Schrift kleiner Schrift normal Schrift größer
 

Camperwahl 5-köpfige Familie

Hier finden Sie die alten und archivierten Beiträge aus unserem Forum "Reiseziele, Reiserouten & Fahrzeuge"
Bitte beachten Sie unsere Forumsregeln!
Bitte beachten Sie, daß Sie auf archivierte Beiträge nicht mehr antworten können und auch keine neuen Beiträge im Archiv erstellen können!

Camperwahl 5-köpfige Familie

Beitragvon Gast am Mo 17. Jun 2013, 17:39

Hallo zuammen,

Wir sind eine fünfköpfige Familie (Kinder im Alter von 4, 6 und 8 Jahren) und werden von Anfang Anfang 2014 rund 10 Wochen in Australien verbringen.

Die Flüge sind gebucht (Ankunft Adelaide 9. März) und Rückflug Cairns 10. Mai) und nun gilt es die Camperwahl zu treffen. Welche Empfehlungen könnt ihr uns geben, welche Erfahrungen habt ihr gemacht, welche Modelle/Anbieter sind besonders empfehlenswert, welche z.Z. eher schlecht, etc.

Und sollten wir den Camper via Reisebüro oder direkt über das Internet buchen?

Vorab herzlichen Dank!


NB: Von Anfang Februar bis Anfang März sind wir in Neuseeland (Christchurch - Auckland) und für diese 4 / 5 Wochen stellen sich uns die selben Fragen.
Gast
 

Re: Camperwahl 5-köpfige Familie

Beitragvon theodor am Mo 17. Jun 2013, 23:31

Wenn Du ueber eine Reisebuero buchst, dann sehe ich als einzigen Effekt, dass Du noch eine weitere Partei in die Nahrungskette mit aufnimmst. Will sagen: Es wird teurer ;) Und alle eventuellen Probleme willst / musst Du sowieso in dieser Zeitzone regeln, da hilft Dir eine deutsche Festnetznummer wahrscheinlich nur wenig.

Ich bisher per Britz gemietet, das war problemlos. Bin aber 3 Koepfe weniger als Ihr.
theodor
Topnutzer
Topnutzer
 
Beiträge: 173
Registriert: 26.04.2013
Wohnort: Sydney

Re: Camperwahl 5-köpfige Familie

Beitragvon Gast am Di 18. Jun 2013, 05:50

Hallo,

zu deiner Frage welchen Camper ich dir Empfehlen könnte kann ich dir folgendes sagen:

Wir (2 Erwachsene 1 Kind 10J.) sind 2012 5 Wochen mit einem Britz Renegade gereist. Wir haben uns für dieses Modell aus folgenden Gründen entschieden:
Es haben 5 Personen in der Fahrerkabine Platz, was den Vorteil hat, das man immer alle im Blickfeld hat und immer alle angeschnallt sind. Des Weiteren ist in der Fahrerkabine eine Kühlbox mit Platz für Getränke Obst und ein paar Keksen,…

6 Schlafplätze wobei 2 Schlafplätze fix über der Fahrerkabine sind und die 4 anderen sind Sitz- bzw. Schlafplätze welche leicht umzubauen sind.
Er hat 2 Sitzecken was fein ist wenn man gemütlich essen möchte und der Nachwuchs malen, spielen oder sonst was machen möchte.
Es ist auch genügend Stauraum vorhanden.

Die Küche ist sehr gut ausgestattet, mit allem nötigen wie Besteck, Gläser, Töpfen, Pfannen, Toaster +Wasserkocher (240V), Plastikboxen, Salatschleuder,…. Wir haben uns nur ein ordentliches Messer und noch ein paar Plastikboxen gekauft.

Der Kühlschrank ist groß genug und im Notfall kann man auch mal schnell was eingefrieren.

„Bad“/WC,… naja wir haben das Bad bzw. WC nur im Notfall verwendet, nicht gerade sehr groß. Geduscht haben wir auf dem Campingplatz und wenn wir mal „Wild“ gecampt haben, dann ist das Duschen auch mal ausgefallen,…. Wie gesagt nicht gerade groß aber es reicht.

Des Weiteren ist eine Markise, 2 Kameras zum Rückwärtsfahren sind auch vorhanden, Automatik.

