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Auswanderer für "Goodbye Deutschland" gesucht

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Re: Auswanderer für "Goodbye Deutschland" gesucht

Beitragvon theodor am So 6. Jul 2014, 01:49

NeroCorleone hat geschrieben:War eigentlich irgendjemand von euch mal dabei oder ist das reines "ich kenne jemanden, der einen kennt, der von einem weiss, der mal was gehört hat" oder ist das vielleicht einfach nur Neid? Eine ZDF Doku...sorry, aber was soll das denn? Wenn uns jemand bei der Auswanderung begleitet und daraus eine professionelle Dokumentation macht, als was anderes hätte ich das nicht gesehen...wo ist dann dabei ein Problem? Und was soll man den Kindern "antun"? Klar, wenn irgendwelche Spacken mit einer Eismaschine auf die Malediven auswandern ohne auch nur einen Funken Ahnung von Betriebsführung zu haben oder Insolvente Hartz IV Empfänger meinen dass Spanien nur auf genau sie gewartet hätte und erwarten dass man ihnen die hochdotierten Jobs nachschmeissen würde...aber dumme Menschen gibts immer wieder.

Meine Erfahrung ist, dass die ersten Interviews und die ganzen Mailkontakte mit der Redaktion zu jeder Zeit freundlich, korrekt und auch Informativ waren. Jede Frage wurde beantwortet und es gab einen Vorvertrag in dem nichts Nachteiliges für uns stand. Das aus dem ganzen nichts wurde...schade, aber so ist das "Mutterschutzrecht" in Deutschland nunmal...


Ich will ja gar nicht sagen, dass alles was Du schreibst nicht stimmt.

Aber was Du uebersiehst ist - denke ich - die Frage nach der Motivation der Sendung. Es geht natuerlich in erster Linie um Quoten, und bestenfalls in zweiter Linie darum, ein realisistisches Bild zu zeichnen.

Und, erzaehl mir was Du willst, das Quotenkonzept dieser Sendung ist Fremdschaemen. Und nichts anderes. Der Zuschauer sitzt zuhause und fragt sich permanent "Sind die wirklich so doof?". Und weil man eigentlich fast nicht glauben kann, dass 'die' wirklich so doof sind, bleibt man auch bis nach der Werbepause dran. Nur um zu sehen, dass die wirklich so doof sind.

Natuerlich freut die Produktion sich ueber die Geschaeftsidee mit der Eismaschine, oder ne Snowboard-Schule in Bondi mehr als - sagen wir mal - jemanden der gut Englisch kann, ein gueltiges Visum hat & sogar nen Beruf, der Australien gesucht ist.

Will sagen: Keinen Zuschauer interessiert's, wenn (a) beim Auswanders nichts schiefgeht und (b) man nicht beim Zuschauen schon denkt, dass der sich saudumm anstellt. Oder hast Du schon mal eine Doku darueber gesehen wie jemand seinen Wocheneinkauf bei Woolies macht?
theodor
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Re: Auswanderer für "Goodbye Deutschland" gesucht

Beitragvon Gast am So 6. Jul 2014, 06:50

In der Schweiz gibt es eine ähnliche Sendung - nur ist die Qualität der Sendung einiges besser. Es gibt auch die erwähnten Situationen, in welchen man denkt "sind die so blöd" aber ich denke das findet man in jeder Sendung dieser Art.
Freunde von uns haben da vor ein paar Jahren mitgemacht. Die Erfahrung war nicht nur positiv - die "modernen" Medien können schnell lästig werden. So wurden sie via Facebook oft angegriffen oder mit doofen Videos kopiert - meist zu Lasten der Kinder......
Ich denke, dass man seine Auswanderung so oder so gut planen muss, und sich nicht durch solche Angebote animieren lassen darf - der Bekanntheitsgrad und das Geld einer solchen Sendung dürfen keinerlei Gedanken wert sein - wenn man mitmacht, soll es reine Neugier daran sein - und man sollte es verkraften, wenn man etwas "schief ins Licht gerückt wird."
Gast
 

Re: Auswanderer für "Goodbye Deutschland" gesucht

Beitragvon Gast am Mo 7. Jul 2014, 08:47

theodor hat geschrieben:
[...] Aber was Du uebersiehst ist - denke ich - die Frage nach der Motivation der Sendung. Es geht natuerlich in erster Linie um Quoten, und bestenfalls in zweiter Linie darum, ein realisistisches Bild zu zeichnen. [...]


