Augenkrebs und sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. In dieser proversion kann man wohl noch Karten bis 1:25000 laden, je nach Staat kostenfrei oder wg. Lizengebühren ziemlich teuer (WA 90 Euro). Nach meiner Ansicht lohnt sich die proversion trotzdem.

Aber ideal ist das immer noch nicht.
Also die bekannten Hemamaps. Bis vor ein paar Wochen war die Karte noch auf dem PC kostenlos verfügbar. Damit habe ich einen Gutteil meiner Routenplanung gemacht. Da hat Hema jetzt einen Riegel vorgeschoben. Die PC version kann man nur noch nutzen, wenn man die app kauft (und sich dann registriert). Ich habe mich für den Kauf entschlossen (35 Euro). Der download auf smartphone ist ca 5 GB groß und trotz der viel geringeren Größe vs. Australia Topo lässt sie keine Wünsche im Detailreichtum offen und bietet gleichzeitig einen guten Überblick da sich die Darstellung beim zoomen dynamisch ändert, wogegen die Topo karte statisch ist. Die Topo hat ein wenig mehr Details in der Geländedarstellung und eben die Möglichkeit noch genauere karten zu laden. Ich finde, beide ergänzen sich gut.

Andere apps die ich mir mehr oder weniger flüchtig angeschaut habe:
Avanza: untauglich. offline karten völlig fragmentiert und nur über eine Liste wählbar.
Locus mit LoMaps: man muß viel zu stark reinzoomen um Details zu sehen, dh. der Übergang von Übersicht zu Nahbereich ist untauglich. Das Laden der openstreetmaps funktionierte nicht (path/format not allowed)

Mudmaps: nicht getestet, angeblich so gut wie Hema.
VMS: nicht getestet. Angeblich so fragmentiert wie Avanza.

Das wars erst mal. Vielleicht können Andere ja auch ihre Erfahrungen (vor allem im realen Einsatz) beisteuern.

Gruß
Manfred
beaver
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Re: Die besten Navi apps fürs Outback

Beitragvon jom am Fr 8. Jun 2018, 20:09

Aus eigener Erfahrung kann ich ergänzen:

Vor dem Wechsle auf iPhone habe ich unter Android OsmAnd genutzt, und zwar die Plus Version für ein paar Euro: openstreetmap Karten mit für meinen Geschmack ansprechender Darstellung, und zwar incl. Höhenlinien (als separater Layer runterzuladen) und soweit ich mich erinnere auch Höhenschattierungen (bin ich aber nicht mehr sicher). Das habe ich zum Wandern und auch gelegentlich für die Auto-Navigation benutzt (ich fand die "nörgelige" Stimme ein wenig nervig, aber konnte das halt für beides Nutzen).

Auf iOs (Phone und Tablet) habe ich als topografische Karte Mapout: das eignet sich *nicht* zum navigieren, hat aber ansonsten ein paar Punkte die mir gut gefallen:
- topografische Darstellung mit Höhenlinien (mag ich sowohl zum Wandern und der Geländeorientierung als auch für Vorbereitung um einen Eindruck der Topografie zu bekommen)
- Laden, Aufzeichnen und eingeben von Tracks bzw. POI
- selektives Runterladen: nciht länderweise sondern eizelne Rechtecke antippen - je nach Zoomstufe unterschiedlich gross. Bei knappem Platz kann man genau das laden was man braucht
- Anzeige von Höhenprofilen - sowohl eines Tracks als auch das Höhenprofil zwischen zwei Punkten

Zum Navigieren nehme ich offline Scout - und wenn Netz verfügbar halt Google Maps (wg. der Traffic Daten)

Viele Grüsse
Jochen
BTW: im Dezember geht´s zum ersten mal nach Australien :-)))) (gut 4 Wochen im Bereich zwischen Adelaide und Melbourne - Flug nach und von Melbourne - die meiste Zeit ein Campervan von TCC - wir sind schon fleissig am Planen)
jom
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Re: Die besten Navi apps fürs Outback

Beitragvon Rusty am Fr 8. Jun 2018, 20:45

Hi Manfred

ein Kompass und eine RAC Landkarte mag da ggf. sicher auch weiterhelfen.
Gesunder Menschenverstand und eine nicht total durch planbare Reise, sowie eine gewisse undeutsche Abenteuerfreudigkeit,mag da auch helfen.
Hier in Oz fahren gar mache Professionals oder zur Gaudi drum herum and and all over the place,

Wieder mal viel Lärm um nichts und das Ganze hier im Land,gibt nix her.
Genauso wie in DT.hier ist alles erkundet und geregelt und organisiert.

