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AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

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Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am Sa 4. Feb 2012, 16:11

Roland Peyer schreibt aus Burra (South Australia)

South Australia – Australien der anderen Art (Kapitel 11)

South Australia hat eine andere Geschichte. Eigentlich ist es ein anderes Australien. Und das spürt man bis heute.
Als Kymm, der freundliche Wirt des Mount Bryan Hotel dies erklärte, lag schon ein langer, anstengender Tag hinter uns.
Wir waren in Burra angekommen, einem alten Bergwerksort im mittleren Osten von South Australia. Der Worlds-End-Highway – welch ein programmatischer Name - lag hinter uns, wir hatten im Burra Motor Inn, ein solides und angenehmes Motel eingecheckt und uns im Pool erholt.

Plötzlich wurden wir entdeckt, der Landrat (Mayor) von Goyder, des Verwaltungsbezirks, zu dem auch Burra gehört, warte auf uns, teilte uns der Motelbesitzer mit. Die Geschichte, wie wir mit Peter Matteys in Kontakt kamen sowie den Inhalt des Gesprächs werden wir in Kapitel 12 darstellen, sie ist allemal ein eigenes Kapitel wert.

Nach einem guten und ausgiebigem Abendessen in einem der Hotels in Burra, dem Kooalinga Hotel, waren wir mit unserem Gastgeber Rob Frischke in die kühle australische Nacht hinausgefahren und hatten in einem kleinen Örtchen namens Mount Bryan angehalten. Das gleichnamige Hotel war an diesem Abend zwar geschlossen, dennoch erwarteten uns die beiden Wirte Kymm und Simon bereits an der Tür des hervorragend renovierten Hotels.

Mit ebensoviel Leidenschaft wie Sachkenntnis stellte uns Kymm sein Hotel und die Region um Burra vor. Das Gespräch, oder besser der Vortrag ging von Schafscheeren über die Windenergie bis zu einer Musikgruppe.

Kymm, Hotelbetreiber aus und mit Leidenschaft, erzählte von seinen Gästen. Es seien viele Europäer darunter und wichtig sei ihm immer, nicht nur Getränke zu verkaufen, sondern mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. In South Australia gäbe es viele gute Hotels, allerdings auch viele sehr üble. Ein Werk wie der englische The Real Ale Guide gibt es für australische Hotels nicht, so dass leider nur Try and Error bleibt.

Kymm wurde grundsätzlich. „South Australia ist nicht wie Australien. Die Geschichte ist anders. South Australia wurde nicht als Gefangenensiedlung gegründet sondern als private Aktiengesellschaft. Und das spürt man bis heute.“

Tatsächlich kamen bei der Gründung von South Australia die Theorien von E. G. Wakefield zum Tragen, die später die leitende Idee bei der Gründung und Besiedlung von Neuseeland werden sollte. Wakefields Ziel war es, die Kolonie als zivilisatorisches Zentrum freier Siedler zu begründen, die bürgerliche Freiheiten und religiöse Toleranz genießen sollten.
Bis heute gilt South Australia als politisch innovativ und kulturell aktiv.

South Australia wurde am 28. Dezember 1836 von Gouverneur J. Hindmarsh am alten Gum Tree offiziell proklamiert. Voraussetzung für eine Ansiedlung war, dass die Bewerber ausreichend vermögend waren und nicht vorbestraft, also eine grundsätzlich andere Position als die Ansiedlung von Sträflingen in den anderen Staaten. Die Verwaltung der Kolonie, die nicht als South Australia sondern als Adelaide Steamship Company firmierte, war so sehr vom Guten der Siedler überzeugt, dass weder eine Polizei eingerichtet wurde, geschweige denn ein Gefängnis. Als sich diese Situation bei den benachbarten Gefangenensiedlungen im Osten herumsprach und Sträflinge aus dem Osten South Australia infiltrierten, war diese Situation nicht mehr haltbar.

Bereits 1861 erhielten Frauen in South Australia ein eingeschränktes Wahlrecht und South Australia war nach Neuseeland 1895 das zweite Gebiet weltweit, dass Frauen gleiche Rechte zusicherte.

Erst am 1. Januar 1901 trat die Adelaide Steamship Company dem Commenwealth of Australia unter Wandlung des Namens in South Australia vollkommen bei.

Bis heute, so Kymm, ist South Australia geographisch abgesondert. Gegen Süden das Meer, gegen Westen die undurchdringliche Wüste, gegen Osten Berge und gegen den Norden nichts, aber da sei ja auch nichts.

South Australia ist durch zwei große Siedlungen geprägt: die Hauptstadt Adelaide und die heute von New South Wales verwaltete Stadt Broken Hill, die aber kulturell und historisch südaustralisch sei, was sich noch immer daran zeige, dass Broken Hill die südaustralische Zeit verwendet.

Am Ende des langen Gesprächs kehrten wir zu Burra und seiner Umgebung zurück. Kymm erläuterte, weshalb Burra ideal gelegen ist. „Alles ist nur einen Tagesausflug weit weg. Der Murray River, die Flinders Range und die Weinbaugebiete Barossa, Clare und Eden Valley. Dazu die Stadt und jede Menge Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung. Man muss nur die Leute fragen. Wer z. B, Auskunft über Stassenverhältnisse bekommen will, sollte immer die Ambulanzfahrer fragen. Die kennen ihre Strassen. Die weiteren Quellen sind die Feuerwehr und die Polizei. Im Gegensatz zu den Mitarbeitern der Fremdenverkehrsämtern sind alle diese wirklich draußen.“

An jenem Abend beschlossen wir, eine eigene Seite zu Burra einzurichten. Kymm sagte uns seine kompetent-kritische Mithilfe zu. Und wahrscheinlich werden wir versuchen, gute Hotels aufzulisten.

Mit einem guten Gefühl fuhren wir an jenem Abend mit Rob zu seinem Motel zurück.

Weg von Burra nach Mount Bryan in Google Maps
http://g.co/maps/d269j
Lage des Mount Bryan Hotels in Google Street View
http://g.co/maps/ctt9k
Mount Bryan
http://www.visitburra.com/Mt_Bryan/
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Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am Sa 4. Feb 2012, 16:13

Roland Peyer berichtet aus Burra wie dank einer Leserin von AUSTRALIEN-INFO ein hochinteressanter Kontakt zustande kam.