Was ich euch noch empfehlen könnte, ist der Kauf eines Gasgrillers bei Bunnings. Nix schöneres als am Abend mit der gesamten Familie zu grillen.




Solltest du noch Fragen haben, oder wenn du eine Adresse mit Ansprechpartner möchtest gib einfach Bescheid.

LG Joe
Zuletzt geändert von Gast am Mi 19. Jun 2013, 20:17, insgesamt 1-mal geändert.
Gast
 

Re: Camperwahl 5-köpfige Familie

Beitragvon Gast am Di 18. Jun 2013, 07:24

Ganz herzlichen Dank für die prompten Rückmeldungen!

Hat jemand in jüngerer Vergangenheit Erfahrungen mit dem MAUI PLATINUM RIVER gemacht? Wäre das eine gute Wahl?
Gast
 

Re: Camperwahl 5-köpfige Familie

Beitragvon Gast am Di 18. Jun 2013, 09:34

Moin Laedis,

Britz und Maui gehören gemeinsam zur THL-Gruppe, die gibt es in NZ und in OZ. Sie haben dieselben Vermietdepots und dasselbe Personal.
Maui heißen die Fahrzeuge, wenn sie relativ neu sind. Nach einer bestimmten Laufleistung oder einem bestimmten Alter kommen die "Maui"-Schriftzüge runter und "Britz" wird draufgeklebt - wenn sie noch älter sind, wird "Britz" durch "Backpacker" ersetzt.

Das Argument, bei Buchung über ein Reisebüro sei eine weitere Partei in der Nahrungskette, kann ich nicht nachvollziehen. Ebensowenig die Bemerkung mit der deutschen Telefonnummer. Ich bin seit 10 Jahren Reiseleiter u.a. in OZ und NZ, begleite dort vor Ort Wohnmobil-Reisegruppen und behaupte mal, mich einigermaßen auszukennen. Von daher würde ich immer über einen deutschen Veranstalter, sprich ein Reisebüro, buchen. Darüber bin ich in all den Jahren sehr gut gefahren, wenn es mal irgendwo hakte.

Du kannst Dir ja gern ein Internetangebot einholen, aber tue vor allem Dir den Gefallen, es mit dem Angebot eines renommierten, auf die Destinationen spezialisierten Veranstalters zu vergleichen. Lasse die 08/15-Malle-Reisebüros außer Acht, die haben i.d.R. keine Ahnung von Downunder. Spezialveranstalter findest Du auch hier in der Anbieter-Datenbank.
Dann wirst Du ganz schnell feststellen, dass der Preisunterschied auf einmal gar nicht so gravierend ist, denn die großen Veranstalter kaufen die Landleistungen, u.a. Mietwohnmobile, ein Jahr im voraus in großem Stil ein, weil sie dann entsprechend reduzierte Preisangebote erhalten. Achte darauf, dass Du exakt dasselbe vergleichst und nicht Äpfel mit Birnen!

Für mich der gravierendste Punkt: kaufst Du Deine Landleistungen bei einem hiesigen Veranstalter, gilt das deutsche Reiserecht. Gibt es Ärger, kannst Du Deinen Veranstalter hier in Deutschland verklagen. Suchst Du Dir alles im Internet zusammen, was mühselig und zeitaufwändig genug ist, kannst Du Dich bei Problemen über einen Korrespondenzanwalt und Dolmetscher vor Gericht in Auckland oder Sydney herumstreiten.
Ein weiterer Vorteil, sofern Du alles von hier bei einem Veranstalter buchst: er muss dafür sorgen, dass Du Deine gebuchten Leistungen auch erhalten kannst. Auf deutsch: verspätet sich ein Flug und Du verpasst Deinen Anschlussflug - nicht Dein Problem. Hast Du alles einzeln im Intenet gebucht, ist das Geld futsch. Gleiches gilt für das Wohnmobil: kommst Du, warum auch immer, nicht rechtzeitig an, musst Du trotzdem bezahlen. Denk nur mal an das Flugchaos nach dem Vulkanausbruch auf Island (ein weiterer Ausbruch dort ist im Übrigen längs überfällig!) - super, wenn Du dann irgendwo festhängst, Deine gebuchten Flüge nicht erreichen kannst, Du aber Dein Wohnmobil und alles andere trotzdem bezahlen musst. Gibt es Ärger mit Deinem Wohnmobil, kannst Du "zum Druck machen" auch Deinen Veranstalter mit ins Boot nehmen - da steigen mit Sicherheit Deine Erfolgsaussichten, als wenn Du allein am Kämpfen bist.