Natürlich ist das Konzept solcher Sendungen nicht den "normalen" Alltag zu zeigen - aber der Haupttenor ist es eben auch positive Aktionen zu zeigen (USA, Südafrika, Spanien, Australien, etc). Die von Dir erwähnten Spacken sind das Salz in der Suppe solcher Formate. Würden nur HONKs (Hartz-4-Empfänger Ohne Nennenswerte Kenntnisse) gezeigt werden, würde sich das Format schnell abnutzen. Ebenso logisch ist es, dass es interessant ist, wenn etwas schief geht, aber auch wie die Leute da wieder rauskommen oder welche anfänglichen Probleme es gibt und wie diese gelöst werden - wenn IGA Samstags kein Fleisch mehr hat und das BBQ ausfällt ist das wirklich eher weniger interessant.

Und auszuwandern um ins Fernsehen zu kommen - ich weiss nicht wie blöd man sein muss um sowas zu machen (ok, ok...falsche Frage ;-) ). Und wieso denkt eigentlich jeder in D, dass man dafür haufenweise Geld bekommt und nur deswegen macht? Lässt da mal wieder die Neidnation grüßen? ;-)

Als ich die Idee, uns bei Goodbye Deutschland zu bewerben, im Vorfeld in Oz angesprochen haben (man sollte die Leute die gefilmt werden könnten schon im Vorfald um Erlaubnis fragen), kam nicht ein einziger auf den Gedanken nach Geld zu fragen, jeder fand das cool und ne klasse Idee...als ich das aber in D erwähnt habe...kam immer als erstes die Aussage "Wow, klasse...und wieviel Geld bekommt ihr dafür?" und als zweites kamen die "Bundensbedenkenträger"...seltsam, oder?

Und wie schon erwähnt - mir ging es weder um Geld noch darum ins Fernsehen zu kommen, vor allem weil man das Format in Oz sowieso nicht sehen kann, keiner unserer australischen Freunde das im Originalton verstehen würde ;-) und mir vollkommen schnurz ist was in D darüber gedacht worden wäre. Geld was evtl. gezahlt worden wäre, wäre so oder so an die Kinder gegangen...ich hatte auch der Redaktion mitgeteilt, als man mir sagte dass wir eine Aufwandsentschädigung bekommen würden - über die Höhe wurde nichts gesagt und ich hatte auch nicht danach gefragt, dass diese, wenn es sich um Geld handelt, nur auf die Sparbücher der Kinder gezahlt werden dürfte. Ich weiss bis heute nicht ob und wieviel Geld gezahlt worden wäre...
Gast
 

Re: Auswanderer für "Goodbye Deutschland" gesucht

Beitragvon Sfera72 am Di 8. Jul 2014, 15:43

Ich weiss das es 500€ sind. Als wir 2006 in die CH ausgewandert sind kam Goodbye Deutschland grade auf den Markt. Vorher gab es solche Sendungen noch nicht. Also hatte ich mich damals auch beworben und es waren 2 Leute bei uns zu Hause und haben Probeaufnahmen und ein Interview gemacht. Anscheinend war es ihnen bei uns jedoch zu gut organisiert und daher nicht interessant genug und wir wurden nicht genommen. Aber dabei wurden auch die 500€ erwähnt.

Im Nach hinein muss ich sagen, dass ich ganz froh bin, denn wenn man die Sendungen erstmal gesehen hat, dann wird schnell klar auf was die Produktionsfirmen aus sind und das sind nicht die Probleme und Hindernisse die einem begegnen wenn man auswandern will, sondern verdrehte Fakten, Klisches aus den Ländern in die man geht und das eigene Versagen.

Wenn SRF DOK oder eine anerkannte Reportagesendung von ARD oder ZDF oder BBC daher käme, dann sähe die Sache vermutlich ein wenig ander aus, aber was RTL, Sat1, Pro7 etc. produziert ist weder informativ, noch hilft es jemandem der auch auswandern will, sondern nur seichte Unterhaltung für Leute die 24/7 vor der GLotze sitzten.
Gruss.

Dennis

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Re: Auswanderer für "Goodbye Deutschland" gesucht

Beitragvon Gast am Mi 9. Jul 2014, 17:58

Sfera72 hat geschrieben:Ich weiss das es 500€ sind...


Na dann... ;-)
Gast
 

Re: Auswanderer für "Goodbye Deutschland" gesucht

Beitragvon Gast am Mo 21. Jul 2014, 01:29

Mensch Rusty - warum so negativ.
Ich werde die Jacqueline mal fragen, ob sie nicht Lust haben mitzukommen, wenn ich Dich besuche :-)

Cheers
Skippy
Gast
 

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