Peter Mattey oder wie gute Verwaltung arbeitet (Kapitel 12)

Wir saßen in Hong Kong im Flughafen. Der Umstieg war schneller abgeschlossen als befürchtet und, da der Flughafen Hong Kong gratis Internet anbietet, checkten wir unsere Mails. Eine davon war hoch interessant. Kollege Lenz teilte mit, dass sich auf die Ankündigung, dass wir nach Burra wollen, eine Leserin gemeldet hat, die den Bürgermeister von Goyder, zu dem Burra zählt kennt und auch bereit sei, einen Kontakt zu vermitteln. Das war insbesondere deswegen spannend, weil uns das Verkehrsamt Burra auf Voranfrage darauf verwiesen hatte, dass es zu Burra eine Homepage gäbe, et c’est ca.

Wir baten darauf hin unsere Leserin, Frau Lipp aus München, uns, wenn möglich, einen Kontakt zu vermitteln. Mit der Ankunft in Australien traten mehrere kommunikative Probleme mit Telstra und Vodafone Australia auf, so dass wir eine Weile offline waren. Als wir wieder mit der Welt in Verbindung waren (über ein Hotelnetz) erhielten wir Kontaktdaten zum Bürgermeister. Versuche der telefonischen Kontaktaufnahme scheiterten, ebenso wie die gute alte SMS.

Man findet sich damit ab, dass nicht alles, was möglich ist, möglich wäre.

So erreichten wir Burra, checkten bei Rob im Burra Motor Inn ein und relaxten erst einmal im Pool. Zurück im Zimmer dann ein aufgeregter Rob am Telefon. Der Mayor of Goyder wolle uns sprechen, nein nicht am Telefon sondern lebend in seiner Rezeption.

Dort stand er dann, ein stattlicher Mann in den 60ern, selbstbewusst und freundlich lächelnd, der Mayor of Goyder, Peter Mattey neben dem sichtlich erstaunten Rob Frischke, unserem Motelbesitzer. Er hatte es tatsächlich geschafft, uns ausfindig zu machen. „Wir sind übersichtlich, da geht keiner verloren“ meinte er schmunzelnd.

Peter liess sich erst einmal von uns erklären, was denn AUSTRALIEN-INFO.DE sei, was wir machen und woher wir Frau Lipp kennen würden. Da Telstra uns auch in Burra nicht zu Diensten war, konnten wir Peter nicht einfach unsere Seite zeigen, sondern mussten alles erklären.

Peter berichtete uns von seinen Reisen nach Deutschland, die ihn nach München und an den Chiemsee sowie nach Tuttlingen gebracht hatten. Wir erfuhren, dass nach der letzten Verwaltungsreform ein Mayor mehr einem deutschen Landrat statt einem Bürgermeister entspricht, dass sein Bezirk, der die ehemaligen Distrikte von Burra, Euduna, Hallet und Roberstown umfasste, 6.700 qkm gross ist mit 4.300 Einwohnern. Insgesamt umfasst der District von Goyder 65 bewohnte Orte mit Namen wie Steinfeld, Worlds End oder Hallelujah Hills. Die Arbeit des Mayors erledigt Peter ehrenamtlich, hauptberuflich betreibt er eine große Farm, Schwerpunkt Schafzucht.

Peter versprach zum Abschluss, uns einige Wege zu öffnen. Was dies bedeutete, erfuhren wir am Abend (Kapitel 11) und am nächsten Tag (Kapitel 13).

Peter Mattey
http://www.goyder.sa.gov.au/site/page.cfm?u=125&c=510
Regional Council of Goyder
http://www.goyder.sa.gov.au/site/page.cfm?u=156
Regional Council of Goyder in Wikipedia (EN)
http://en.wikipedia.org/wiki/Regional_Council_of_Goyder
Burra Motor Inn in Facebook
http://www.facebook.com/BurraMotorInn
Burra Motor Inn Website
http://www.burramotorinn.websyte.com.au
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Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am Sa 4. Feb 2012, 16:24

Roland Peyer berichtet aus Burra (South Australia)

Burra: Monstermine, gefallene Mädchen und Bier – mit dem Schlüssel zum Ziel (Kapitel 13)

Burra ist heute eine kleine Stadt, die am Ende des Worlds Ends Highway liegt und ein ganz eigenes Konzept entwickelt hat, Besuchern den Zugang zu den (zahlreichen) Sehenswürdigkeiten der Stadt zu ermöglichen.

Gegen ein Deposit und eine Eintrittsgebühr übergibt einem Paula oder Ihre Kollegin einen Schlüssel. Dieser Schlüssel ist ein realer Schlüssel, der einem verschiedene Türen zu Sehenswürdigkeiten öffnet.

Burra war eine Minenstadt, abgebaut wurde seit Mitte des 19. Jahrhunderts Kupfer. Die Minenbetreiber waren Bürger aus Adelaide, u. a. ein Herr Ayers, reich geworden in Burra, später Regierungschef von South Australia und Namenspatron eines größeren Steines im Northern Territory.

Die bedeutendste Mine in Burra war die Monster Mine, nicht nach dort lebenden Monstern sondern nach der monströsen Ausbeute der Mine so benannt. Die Bergleute kamen aus Cornwall, ironischer Weise, weil durch große Kupferfunde in der neuen Welt der bis dahin prosperierende Kupferbergbau in Cornwall durch den Preisverfall für Kupfer zum Erliegen kam und bis heute nicht wieder aufgenommen wurde.

Das Schicksal meinte es mit diesen einstmals befragten Bergbauexperten nicht sonderlich gut. In Burra angekommen, fehlte es nahezu an allem, insbesondere auch an Unterkunft, so dass sich die Bergleute am Steilufer des Burra Creek Erdhöhlen graben mussten, um statt in stattlichen cornischen Cottages in hygienisch unerträglichen Erdlöchern zusammen mit ihren Familien zu vegetieren. Einige dieser Löcher kann man heute noch in Burra besichtigen.

Nach einigen Jahrzehnten musste immer tiefer nach Kupfer gesucht werden. Grundwasser wurde zu eiem grossen Problem, technisch aufwändige Anlagen zum Abpumpen des Grundwassers mussten aus Europa teuer importiert werden. So war es nur eine Frage der Zeit, bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Kupferabbau nicht mehr rentabel war und die Mine aufgegeben wurde. Da Burra weit abseits lag, blieben viele Überreste einfach erhalten. Sie überlebten mehr oder weniger intakt auch die kurze Wiederaufnahme des Kupferbergbaus in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, dieses Mal im Tagebau durchgeführt. Der Überrest dieser Epoche stellt einen tiefgrünen See dar, der heute als Trainingsort für Tiefseetaucher genutzt wird.