An Deiner Stelle würde ich mal Deine gesamten voraussichtlichen Reisekosten in Relation setzen zu der eventuellen "Ersparnis", sofern Du alles selbst mit den erwähnten Risiken behaftet buchen würdest - dann sieht es alles ganz schnell ganz anders aus.

Ciao!

André
Gast
 

Re: Camperwahl 5-köpfige Familie

Beitragvon theodor am Di 18. Jun 2013, 23:37

Ich persoenlich finde die Reiseveranstalter-Argumentation ein wenig konstruiert. Das liegt vermutlich vor allem daran, dass mir noch niemals etwas passiert ist, wo ich gedacht haette, dass mir jetzt ein Reisebuero besser geholfen haette, als ich es alleine haette machen koennen, und zum anderen daran, dass ich so Dinge wie "Reiserecht" und "Anwaltskosten" in diesem Zusammenhang eigentlich nur aus RTL-Shows kenne, aber mir sicher noch niemals vor einem Urlaub ueberlegt habe, ob mir Szenario A oder Szenario B die besseren Post-Urlaubs-Klagechancen ermoeglicht ;)

Aber klar: Man zahlt mehr - vermutlich viel mehr - und dafuer bekommt man auch dann auch mehr. Und in Anbetracht des anscheinend ueberfaelligen Vulkanausbruchs in Island ist dann vielleicht wirklich die bessere Wahl :D
theodor
Topnutzer
Topnutzer
 
Beiträge: 173
Registriert: 26.04.2013
Wohnort: Sydney

Re: Camperwahl 5-köpfige Familie

Beitragvon Gast am Mi 19. Jun 2013, 08:16

theodor hat geschrieben:Ich persoenlich finde die Reiseveranstalter-Argumentation ein wenig konstruiert. Das liegt vermutlich vor allem daran, dass mir noch niemals etwas passiert ist, wo ich gedacht haette, dass mir jetzt ein Reisebuero besser geholfen haette, als ich es alleine haette machen koennen, und zum anderen daran, dass ich so Dinge wie "Reiserecht" und "Anwaltskosten" in diesem Zusammenhang eigentlich nur aus RTL-Shows kenne, aber mir sicher noch niemals vor einem Urlaub ueberlegt habe, ob mir Szenario A oder Szenario B die besseren Post-Urlaubs-Klagechancen ermoeglicht ;)

Aber klar: Man zahlt mehr - vermutlich viel mehr - und dafuer bekommt man auch dann auch mehr. Und in Anbetracht des anscheinend ueberfaelligen Vulkanausbruchs in Island ist dann vielleicht wirklich die bessere Wahl :D




Moin Theodor,

ich antworte hier jetzt nur, weil ich nicht den von Dir vermittelten Eindruck stehen lassen möchte, ich sei einer dieser "Klage-Hansel": also solche Spacken, die im Urlaub lauter Beweise sammeln, um im Nachhinein Kohle einklagen zu können.

Du kannst mir glauben, dass ich in den letzten 10 Jahren in der Reisebranche schon so einiges erlebt habe. Darunter auch Dinge, weswegen jeder normale Reisende die Erfolgsaussichten einer Klage zumindest in Erwägung gezogen hätte. Schau hier auf dieser Seite mal einige Beiträge der letzten Monate oder gar Jahre durch: dann weißt Du, was ich meine!
Das hat weder mit "RTL-Shows" oder anderen Sendungen dieser privaten Dumpfbacken-TV-Sender zu tun. Wer sich freiwillig so einen Schwachsinn anschaut, ist in meinen Augen eh gehirnamputiert.

