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Erfahrungen mit Toyota Bushcamper und Alternativen

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Erfahrungen mit Toyota Bushcamper und Alternativen

Beitragvon Gast am Mi 2. Apr 2014, 11:44

Hallo!

Wir wollen zu dritt (ich, mein Mann, unsere 6jährige Tochter) im Juni in Brisbane einen 4WD Camper kaufen und ein Jahr durch Australien reisen (sind das erste Mal in Australien). Ich habe mir die Fahrzeugmodelle angesehen, die für 3 Personen in Frage kommen. Ich fände es gut, wenn es möglich ist im Auto zu schlafen und man nicht zwangsläufig ein Zelt aufstellen muss. Mich interessiert ob jemand Erfahrungen mit dem Hitop Bushcamper Modell hat - es kommt mir doch sehr eng unter dem Dach vor und ich frage mich, ob man da wirklich für 1 Jahr vernünftig schlafen kann (mein Mann ist zudem recht groß im Sinne von lang) - oder ob doch andere Modelle für so eine längere Reise passender sind wie der Toyota Hilux. Gibt es weitere Alternativen, ähnliche Modelle anderer Hersteller etc. oder läuft es bei 4WD Campern immer auf Toyota hinaus?

Habt ihr außerdem Erfahrungen ob es eher viel Angebot im Bereich Toyota Bushcamper oder Hilux gibt, oder ob die eher selten zu finden sind (hab schon ein bißchen in Börsen recherchiert, es gibt da je nach Gegend so 4-5 Fahrzeuge, weiß aber nicht wie hoch die Nachfrage auf der anderen Seite ist). Falls ihr auch mal ein ähnliches Gefährt hattet - wie lange habt ihr gebraucht, um Eurer Fahrzeug vor Ort zu kaufen?
Bin für alle Hinweise dankbar, da dies das erste Mal Autokauf im Ausland für uns ist. Danke und herliche Grüsse, Kerstin :)
Gast
 

Re: Erfahrungen mit Toyota Bushcamper und Alternativen

Beitragvon ELL2829 am Mi 2. Apr 2014, 17:22

Hi Kerstin,

zum Kaufen kann ich Dir keine Auskunft geben, wohl aber zum Platzangebot in einem Britz Bushcamper mit festem Hochdach.

Zusammen mit einem Freund war ich 2012 drei Wochen in einem solchen unterwegs. Mein Freund hat oben geschlafen und ich unten. Unsere Taschen haben wir auch oben gelagert. Der Platz war ausreichend. Wir sind beide 190 cm lang. Allerdings würde ich es mir überlegen ob ich ein ganzes Jahr zu dritt in ihm "wohnen" würde. Es gibt für keinen eine Rückzugsmöglichkeit und auch Eure Tochter möchte bestimmt mal alleine sein. Ich würde zumindest ein Zelt mit selbstaufblasender Luftmatratze mitnehmen und diese je nach Gegebenheit nutzen. Der Raum im Auto ist doch sehr beengt.
Als Auto, wenn es denn ein Allrad sein soll, kommt Ihr an Toyota fast nicht vorbei. Möglich wäre auch ein "normaler" Toyota mit einem Dachzelt. In ihm kann man auf den längeren Strecken bequem sitzen und mal ein Nickerchen machen. Zu dritt vorne im Bushcamper ist es nicht gerade bequem und hinten durfte man 2012 während der Fahrt nicht sitzen (kein Gurt). Bedenken solltet Ihr, dass die Kleine beschäftigt werden muss. Rote Erde, grüne Büsche und blauer Himmel mit weißen Wolken finden die Kinder nach drei Stunden langweilig, auch wenn wir Eltern uns dafür begeistern. 2011 haben unsere drei die meiste Zeit mit ihren Nintendos verbracht, während wir die Ortsänderungen vorgenommen haben.

Rusty verkauft im Auftrag ein Hymermobil, zu finden bei Gumtree.com.au , und hilft bestimmt gerne weiter. Allerdings steht das Auto in Perth.

Viel Erfolg und Spaß in Downunder

Peter
nach Australien ist vor Australien
ELL2829
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Re: Erfahrungen mit Toyota Bushcamper und Alternativen

Beitragvon Sfera72 am Do 3. Apr 2014, 07:13

Hallo Kerstin.

Ich war mit meiner Freundin 3 Monate in Australien unterwegs. 7 Wochen davon hatten wir einen Pop Top. Dort kann man das Dach, wie bei den Westfalia Bullis, hochklappen. Es hat mehr Platz oben zum Schlafen und ist unterwegs gut, da nicht so hoch. Zu Zweit konnten wir gut schlafen (1.35 x 1.90). Ich selber bin 1.87. Unten könnte dann noch jemand schlafen. Allerdings wird es dann sehr eng was das Gepäck angeht und auch beim Fahren ist es vorne sehr eng.

Ich würde evtl. Etwas wie die Apollo Adventure Camper (Toyota Hilux) ansehen, die gibt es auch mit Doppelkabine. Das dürfte viel entspannter sein und der ist auch Gelände tauglich. Allerdings weiss ich nicht ob man die auch kaufen kann oder ob die nur Apollo hat.
Gruss.