Man kann die Mine besichtigen, das ehemalige Pumpwerk beinhaltet heute ein Museum. Mit dem Schlüssel gelangt man auch zum Pulvermagazin, dem ältesten Bergwerksgebäude in Australien.

Ganz zu recht versucht eine Bürgerinitiative, Burra und seine Bergwerksgeschichte zum von der UNESCO geschützen Weltkulturerbe anerkennen zu lassen, entweder als eigenes Objekt oder als Annex an das bereits geschützte kornische Bergwerkserbe. Auf der anderen Seite bestand bis vor wenigen Wochen die Gefahr, dass durch den steigenden Kupferpreis die Phoenix Mining den Kupferabbau im Tagebau wieder aufnehmen würde und dabei alle historischen Strukturen verloren gehen würden. Mit der Verabschiedung des Burra Laws hat der Bergbauminister von South Australia diese Pläne vorerst untersagt, gegenwärtig scheint dieses Erbe der Menschheit gerettet.

Neben der Mine bietet Burra manch weitere Sehens- und Erlebenswürdigkeit. Zu nennen sind der stillgelegte Bahnhof, der einstmal ein bedeutender Halt auf dem Weg nach Broken Hill war und der seit Jahren von Ehrenamtlichen mit viel Mühe wieder in Stand gesetzt wird. Traum dieser Menschen ist der zukünftige Betrieb einer Museumseisenbahn.

Eher einen Albtraum hingegen dürften die Bewohner des Reduth Goal erlebt haben. Unter einem Goal versteht man ein Gefängnis, dieses hier in Burra war das erste, das außerhalb von Adelaide in South Australia gebaut wurde. In seiner Architektur erinnert das weitgehend erhaltene Gebäude an ein kleines Fort, mit dem Schlüssel kann es auch innen besichtigt werden.

Das Gefängnis war von Mitte des 19. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Betrieb. Zahlreiche Exponate im Inneren erlauben einen guten Einblick in das seinerzeitige Gefängnisleben. Nachdem es anschließend einige Zeit als Wohnraum gedient hatte, fand es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine neue Nutzung als Besserungsanstalt für gefallene Mädchen. Diese jungen Frauen, deren oft einziges Vergehen es war, zu jung unverheiratet schwanger geworden zu sein, wurden hier in einer gefängnisgleichen Athmosphäre gehalten. Die ausgestellten Exponate erlauben ungewöhnliche und interessante Einblicke in eine reprässive Pädagogik.

Anderer Art sind die Eindrücke, die man in den erhaltenen und zugänglichen Kellern der 1902 geschlossenen Unicorn Brewery gewinnen kann. In beachtlichen Kellerräumen wurde hier das Einhorn-Bier gelagert. Interessante Eindrücke über das Alltagsleben einer im Outback gelegenen Bergbaustatt kann man durch die sehr umfangreiche Photosammlung in der Town Hall gewinnen.

Die Hauptreisezeit in Burra ist der australische Winter. Burra ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, der Ort legt an der Busline von Adelaide nach Broken Hill. Zahlreiche Unterkünfte stehen zur Verfügung, das Fremdenverkehrsamt ist bei Buchungen gerne behilflich.

Burra ist beispielsweise auch als Stopp in einer Reiserouten-Empfehlung von Adelaide nach Sydney in AUSTRALIEN-INFO erwähnt.

Lage von Burra in Google Maps
http://g.co/maps/zy8wg
Burra Visitor Information Centre
http://www.visitburra.com
Information zur Geschichte von Burra
http://www.burrahistory.info
Wikipedia (Englisch) über Burra
http://en.wikipedia.org/wiki/Burra,_South_Australia
Burra in Reiseroute von Adelaide nach Sydney
http://www.australien-info.de/route_adelaide_sydney.html
Burra auf der Website der South Australian Tourism Commission
http://de.southaustralia.com/info.aspx?id=9002545
Phoenix Copper: Pläne für Wiederaufnahme des Kupferabbaus
http://www.phoenixcopper.com.au/burra.html
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Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon Gast am So 5. Feb 2012, 14:12

Ganz zu recht versucht eine Bürgerinitiative, Burra und seine Bergwerksgeschichte zum von der UNESCO geschützen Weltkulturerbe anerkennen zu lassen, entweder als eigenes Objekt oder als Annex an das bereits geschützte kornische Bergwerkserbe. Auf der anderen Seite bestand bis vor wenigen Wochen die Gefahr, dass durch den steigenden Kupferpreis die Phoenix Mining den Kupferabbau im Tagebau wieder aufnehmen würde und dabei alle historischen Strukturen verloren gehen würden. Mit der Verabschiedung des Burra Laws hat der Bergbauminister von South Australia diese Pläne vorerst untersagt, gegenwärtig scheint dieses Erbe der Menschheit gerettet.


Ich drück den Leuten in Burra jedenfalls die Daumen. Dass ein Bergwerk als UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen werden kann, sieht man ja in Deutschland mit dem Welterbe Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft. Bei der Größe des Landes könnte Australien schon noch die eine oder andere UNESCO-Welterbestätte vertragen. (siehe hier: http://www.h-age.net/hinter-den-kulissen/world-heritage/699-australien.html#unesco-welterbe-australien). Ist IMHO ein bisschen mau für einen ganzen Kontinent. ;-)
Thumbs up!
Gast
 

Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am Di 14. Feb 2012, 22:05

Roland Peyer berichtet von der Rawnsley Park Station (South Australia)

Flinders Ranges National Park – mit dem Känguru auf Du und Du (und das Emu schaut zu) (Kapitel 14)

„Erst hat es da gebrannt und am Sonntag heftig geregnet, was wollen Sie denn da in Wilpena ?“ Der ältere Freiwillige in der Town Hall von Burra sieht besorgt drein. „Und im Übrigen ist da niemand, die haben totale Nebensaison.“

Je nun, Feuer und Wasser sollte uns nicht aufhalten können und Nebensaison klingt gut.
Die Rawnsley Park Station, gute 20 km vom Zentrum des Parks entfernt, ist tatsächlich nicht überfüllt.

Am nächsten Tag dann nach der Zahlung von A$ 9 und der Auskunft, dass die Straße von Blinman nach Parachilna nur für Allradfahrzeuge offen ist, die Fahrt hinein in den Park. Bereits beim Verlassen des Parks die ersten Emus quer zum Weg. Dahinter verschiedene Sorten von Kängurus. Und so geht es weiter, die ganze Strecke in den Park hinein. Tiere mal links der Straße, mal rechts.