Nicht jeder Furz ist planbar,just take it easy mate.

Servus

Rusty
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Re: Die besten Navi apps fürs Outback

Beitragvon beaver am Fr 8. Jun 2018, 20:57

Rusty, ist ja nicht das erste mal, dass ich solche Kommentare von Dir bekomme. Deine Sichtweise sei Dir unbenommen. Deine Kommentare auf diesen (und mindestens einen weiteren post von mir und teilweise auch auf posts von anderen - aber das habe ich nicht mehr so genau im Kopf und keine Lust das nochmal nachzuschauen) empfinde *ich* als besserwisserisch, belehrend und herablassend.
Ich muß aber auch hier nicht weiter posten. dazu vergeht mir auch gerade die Lust.
Gruß
Manfred
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Re: Die besten Navi apps fürs Outback

Beitragvon Rusty am Fr 8. Jun 2018, 22:34

Hi beaver, Manfred,

sicherlich entfernen uns viele Jahre alters maessig,so nehme ich zumindest an,aber ggf,weiss auch ich als Deutsch-Australier,der schon seit langem hier recht erfolgreich und happy lebt,gar manches.Wie z.B respect fullness.
Vergesse gar oft die Namen von manchen der Forumteilnejmer,einfach unverzeihlich.Mein Senf hier,war niemals an Dich
persoehnlich gerichtet,im Gegensatz von anderen.

Auch versuche ich seit langem,hier nicht belehrend oder herablassend zu sein,dafür aber mehr realistisch.

Generell ist hier in OZ der Umgangston höflicher,als in DT.

Wenn die Lust wieder erwacht,magst Du weiter posten,freue mich darauf und das haelt dieses Forum aktiv.

Corrrect me,if I am wrong,denn das Leben ist nur kurz

Das mit der Lust,hat es auch in sich.Gar mancher hat das schon erlebt und oft abseitig von lustig.

Alles Gaudi oder Info,mag wohl so sein? LoL.

Servus

Rusty
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Re: Die besten Navi apps fürs Outback

Beitragvon Pouakai am Fr 8. Jun 2018, 23:20

Bin mit OsmAnd+ bisher überall auf der Welt klar gekommen.
Happiness is not a destination - It's a way of life.
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Re: Die besten Navi apps fürs Outback

Beitragvon WestSkills WA am Sa 9. Jun 2018, 05:46

Hi Manfred,

Ich bin mit Nokia 'Here we go' aeusserst zufrieden. Speziell mit der 'Voice Navigation'.

Der 'Kosten (Speicherbelegung) / Nutzen (Praezision) Faktor' war fuer mich entscheidend. Ich brauch nicht wirklich zu wissen, wo sich das naechste 'Dunny' befindet. Mir reicht es, versichert zu bekommen, ich befinde mich immer noch auf einem Track und bewege mich in die geplante Richtung. Was Rusty sagen moechte ist, 'es haengt alles von den persoenlichen Preferenzen, bzw. den Anspruechen / der Erwartungshaltung ab'. Ich komme allerdings auch mit Kompass und Karten klar. Duerfte mal Orientierungsmaersche machen J

Und das ist in keinster Weise 'herablassend' zu verstehen.

Cheers
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Re: Die besten Navi apps fürs Outback

Beitragvon Followme am Sa 9. Jun 2018, 12:59

Ich habe allerbeste Erfahrung mit "Locus" für Android gemacht.

Es gibt keine Version für Apple!

Grundsätzlich ist diese App kostenlos. Allerdings bietet die kostenpflichtige Version ein paar äußerst nützliche Zusatzfeatures wie eine Routenplanung. Sie kostet im übrigen auch nur ein paar Euro.

Du musst zunächst Locus auf deinem Handy installieren. Dann gehst du im Internet zu "openandromaps.org"

Zunächst lädst du da ein "Rendertheme" runter >install on locus<

danach kannst du unter Kartendownload beliebig Karten auf dein Handy laden >install on locus<

Bei Bedarf können die Karten auch auf der Speicherkarte abgelegt werden, standartmäßig sind sie im internen Speicher.