Woher Deine Vermutung stammt, bei einem renommierten Reisespezialveranstalter "vermutlich viel mehr" für eine Reise zu bezahlen, die für die meisten von Euch eine einmalige Traumreise sein dürfte (ich selbst war inzwischen weit über 30x in Australien), ist mir nicht bekannt. Ich vermute eher, dass Du gar nicht, wie in meinem vorherigen Posting vorgeschlagen, konkret Preise verglichen hast bzw. ansonsten aber jemandem auf den Leim gegangen bist. Wenn Du meinen letzten Beitrag nochmal konzentriert lesen würdest, könntest Du feststellen, dass ich nichts gegen Einzelbuchungen im Internet oder sonstwo habe, sondern nur dazu aufgefordert habe, sich alternativ ein Veranstalterangebot einzuholen und dann explizit zu vergleichen. Dagegen spricht überhaupt nichts, ganz im Gegenteil. Dann kann man sich immer noch entscheiden, ob man für eine wahrscheinlich ganz besondere Urlaubsreise bereit ist, u.U. einen im Verhältnis zum Gesamtreisepreis lächerlichen Mehrpreis zu bezahlen oder aber mit den erwähnten Risiken gut leben kann. You get what you pay for...

Deine ironische Island-Bemerkung tut nichts zur Sache. Der Vulkanausbruch ist nur ein Beispiel, was mir spontan einfiel, weil eine Bekannte von mir damals vom Eyjafallajökull-Ausbruch betroffen war, erst mit 3 Wochen Verspätung weiterreisen konnte und auf ihren Kosten hängen blieb. Es gibt noch diverse andere Gründe, warum Flüge ausfallen können oder enorm verspätet sind - als Vielflieger kann ich da ein Lied von singen. Du wirst sicher soviel Fantasie haben, dass auch Dir dazu was einfallen wird.

Ciao!

André
Gast
 

Re: Camperwahl 5-köpfige Familie

Beitragvon Gast am Mi 19. Jun 2013, 10:08

Hi,

da muss ich mal Andre zur Seite springen. Bei Recherchen insbesondere zu Australienreisen mit Mietwagen ist mir aufgefallen, dass bei gleichen Rahmenbedingungen ein Gesamtpaket bei einem deutschen Veranstalter sogar preiswerter war als die Buchung der Einzelkomponenten.

Es braucht nicht einmal ein Vulkan, es reicht ein kleiner Schaden am Flugzeug, was eine erhebliche Verspätung bedeuten kann, der alle Buchungen durcheinander bringen kann.

Gruß
Dieter
Gast
 

Re: Camperwahl 5-köpfige Familie

Beitragvon Cradle am Mi 19. Jun 2013, 13:28

Ich springe da auch Andre zur Seite. Am einfachsten ist es immer, man vergleicht die Packages im Internet mit denen des deutschen Reisebüros und ermittelt den fiktiven Wechselkurs des deutschen Reisebüros zum AUD. Für die Flüge (z.B.Gabelflug mit Inlandsflügen) und Grundpackages würde ich immer ein hiesiges Reisebüro wählen, das empfehlen ja auch große Tour Operator in OZ, für individuelle specials zwischendrin stellt sich nur die Frage nach Wechselkurs und Stornobedingungen. Z.B. trägt man bei Hotels mit Storno bis 24 Stunden vorher kaum ein Risiko, nur das Wechselkursrisiko dann bei Zahlung.
Das gilt bei Kreuzfahrten in Down Under genauso, möglichst auch bei individueller An-und Abreise nur einen Vertragspartner bei Stornierung z.B. aus Gesundheitsgründen.
Cradle
Topnutzer
Topnutzer
 
Beiträge: 211
Registriert: 08.12.2011

Re: Camperwahl 5-köpfige Familie

Beitragvon VIC am Mi 19. Jun 2013, 13:40

Hi,
Ich habe auch einmal ein Camper von Maui bei einem grossen Reiseunternehmen in der Schweiz ca. 20% günstiger erhalten als der Listenpreis bei Maui direkt.
Die grösseren Reiseunternehmen haben in der Regel bei den Vermietern andere Preise ausgehandelt.
Gruss
Vic
VIC
Insider
Insider
 
Beiträge: 58
Registriert: 05.04.2002
Wohnort: Riehen, Schweiz

Nächste

Zurück zu Reiseziele, Reiserouten & Fahrzeuge (Archiv)

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 13 Gäste