Emus in den Flinders Ranges

Wir entscheiden uns nach Blinman durchzufahren. Die Straße zwischen Wilpena und Blinman ist seit wenigen Jahren geteert, in einem guten Zustand und leicht zu befahren. Blinman, bereits außerhalb des Nationalparks gelegen, begann Mitte des 19. Jahrhunderts als Abbauort für Kupfer. Die alte Mine kann besichtigt werden. Insgesamt ist Blinman selbst ein lohnendes schön gelegenes Ziel, verstärkt noch durch die zahlreiche Tierwelt auf dem Weg dorthin.

Unterwegs mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass alle Straßen in die Schluchten hinein ausnahmslos gesperrt waren, und zwar auch für Allradfahrzeuge. Offensichtlich eine Folge des Regens.

Der Wirt im traditionellen North Blinman Hotel beantwortete unsere Frage, ob man mit einem normalen PKW die 32 km nach Parachilna zum Prairie Hotel fahren kann, diplomatisch mit der Feststellung, dass man dies könne, da es nicht verboten sei, dass man nach seiner Einschätzung aber nicht durchkommen werde.

Was nicht verboten ist, könnte möglich sein. Der Weg war zwar eine breite und in gutem Zustand befindliche Naturstraße, auf der man gut voran kam. Die zahlreichen Furten waren trocken und verhältnismäßig gut befahrbar. Nach ca. 20 km dann ein ersteres größeres Hindernis, eine Furt mit Rillen und in der Abfahrt eher schlammigem Gelände, am Gegenufer aber guter Boden. An dieser Stelle kam die Hoffnung auf, dass man den Weg nicht zurück fahren müsse. Wenige hundert Meter weiter das endgültige Aus. Fließendes Wasser, der Untergrund grobe Felsen, so dass eine fahrbare Furt nicht mehr erkennbar war. Hier war kein Durchkommen, der Regen hatte ganze Arbeit geleistet.
Die Rückfahrt über dem schlammigen Hang war nicht ohne Reiz, mit viel Glück konnten wir passieren.

Auf dem Rückweg dann statt des Prairie Hotels ein Abstecher zum Besucherzentrum des Wilpena Pounds. Auf unsere Frage nach einer kurzen, repräsentativen Wanderung durch den Pound erfuhren wir wenig hilfreiches. Der Pound sei so groß wie Manhattan, da ginge nichts schnell oder einfach. Eine Wanderung umfasse mindestens 25 km, und das ginge heute sowieso nicht mehr. Besser wäre auch ein Flug, die Tickets für etwas mehr als 200 Euro pro Person könne man gleich bei ihm kaufen. Kurze Wanderungen seien nur für geübte Bergsteiger möglich, alternativ könnte man aber statt dem Pound auch eine historische Homestead aufsuchen, gut zu erreichen, billiger als der Flug und die Tickets könnten wir hier gleich kaufen. Wenn wir all dies nicht machen wollten. könnten wir in die nächste Stadt fahren, dort gäbe es einen Künstler und der hätte die Region gemalt. Das wäre dann umsonst.

Wilpena Pound

Leicht irritiert und unsicher, ob das eigenwillige Verhalten auf mein amerikanisches T-Shirt zurückzuführen sei, machten wir uns trotzdem auf den Weg zu einem ca. 3,5 km entfernten Aussichtspunkt Wangara Lookout, der leicht erreichbar war und von wo aus wir einen schönen Überblick über den Pound genießen konnten.

Auf dem Weg dorthin trafen wir viele der im Park lebenden Ziegen sowie einige Emus und Kängurus sowie unsere Nachbarn aus Rawnsley Park, ein dänisch-englisches Paar, dem es bei der Touristeninformation nicht besser ergangen war.

Der Flinders Range National Park ist ohne jeden Zweifel ein lohnendes Ziel, dafür sorgt die Tierwelt und die schöne Landschaft. An normalen Tagen ist die Weiterfahrt nach Arkaroola oder Parachilla problemlos möglich, nach Regenfällen verwandelt er sich in eine Sackgasse ohne Abstecher.

Der Flinders Ranges National Park wurde 1945 gegründet. Er umfasst 912 qkm und wird heute von einer privaten
Gesellschaft betrieben. Im Park selbst sowie in den gesamten Flinders Ranges sind zahlreiche Attraktionen und Einrichtungen in der Nebensaison, also im australischen Winter, geschlossen. Dies betrifft auch das Prairie Hotel in Parachilna.
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Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am Di 14. Feb 2012, 22:07

Roland Peyer berichtet von der Rawnsley Park Station (South Australia)

Rawnsley Park Station - Tourismus auf die integrierte Art im Outback (Kapitel 15)

Draussen war es bereits dunkel geworden, die Teller eines exzellenten Abendessen waren bereits abgetragen im Restaurant der Station, die charmante Margaret und ihr Gatte Tim hatten uns in Vertretung der Besitzer von Rawnsley Park vieles erzählt, die Liste der Fragen abgearbeitet, bis auf eine letzte Frage: Weshalb bezeichnet sich die Rawnsley Park Station als ökologisch.

Wir hatten uns zu einem Abendessen getroffen, Margaret und Tim vertraten das Ehepaar Smith, die Besitzer von Rawnsley, die sich zu diesem Zeitpunkt auswärts aufhielten. Margaret gab die Frage an Tim weiter und dieser bedächtige Mann sagte nach kurzem Überlegen: „Weil wir nachhaltig zu wirtschaften versuchen.“

Er erklärte es an einem Beispiel. Das Regenwasser habe keine ausreichende Qualität, um unaufbereitet getrunken zu werden. Auf Rawnsley hat man bereits vor mehr als 30 Jahren einen Teich angelegt, der mit dem Grundwasser in Verbindung steht. Je mehr Grundwasser entnommen werde, desto tiefer sinke der Wasserstand im Teich. Auf dem Weg vom Teich zur Entnahmestelle des Grundwassers werde das Wasser soweit gereinigt, dass es ohne große Aufbereitung trinkbar werde.

Daneben verwende man nahezu alles, was in einem ökologischen Betrieb angesagt ist, also Sonnenkollektoren, integrierte Abwassersysteme und modernes Energiemanagement. Die neuen Öko-Villen sind als sich selbst tragende ökologische Systeme ausgelegt.

Rawnsley Park Station begann wie viele Ansiedlungen der Region. Aufgrund eines ungewöhnlichen Wetterphänomens erschien die Landschaft fruchtbar und für den Weizenanbau geeignet. Eisenbahnen wurden in die Region gebaut, um die riesigen Getreidemengen zu den Häfen bringen zu können. 1919/20 sah eine Rekordernte, danach folgte eine Dürre, die bis in die Gegenwart andauert. Heute liegt das Gebiet öd und trocken dar, die einstige Fruchtbarkeit ist nur noch in den Ruinen der untergegangenen Farmen zu erahnen.

