Seite 1 von 1

zweites Todesopfer in einer Woche

BeitragVerfasst: So 4. Nov 2018, 01:20
von Rusty
Nachdem die Gibb river road hier ein beliebtes Thema ist, das neueste dazu hier:

https://www.abc.net.au/news/2018-11-04/ ... e/10463290

Re: zweites Todesopfer in einer Woche

BeitragVerfasst: So 4. Nov 2018, 12:55
von Followme
Das ist eine verdammt traurige Geschicht. Ich versuche das gerade zu verstehen.

Bei dieser Hitze in so einer einsamen Gegend braucht man pro Tag für das Trinken, Kochen und Waschen als absolutes Minimum 7 - 8 l Wasser.
Um Reserven zu haben für unvorhergesehene Notlagen solte man 10- 12 Liter bei haben, pro Tag.

Bitte korrigiert mich, wenn ich hier irre.

Das im verlinkten Artikel schon erwähnte Epirb hallte ich für ein absolutes Muss!!!! Nicht umsonst müssen die Autovermietungen für Allradfahrzeuge
dieses Gerät kostenlos mitgeben.

Ich weiß nicht wirklich, wie man eine mehrtägige Reise mit einem Motorrad ins Outback bei deutlich über 40 Grad durchführen sollte,
weil ich mir nicht vorstellen könnte wie man genug Wasser mitnimmt.

Wie gesagt, eine sehr traurige Geschichte. Bitte versteht meinen Beitrag nicht falsch, das soll keine Klugscheißerei sein!
Ich möchte das verstehen um für meine Reisen Lehren daraus zu ziehen, deswegen versuche ich, mir die Hintergründe plausibel zu machen (auch wenn ich nicht mit einem Motorrad unterwegs bin)

Re: zweites Todesopfer in einer Woche

BeitragVerfasst: So 4. Nov 2018, 15:19
von Rusty
Du und ich und auch sehr viel andere sind sich dessen bewussst.

Unter Männern herrscht hier jedoch noch immer das weitverbreitete Macho denken, so wie : a bloke got to be rough and tough etc. und dann das daraus resultierende Ueberheblichkeitsgefuehl und eine gewisse Locker- und Nachlässigkeit. Das haben sicher schon gar viele Australienbesucher bemerkt.
Der Motorradfahrer lebte in der Gegend und hat wie mancher dann ggf. seine Trips über Jahre hinweg verlängert und wenn Dinge zur Routine werden, vergisst man leicht die Gefahren.

Dachte nur ein gelegentlicher und aktueller Hinweis auf derartiges, mag anderen helfen rechtzeitig darüber nach zu denken.

Re: zweites Todesopfer in einer Woche

BeitragVerfasst: So 4. Nov 2018, 19:10
von Followme
du hast verdammt recht mit dem was du schreibst. Ich finde auch, gerade hier in dem Forum, wo gerade auch genug EInsteiger
ihre erste Australienreise planen und auch ihren ersten Outbacktripp, ist es immens wichtig auf solche Risiken hinzuweisen.

Wenn ich den Artikel richtig übersetzt habe, hat er sich wohl mit seinem Motorrad festgefahren, kam nicht mehr vom Fleck, hatte aber wohl genug
Wasser und Essen bei.
Diese Vorräte sind natürlich irgenwann aufgebraucht...

Scheint so, dass tatsächlich das fehlende Epirb (oder vergleichbares Gerät) ihn das Leben gekostet hat...

absolut tragisch

Re: zweites Todesopfer in einer Woche

BeitragVerfasst: So 4. Nov 2018, 20:25
von Pouakai
Zitat: "Ich weiß nicht wirklich, wie man eine mehrtägige Reise mit einem Motorrad ins Outback bei deutlich über 40 Grad durchführen sollte,
weil ich mir nicht vorstellen könnte wie man genug Wasser mitnimmt."

Ich schon, hab das mit meiner Frau auch schon gemacht. Alles eine Frage der Planung und Vorbereitung.

Re: zweites Todesopfer in einer Woche

BeitragVerfasst: So 4. Nov 2018, 21:21
von Followme
okay, dann sag doch mal bitte, wie du das mit dem Wasser organisierst. Ich meine, wenn es nur eine Tagesetappe bis zu einem Roadhouse ist, ist es logistisch
nicht so schwer, aber in Gegenden wie in diesem Fall ...

welche Möglichkeit habt ihr im Falle einer Panne, zu kommunizieren?

Re: zweites Todesopfer in einer Woche

BeitragVerfasst: Mo 5. Nov 2018, 04:48
von Pouakai
Wenn man nicht genügend Wasser bei sich hat, dann wählt man die Etappen so, dass man sich unterwegs mit Wasser versorgen kann. Außerdem bereitet man sich immer so vor, dass man bei einer Panne nicht drauf geht. Es kann jederzeit etwas kaputt gehen wo Du das Ersatzteil auch nicht zur Hand hast.
Also zu Punkt 1 nochmal.... Wir hatten immer einen Trinkrucksack dabei = 2x 2l plus 2x 1,5l Wasserflaschen. Der Tankinhalt reicht für 350km (BMW R1200GS) und somit war die Planung alle 250-300km eine Tankstelle.
Punkt 2... Bei einer Panne, Unfall ect... Spot Gen 3 hat 2 Möglichkeiten um Hilfe zu schreien. 1. Technische Panne wir sind gesund, oder S.O.S wir brauchen medizinische Hilfe.
Alles eine Frage der Vorbereitung und Organisation.
Bei unserer Tour Darwin - Melbourne hatten wir sogar ein Satellitentelefon dabei und haben es zum Glück nie gebraucht.

Re: zweites Todesopfer in einer Woche

BeitragVerfasst: Mo 5. Nov 2018, 06:53
von Followme
das ist klar, dass man alles organisieren kann. Mir hat sich halt die Frage gestellt, wie viel Wasser man auf einem Motorrad mitnehmen kann. In dem Bericht über den Verunglückten
steht halt, dass er in einer sehr einsamen Gegend war. Aber du bringst es ja auf den Punkt. die Reichweite eines Motorrades ist recht begrenzt. Somit dürfte auch er nicht weiter als eine
Tagesetappe von einem Roadhouse entfernt gewesen sein. Sein Verhängnis war wohl die fehlende Notrufmöglichkeit.

Du hast den Spot Gen 3 angesprochen. Ich habe mich mit dem auch schon auseinandergesetzt und finde den als interessante Alternative zum Epirb weil er halt zwei verschieden Signale absetzen kann.
Der Anschaffungspreis ist ja nicht so hoch. Wie sieht es mit den Vertragskosten aus.
Und eine weitere Frage: wenn ich den in Deutschland kaufe und hier einen Vertrag dazu abschließe, muss ich mich dann zusätzlich in Australien für eine Reise registrieren?

Re: zweites Todesopfer in einer Woche

BeitragVerfasst: Mo 5. Nov 2018, 07:44
von Pouakai
Zum Anschaffungspreis kommt die jährliche Gebühren hinzu. Aktuell pro Jahr € 137,99. Das beinhaltet den Basic-Service, Unlimited Tracking, Extreme Tracking, SMS Paket (200 Stck).
Nein du musst deine Reise NICHT nocheinmal extra registrieren da der Service WELTWEIT gilt. Siehe https://www.findmespot.eu/gm/index.php?cid=108 und https://www.findmespot.eu/gm/index.php?cid=104#