Selbst in den East Macdonnell Ranges waren die abgelegensden Wanderwege vorhanden.

Ich bin total begeistert von dieser App.

Beim Wandern (oder natürlich auch beim Autofahren) solltest du aber einen Blick auf die Stromversorgung werfen.

Im Auto nicht so das Problem, da das Handy ja an die Steckdose angeschlossen werden kann. Für das Wandern musst du eine Powerbank bei haben.
Selbstverständlich verbraucht eine Navigation, die permanent GPS- Verbindung für die Standortbestimmung braucht recht viel Strom, auch wenn der Bildschirm aus ist.

Ich habe ein 5 Zoll Handy und die Darstellung ist fantastisch!

Das mit dem Reinzoomen stimmt zwar, wie aber soll es anders gehen, wenn du auf einem "Trampelpfad" unterwegs bist? Und wo ist das Problem. Wenn ich wandere, interessieren mich die nächsten 1000 - 2000 Meter und nicht die nächste Stadt in 50 km Entfernung. Zumal beim Hineinzoomen keinerlei Details verloren gehen sondern (im Gegenteil) noch weitere sichtbar werden.


Und wie gesagt, wenn Du die kostenpflichtige Version hast kannst du neben der dann möglichen Routenplanung auch navigieren, dann wird dir der Weg auch angesagt!
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Re: Die besten Navi apps fürs Outback

Beitragvon beaver am Sa 9. Jun 2018, 14:53

Ich finde Locus maps auch besser als die msiten anderen apps, welche ich zuerst aufgeführt habe. Kleine tracks werden, wie Du ja auch schreibst, angezeigt. Im Nahbereich kommen die kleinen tracks beim zoomen früher als bei Pocket earth, auf grösserem Massstab hat m.E. PE die Nase etwas vorn. Insofern habe ich Locus in meinem Text open vielleicht etwas unrecht getan.

Allerdings können weder Locus noch pocket earth mit Hema mithalten. Zumal Hema auch noch für Android, IOS UND Windows zur Verfügung steht.
Ob man das braucht oder haben will ist natürlich eine andere Frage.
Wenn man die bestmögliche app für Australien haben will, so scheint mir gegenwärtig Hema die beste Wahl zu sein. Dass mir bloß keiner mit was besserem kommt, habe schließlich schon die 35 Euro ausgegeben ;-)

Wenn ich wüßte, wie man hier einen screenshot einfügen kann, würde ich mal einen Auschnitt aus der Hemakarte posten, es gibt wohl leider keine Testversion, so dass man sich die Karte mal vorher anschauen könnte.
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Re: Die besten Navi apps fürs Outback

Beitragvon beaver am Sa 9. Jun 2018, 16:20

Hallo Rusty, ich glaube Dir, dass Du es nicht böse meintest und Du kennst natürlich meinen Hintergrund nicht (aber umso vorsichtiger sollte man m.E. mit Äusserungen sein).
Ich bin 63 und schon in den 70er Jahren mit Kompass und Karte, auch hochalpin, unterwegs gewesen. Und ich kann auch noch damit umgehen.
Ich habe weder facebook noch twitter, aber ich nutze moderne Technologie, wenn sie mir einen Nutzen bringt. In den letzten Jahrzehnten habe ich so einige Routen in so manchen Ländern geplant und dass nicht immer alles läuft wie geplant ist eine Binsenweisheit über die sich höchstens jemand der so was noch nie gemacht hat nicht im Klaren ist.
Aber je besser man plant, desto weniger Überraschungen gibt es.
Alles darüber hinaus ist Einstellungssache. Es hat sicher auch was für sich, sich treiben zu lassen, nichts oder wenig zu planen und zu schauen, was der nächste Tag bringt. Ich mache solche Reisen halt anders und wenn ich um feedback zu einer geplanten Route bitte (der andere thread) dann finde ich es halt befremdlich, wenn mir jemand was über deutsche Gründlichkeit schreibt und dass man das alles doch mal easy nehmen sollte.
Ansonsten: Frieden und alles gut.
beaver
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