Rawnsley Park ging es genauso. Mit Eintritt der Dürre wechselten die Besitzer häufig, an die Stelle von Landbau trat die Viehzucht. In den 40er Jahren kaufte die Familie Smith die Farm. Wenig später gesellten sich zu den Schafen Reisende, die, auf dem Weg in den neu gegründeten Nationalpark, in Rawnsley Unterkunft suchten.

Nach einigem Zögern erstellte Smith ein Gebäude, indem Reisende die Nacht für $A 5 verbringen konnten. Bald sprach sich diese Möglichkeit herum, mehr Gebäude kamen hinzu, mit einer Schafscherveranstaltung wurde den Reisenden auch ein eigenes Programm angeboten. Der Tourismus entwickelte sich zu einem verlässlichen zweiten Standbein für die Farm.

Heute hat Rawnsley für Touristen ein weites Angebot: man findet eine Jugendherberge, eine Campingplatz mit Stellplätzen für Camper aber auch für Zelte, sowie Unterkünfte in Bungalows der verschiedenen Preis- und Qualitätsstufen.

Ganzjährig wird ein Restaurant betrieben, es gibt einen Shop und auch eine eigene Tankstelle, die Station bietet geführte halb- und ganztägige Allradtouren sowie Rundflüge vom eigenen Flughafen aus an.

Wie in den gesamten Flinders ist der australische Winter die Hauptsaison, besonders die Monate Juni, Juli und August. Im australischen Sommer finden sich viele Europäer ein. Margret meinte, dass eigentlich die Zeit von Mai bis Juni eine sehr gute und auch ruhige Besuchszeit sei.

Rawnsley Park ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar. Bis zum ca. 45 km entfernten Hawker verkehrt ab Adelaide ein privater Bus mehrmals die Woche. Wenn nötig könnten Besucher ab Hawker abgeholt werden.
Für Work and Travel gibt es einige wenige Arbeitsplätze, Margaret riet allerdings dazu, dies in Arkaroola zu versuchen, dort werden Mitarbeiter auch auf der Homepage gesucht.

Rawnsley Park stellt mit seiner Philosophie einen interessanten und gut gelegenen Ort innerhalb der Flinders dar, den man bei der Auswahl der Übernachtungsmöglichkeiten definitiv nicht übersehen darf.

Rawnsley Park Station
http://www.rawnsleypark.com.au
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Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am Di 14. Feb 2012, 22:08

Roland Peyer berichtet aus Port Lincoln (South Australia)

Port Lincoln – Austern, Thunfische und Haie (Kapitel 16)

In den 80er Jahren gab es in Paris in der Nähe von Montparnasse ein kleines Restaurant, die Bar des Huitre, wo man als Platte des Huitre zwei Dutzend Austern aus 12 Anbaugebieten probieren konnte. Die Bar war eines meiner Lieblingsrestaurants in Paris, die Austern der Ile de Ré schienen die besten zu sein. 2011 probierte ich bei einem Empfang der Premierministerien von Queensland im Brisbane Museum australische Austern. Die Queensländer Austern waren gut und kamen an die der Ile de Ré heran.

Auch im Süden der Eyre Peninsula werden in Coffins Bay Austern gezüchtet. Und diese Austern übertrafen alles, was ich jemals an Austern gegessen hatte. Groß, ausgewogen, voll im Geschmack, gleich ob als Naturaustern oder zubereitet nach amerikanischer oder japanischer Art (letztere mit Wasabi), es war purer Genuß. Austern findet man in Coffins Bay oder auch in Port Lincoln, z. B. bei Del Giorno’s an der Hafenpromenade (dort auch gutes Frühstück).

Nun ist es nicht so, dass man in Port Lincoln einfach mal so aus Versehen vorbeikommt. Je nach Route liegt Port Lincoln zwischen 360 und 420 km südlich von Port Augusta, und die Orte dazwischen sind zum Teil so klein, dass man sie erst bemerkt, wenn man schon wieder draußen ist.

Port Lincoln, das auch über Flugverbindungen nach Adelaide verfügt, ist eine ausgesprochen australische Urlaubsdestination. Europäer verirren sich nur selten in diesen angenehmen, mit seinen über 10.000 Einwohnern recht stattlichen und doch fußläufig gut erschlossenen Ort.

Das ist eher schade, denn Port Lincoln und die „nähere“ Umgebung haben auch außer Austern einiges zu bieten.
Hier findet man drei Weingüter mit durchaus akzeptablen Produkten zu noch bezahlbaren Preisen. Wir empfehlen die Weine der Boston Bay Winery, nicht weil ihre Weine besser wären, sondern weil sich ihr farbiger Thunfisch auf dem Etikett hervorragend macht und ihre Weine gut sind.

Der Thunfisch kommt nicht von ungefähr auf das Etikett der Boston Bay Winery. Port Lincoln ist einer der wichtigsten Orte bei der Erzeugung von Thunfischen. Hierbei werden Thunfische nicht mehr einfach so im Meer gefangen, sondern sie werden nach dem Fang in Thunfischfarmen aufgezüchtet.

Mit Matt, dem Besitzer von Adventure Bay Charters, einer vielfach ausgezeichneten Firma, sind wir abends über die Bosten Bay zu einer seiner Farmen gefahren. Hier bietet Matt ein von ihm entwickelt, auf den ersten Blick nicht sehr spektakuläres Programm an: Tauchen mit Thunfischen. 24 Fische werden auf der Showfarm gehalten, der Besucher kann sie unter Wasser in einem Art Mini-U-Boot besichtigen. Riesige Kolosse schwimmen da mit Highspeed an einem vorbei. Spannend wird es, wenn man zu den Thunfischen ins Wasser geht und diese mit voller Geschwindigkeit auf einen zu schwimmen.

Matt bietet mit seiner Firma, die zwischenzeitlich Nachahmer gefunden hat, auch Touren zu Seelöwen und als besonders prickelndes Erlebnais auch Tauchgänge mit Haien an, wobei Matt darauf Wert legt, dass die Haie nicht mit Blut angelockt werden. „Unsere Haie lieben Musik, und sie kommen besonders gerne, wenn wir AC/DC spielen.“

Auf seinem Schiff, versorgt mit Dolmas und dicken Oliven, berichtet Matt vom Tourismus in Port Lincoln und der wirtschaftlichen Situation der Tourismusindustrie. Als er vor fünf Jahren seine Idee umsetzte, war es unmöglich, Kredite von einer Bank zu bekommen. Nun, mit dem starken Dollar, werde das Geschäft immer schwieriger. Auf unseren Einwand, dass die Mehrzahl der Touristen in Port Lincoln doch Australier sind, gibt er zu bedenken, dass die zwar stimme, dass für ihn aber die Übersee-Touristen zur Aufrechterhaltung des ganzjährigen Angebots wichtig sind. „Und auch die Australier bleiben weg. Für den Preis von einer Flasche Wasser kann man dank des starken Dollars in Thailand ein ganzes Abendessen erhalten.“

Adventure Bay Charters bietet mit seinen drei Produkten wahre Events an, die ein Höhepunkt einer Australienreise sein können.

Aber auch an Land kann man einiges unternehmen. Zwei Nationalparks befinden sich in dem Gebiet, der Coffins Bay Park und der Lincoln Park. Beide verfügen über schöne Strände und natürlich findet man dort unterschiedlich anspruchsvolle Wanderwege, auf denen sowie entlang der Straße man zahlreichen Tieren begegnen kann.

In den Parks findet man aber keine Koalas. Um sie zu treffen, muss man zu einem Campingplatz im Süden, zur Mikkira Station fahren. Hier leben auf den Eukalyptus-Bäumen mehrere Exemplare, und da die Bäume an dieser Stelle eher klein sind, kann man sich den Koalas fast auf Augenhöhe nähern.

Port Lincoln liegt nahezu so abseits wie eine Insel, es bietet aber dem Reisenden auf kleinem Raum eine Vielzahl an Attraktivitäten und Sehenswürdigkeiten.

Port Lincoln Visitor Information Centre
http://www.visitportlincoln.net
Port Lincoln Lokalzeitung
http://www.portlincolntimes.com.au

Eyre Peninsula Seafood Trail
http://www.seafoodtrail.com
Coffin Bay Oyster Fam - Website
http://www.coffinbayoysterfarm.com.au

Boston Bay Winery
http://www.bostonbaywines.com.au

Adventure Bay Charters
http://www.adventurebaycharters.com.au

Coffin Bay National Park
http://www.environment.sa.gov.au/parks/Find_a_Park/Browse_by_region/Eyre_Peninsula/Coffin_Bay_National_Park

Mikkira Station
http://www.mikkirakoalas.com
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Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am Di 14. Feb 2012, 22:09

Roland Peyer berichtet aus Port Augusta (South Australia)

Port Augusta – Kreuzung Australiens und Eingang für alles (Kapitel 17)

180 km westlich von Port Augusta stößt man in dem kleinen Ort Kima auf ein Hotel mit einem eigenwilligen Namen, vor dem ein riesiger roter Galah steht: Halfway across Australia, Hälfte des Wegs durch Australien. Unabhängig davon, dass die Richtigkeit dieser Aussage immer auch davon abhängt, wo man den Anfang und das Ende einer Ost-West-Querung von Australien definiert, zeigt es doch, Port Augusta ist so ziemlich in der Mitte von wenig.

Port Augusta liegt am Ende vom Spencer Golf, der sich bis tief nach South Australia hineinzieht, am Ende der Flinders Ranges, am Ende des Stuart Highway, der aus dem hohen Norden, aus Darwin kommt und am Ende der Straße nach Perth. Oder aber man betrachtet es anders, dann liegt Port Augusta am Anfang von allem dem und insbesondere liegt Port Augusta dann am Anfang des Outbacks.

So haben es wohl die Verantwortlichen gesehen, die dafür gesorgt haben, dass in Port Augusta ein Museum eingerichtet wurde, das in seiner Thematik einzigartig ist, das Wadlata Outback Center.

Wadlata Outback Center in YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=PrTRNBBN0Zk

Das Museum, zum Teil in einer ehemaligen Kirche untergebracht, widmet sich dem Outback in all seinen Facetten. In einer museumsdidaktisch sehr gelungenen Weise werden dem Besucher die Natur des Outbacks, die Aboriginees als Bewohner des Outbacks, die Erschießung durch die Siedler und die Lebensbedingungen bis heute nahe gebracht. Ein wichtiges Thema ist das ökologische und wirtschaftliche Desaster, dem viele Siedler zum Opfer fielen, als mit Beginn der großen Dürre Hoffnungen und Existenzen vernichtet wurden und aus blühenden Landschaften aride Gebiete wurden.
Das Museum verfolgt den didaktisch überaus gelungenen Ansatz, dem Besucher durch die Exponate Grundinformationen zu vermitteln, die er dann, bei Interesse durch eine Vielzahl weiterer Angebote (Bilder und Videos, aber auch akustische und haptische Exponate) vertiefen kann. Das Museum stellt eine hervorragende Einführung in die Welt des Outbacks dar, man sollte für den Besuch zwischen zwei und drei Stunden einplanen.

Ebenfalls im Wadlata befindet sich eine Informationsstelle für Reisende ins Outback. Mit bewundernswerter Geduld versuchen hier kompetente Mitarbeiter Missverständnisse aufzuklären und Menschen vor schlimmerem zu bewahren.
Ergänzend zum Watlata Outback Center, das in der Innenstadt ist, verfügt Port Augusta an der Straße nach Alice Springs über den Australian Arid Lands Botanic Garden, einen speziell auf das Outback zugeschnittenen botanischen Garten.

Port Augusta ist keine Stadt, die mit ihrer Innenstadt Besucher anlockt. In Port Augusta findet man aber alle für Reisende wichtigen technischen Einrichtungen. Und wer nord- oder westwärts fährt, Port Augusta ist für lange Zeit der letzte Ort, wo man frei zwischen Hungry Jack, KFC oder McDonald’s wählen kann.

Wadlata Outback Center
http://www.wadlata.sa.gov.au
City of Port Augusta
http://www.portaugusta.sa.gov.au
Australian Arid Lands Botanic Garden
http://www.aalbg.sa.gov.au
Kimba
http://www.whyalla.com/page.aspx?u=127
Joerg-M. Lenz
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Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am Di 14. Feb 2012, 22:11

Roland Peyer berichtet aus Port Pririe (South Australia)

Port Pirie – die schöne Stadt in schöner Lage oder zu viel Blei in der Luft (Kapitel 18)

In Chicago konnte man zur Zeit Al Capones schnell lernen, dass bleihaltige Luft lebensverkürzend sein kann. Blei hat kein gutes Image. Ein Großteil des Bleis findet heute Verwendung in Batterien, die Verwendung im Sprit (bleihaltiges Benzin), in Lacken und im Druckgewerbe ist deutlich zurückgegangen, auch als durch die Luft fliegende Munition ist es rarer geworden. Am ehesten trifft man Blei heute noch an Silvester beim Bleigießen unmittelbar an. Wichtiger ist die Verwendung als Abschirmung gegen radioaktive Strahlung, in der Solarzellentechnik und bei der Windenergie sowie bei Unterwasserelektrokabeln. Blei ist ein notwendiges Material, in der Umwelt frei gesetzt kann es sich im Blut anreichern und zu schwersten Schäden führen, insbesondere bei kleinen Kindern, bei denen es Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns nehmen kann.

Port Pirie ist eine sehr schöne Stadt. Entlang der Hauptstraße findet man zahlreiche Häuser aus dem 19. oder beginnenden 20. Jahrhundert, ein Eisenbahnmuseum ist hier beheimatet, selbst eine katholische Kathedrale, ist Port Pirie doch einer der beiden katholischen Bischofssitze in South Australia. Port Pirie liegt knapp drei Stunden nördlich von Adelaide, in der näheren Umgebung gibt es gute Strände, die südlichen Flinders liegen nur einen Katzensprung entfernt. Die Stadt verfügt über ein großes Angebot von Übernachtungsmöglichkeiten, auch das Speiseangebot ist beachtlich bis hin zu einem Fischrestaurant in einer ehemaligen Unierten Kirche. Kurzum, Port Pirie ist ein netter Ort, um hier einige Tage verbringen zu können.

In Reisebeschreibungen, die Port Pirie erwähnen, wird die Stadt auch so beschrieben. Allerdings folgt regelmäßig der Hinweis, dass sich in der Stadt die größte Bleischmelze der südlichen Hemisphäre befindet und dass die Bevölkerung, insbesondere die Kinder, einer hohen Bleibelastung ausgesetzt sind.

Diesem Phänomen wollten wir uns nähern. Heute gehört das Werk, das am Ende der Hauptstraße in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadt steht, zur belgischen Nyrstar-Gruppe, die ihren Verwaltungssitz in Zürich hat. Über die Schweizer Hauptverwaltung erhielten wir noch in Deutschland die Zusage, dass die Schmelze in Port Pirie zu einem Gespräch vor Ort bereit ist.

Port Pirie Smelter

Die Schmelze wurde vor über 130 Jahren gegründet. Port Pirie war der nächste Hafen zu dem im Inland gelegenen Broken Hill, der größten Bergwerkstadt dieser Erde. Die Schmelze wurde am Anfang auch von Broken Hill betrieben, noch heute bezieht das Werk das verarbeitete Erz ausschließlich aus den ca. 400 km entfernten Ort. Wurde das zerkleinerte Erz früher mit Ochsenkarren ans Meer gebracht, so wird dies heute mit Zügen erledigt.

Bei einer Besichtigung des Werkes, die dreimal wöchentlich möglich ist, fällt auf, dass das Werk sehr nahe an der Stadt liegt und das einzelne Teile des Werks wohl schon seit mehreren Jahrzehnten in Betrieb sind. Einzelne Werkteile erinnern an das Kombinat Bitterfeld.

Gail Bartel, unsere Ansprechpartnerin vor Ort, gibt ohne Umschweife zu, dass heute ein Werk wie die Schmelze an diesem Ort wahrscheinlich so nicht mehr errichtet werden könnte. Aber so Gail, anders als früher gehe man mit den Problemen offen um, man verschweigt nichts und legt die Zahlen offen. Ziel von Nyrstar ist es, die ohne Zweifel entstehenden Emissionen im Werk zu halten, und soweit dies nicht möglich ist, die Wirkung der Emissionen zu reduzieren. Gail räumt auch ein, dass in den nächsten Jahren die Technologie verbessert werden muss.

Zu der Strategie, Emissionen im Werk zu halten gehört ein umfassendes Schleusensystem für die Mitarbeiter. Alle Mitarbeiter müssen beim Betreten des Werks komplett Dienstwäsche anlegen, dies betrifft auch die Mitarbeiter der Verwaltung und reicht bis zur gestellten Unterwäsche. Beim Verlassen der Firma erfolgt das gleiche Prozedere umgekehrt, eine gründliche Dusche ist vorgeschrieben. Spezielle Programme sichern die Dekontaminierung von Handys und Brillen. Mitarbeiter dürfen nichts, auch keine gelesenen Zeitungen nach Hause nehmen. Durch ihr Schleusensystem sichert Nyrstar eine komplette Schwarz-Weiß-Trennung. Um das Schleusensystem durchführen zu können wird in der rund um die Uhr betriebenen Fabrik im Zweischichtsystem (12 Stunden) gearbeitet.

Im Werk dürfen sich Mitarbeiter nur mit Atemschutzmasken bewegen. Alle Mitarbeiter müssen rasiert sein, Bart ist verboten, damit die Masken passen. Jede sechs Wochen wird bei den Mitarbeitern ein Bluttest durchgeführt, um zu hohe Bleiwerte im Blut frühzeitig feststellen zu können. Permanent waschen mehrere Strassenreinigungsfahrzeuge die Wege, um entstandene Emissionen zu binden. Das verbrauchte Wasser wird in einer eigenen Anlage auf dem Werk wiederaufbereitet.

Für die Verbesserung der Situation in der Stadt weist Gail auf einige einfache aber effiziente Maßnahmen hin. Die beste Möglichkeit, Emissionen, die in den Häusern sind, zu reduzieren, ist das Staubsaugen mit hochleistungsfähigen Vakuumstaubsaugern. Ältere Häuer in der Nähe des Werks werden aufgekauft und abgerissen, der Bauplatz wird begrünt. Junge Familien erhalten Zuschüsse, wenn sie Neubauten weiter vom Werk entfernt erstellen.

Die Toxizität von Blei ist besonders bei Kindern relevant. Durch Untersuchungen wurde festgestellt, dass der Bleieintrag bei Kindern ohne regelmäßige Nahrungsaufnahme, also zum Beispiel ohne Frühstück rund sieben Mal so hoch ist wie bei Kindern, die regelmäßig frühstücken. Nyrstar stellt daher in allen Kindergärten und Primarschulen ein kostenloses Frühstück zur Verfügung. Alle sechs Wochen wird der Blutbleigehalt bei Kindern gemessen, gleiches wird auch für Schwangere angeboten. Wie Erwachsene auch werden Kinder besonders zur Handhygiene angehalten.

Heute ist die Zahl der bleibelasteten Kinder nur noch gering, die durchschnittliche Bleibelastung liegt laut Gail im Wert vergleichbarer Orte. Wir gehen davon aus, dass wir die entsprechenden Studien noch erhalten werden.

Neben Blei produziert Nyrstar Port Prie Schwefelsäure, Zink, Kupfer, Silber, Gold und Kadmium, an stark toxischen Stoffen entstehen Arsen und Antimon. Alle diese Stoffe sind in den Erzen aus Broken Hill enthalten, durch die weitgehende Ausbeutung der verschiedenen Stoffe reduziert sich die zu deponierende Restschlacke.

Nyrstar hat es sich zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienz zu steigern, ebenso wie den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Die Firma will, auch im Wettbewerb mit Standorten in Asien, die diese Standards gelegentlich nicht einhalten, ein verläßlicher Partner für die Stadt sein und ihren mehr als 700 Angestellten eine sichere Arbeitsatmosphäre schaffen.

Bei unserem Besuch bei Nyrstar in Port Pirie konnten wir den Eindruck gewinnen, dass das Unternehmen die Sicherung ihrer Qualität ernst nimmt. Sie ist bemüht, die aus dem Zustand der Anlagen resultierende Beeinträchtigung der Umwelt soweit möglich zu minimieren und mit adäquaten Schutzmaßnahmen hier entgegen zu wirken.

Port Pirie lohnt einen Aufenthalt, und die Besichtigung einer der größten Metallerzeugungsanlagen ist eine Bereicherung eines Aufenthalts in Australien.

Nyrstar - Information über die Bleischmelze
http://www.nyrstar.com/operations/Pages/smelting.aspx
Port Pirie - auf der Website der South Australian Tourism Commission
http://de.southaustralia.com/info.aspx?id=9005818
Port Pirie Council Website
http://www.pirie.sa.gov.au
Port Pirie Regional Art Gallery
http://www.pprag.org/
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Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am Di 14. Feb 2012, 22:21

Roland Peyer berichtet aus dem Clare Valley (South Australia)

Clare Valley – oder ist Weinbau religiös ? (Kapitel 19)

Wir sitzen mittags im Weingut Sevenhills im gleichnamigen Ort. Uns gegenüber hinter einer Palme der Weinkeller, auf der anderen Seite der Grünfläche der Klosterkirche der Jesuiten von Sevenhill. Vor uns als Lunch eine Käseplatte mit einem Glas Shiraz und einem Glas Riesling. Über uns ein grauer Himmel, verbunden mit einem kühlen Wein. Hochsommer in Australien, geschätzte 17° C.

Die Jesuiten hatten viel vor, als sie um 1850 hier mit dem Weinbau begannen, Sevenhills sollte der Ort heißen, nach den sieben Hügeln Roms, der durch das Anwesende laufende Bach wurde von den schlesisch-österreichischen Jesuiten „Tiber“ benannt. Ein neues Rom Down Under war das Ziel.

Die Gedanken schweifen zwischen Käse und Wein. Ist es Zufall, dass Weinbau und Mönche häufig miteinander zu tun haben. Die Gedanken gehen zum Malteserweingut in Mailberg im österreichischen Weinviertel, führen zu den Weingütern des Johannesspitals in Würzburg und landen bei der Spitzenlage Domdechant.

Sicher, hier in Australien war es anders. Nicht Katholiken haben mit dem Weinbau begonnen sondern Protestanten in Barossa Valley. Über sie erhielten katholische Gemeinden in Schlesien und Österreich Nachricht von den guten Weinbaumöglichkeiten. Die Aussiedlung wurde beschlossen und die Schlesier und Österreicher erschienen, begleitet von zwei Jesuiten, in South Australia. Kurze Zeit später begann der Goldrausch in Victoria und nicht alle Siedler blieben hier, um Weinbauern zu werden (man bedenke die große Tradition schlesischer (!) Weinbauern).

Die Jesuiten erwarben Land, und da sie Messwein benötigten, bauten sie Wein an. Welche eine Parallele zu Kalifornien! Die Mönche in Mexiko benötigten Messwein und da sie in Mexiko keinen anbauen konnten, suchten sie nach einem Ort, wo dies möglich war und begründeten den Weinbau im heutigen Sonoma.

Hier in Australien war es einfacher, man konnte den Wein direkt rund um die Kirche bauen und durch den Tiber bewässern. Die Ansiedlung wuchs und gedieh, in zahlreichen europäischen Ländern waren Jesuiten nicht mehr wohl gelitten, es wurde eine katholische Schule nebst Priesterseminar erbaut und man begann mit der Mission von Eingeborenen.

In der Umgebung wurden zahlreiche katholische Kirchen errichtet, der Weinbau verbreitete sich über das Kloster hinaus und das vorhandene katholische Leben zog zahlreiche Neusiedler aus Deutschland, Polen und Irland an. Clare Valley wurde zum katholischen Gegenstück zum protestantischen Barossa.

Heute ist das Clare Valley, dessen Ortschaften ähnlich weit entfernt liegen wie in Europa, ein angenehmes Reiseziel. Man findet viele kleine Weingüter, daneben auch große, fabrikähnliche Betriebe, die einen alle gerne zu einer Weinprobe einladen. Weinproben sind in diesem Teil der Welt in der Regel noch kostenlos. Riesling und Shiraz dominieren, aber auch viele Spezialitäten sind zu finden.

Wir besuchten Kirrihill in Clare, das große Weingut Taylors in Auburn, Mitchell in Sevenhill und Anni’s Lane in Watervale. Leider geschlossen waren Wilson in Sevenhill und Kilikanoon in Penwortham.

Zwischen Clare und Auburn verläuft der Riesling Trail, ein gut befestigter Rad- und Wanderweg auf der Trasse einer ehemaligen Eisenbahn.

Hervorragend auch unsere Unterkunft in Clare. Wir hatten als B&B das Weingut Mount Surmont gewählt, eines der kleinsten Weingüter im Valley. Aus dem weitgehend verglasten Zimmer genossen wir einen weiten Blick ins Valley hinein mitsamt einem traumhaften Sonnenaufgang. Zum Sonnenuntergang gab es den sehr ausgewogenen Nebbiolo des Hauses.

Clare Valley
http://de.southaustralia.com/regions/clare-valley.aspx
Riesling Trail
http://www.southaustralia.com/info.aspx?id=9000508
The Retreat at Mount Surmon
http://www.mtsurmon.com.au
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