Dennis

Okt-Nov. 2012 (Perth-GRR- Tanami- Alice + Cairns-Sydney-Flinders-GOR- Melbourne):
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Re: Erfahrungen mit Toyota Bushcamper und Alternativen

Beitragvon Rusty am Do 3. Apr 2014, 14:59

Kerstin,

tolle Idee,ein Jahr in Oz und on the road zu verbringen.Das wird Euch fuer den Rest des Lebens unvergesslich bleiben.

Leider stand nicht drin um welche Zeit ihr beginnen wollt.Macht aber nichts,wir haben hier alle Klimazonen zu bieten.
Persoenlich bin ich ein bisschen skeptisch,ob ein 6 jaehriges Maedchen gerne dahin will,wo zu ein 4WD noetig ist.
Da sind dann meistens aussie grey nomads oder overseas dipnok touris unterwegs (doubble income professionals,no kids).
Die haben andere Gepraechsthemen und Interessen.

Kinder sind meist lieber dort,wo auch andere Kinder sind und schliessen sehr schnell Kontakte und das geht dann sehr rasch auf die Eltern ueber. Im Outback verbringt man,auf Grund der sehr,sehr grossen Entfernungen viel Zeit im Auto,geht schon mal,aber oefters wuerde ich es mit einer sechs jaehrigen nicht machen.Unserer war damals 9 bis 16 Monate alt und mehr an der Mutterbrust interessiert als an anderen Dingen. Wenn ihr allein auf der HWY No.One einmal Australien umrundet,fahrt ihr schon einmal mit kleinen Abstechern ca.25 000 km.
Dazu braucht man keinen 4WD,aber Zeit,denn ihr werdet,je nach Englischkenntnissen viele Leute kennenlernen.Australier sind,im Gegensatz zu manchen Mitteleuropaern sehr kinderlieb,das werdet Ihr sehr schnell merken. Freunde gewinnt man nur wenn man Zeit mit anderen Menschen verbringt,beim km abspulen ist das meist nicht der Fall.

Fahrzeugkauf laesst sich von D,CH oder A aus anleiern.Es hilft wenn man weiss was man will,ggf.in WA startet und von dort evtl.auch heimkehrt,spart schon mal an Flugzeit und Kosten und auch ein gesundes Budget zur Verfuegung hat.Kontakte und Adressen helfen immer,ihr werdet dass merken wenn ihr dann von einem Staat zu anderen fahrt und dort schon einmal bei Freunden,von Freunden,ueber deren Bekannte und dessen Onkel usw. eine Tel.Nr erhalten habt. Vergesst nicht einen Sticker von Eurer Heimatstadt und einen Nationalsticker,wiederum D,CH oder A mitzubringen und hinten auf die Kiste zu kleben. Wenn ich hier jemand auf einem Parkplatz mit derartigem stehen sehe,quatsch ich sie auch an und gar manches Wohnmobil stand bei uns ueber nacht im Garten.Rate mal wo die dann beim essen waren.
Fahrzeuge findet Ihr in Gumtree oder www.carsales.com.au und es gibt noch etliche andere websites.
Wuerde mir den 4WD ersparen und dafuer lieber ein etwas groesseres Fahrzeug zulegen.
Ist mir klar,nicht wirklich cool das so zu machen,aber ich bin halt kein Besucher,sondern lebe schon lange in Australien und habe die Umrundung und viele lange Trips schon hinter mir.

Viel Spass bei der Planung,die meist recht interessant ist.

Servus
Rusty
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Re: Erfahrungen mit Toyota Bushcamper und Alternativen

Beitragvon mv am Do 3. Apr 2014, 15:00

Hallo Kerstin,

meine Frau und ich sind ein Jahr mit einem Bushcamper (also die Variante mit Hardtop) gereist. Wir haben unten geschlafen, was relativ eng war, aber es ging. (Man liebt sich ja. :-)) Ich bin 1,90 m. Oben fanden wir es nicht verlockend und umständlich (Gepäck und Matratzen hin und her räumen.)

Mit unseren beiden Kindern (4/6 J. bzw. 10/12 J:) sind wir zweimal in Australien gewesen - einmal mit einem Toyota 4WD Station Wagon (http://www.travelcarcentre.de/de/mietwagen-4x4-sationwagon), einmal mit einem 4WD Hilux (http://www.travelcarcentre.de/de/mietwagen-4x4-hilux), beides Mal vom Travel Car Center aus Sydney.

Station Wagon:
- 5 Sitzplätze
- Kühlschrank (wichtig!) im Kofferraum
- relativ wenig Stauraum im Kofferraum und auf dem Dach
- wir hatten ein separates, großzügig dimensioniertes Bodenzelt in A,uUstralien gekauft, dort haben wir geschlafen

Hilux:
- 5 Sitzplätze (Doppelkabine)
- komplextte Kochzeile und Kühlschrank
- großer Stauraum
- Dachzelt für zwei Personen (Auf-/Abbau geht relativ flott), vielleicht passt auch eine Sechsjährige mit rein (kommt drauf an, wie eng ihr es mögt). Man kann ein Vorzelt anbauen, wo nochmals bis zu zwei Personen Platz finden. Die Zugänglichkeit des Fahrzeugs ist dadurch aber eingeschränkt. Wir hatten zusätzlich wieder ein Bodenzelt.

Bei diesen beiden Varianten würde ich immer den Hilux (in dieser Ausbauform) vorziehen. Reichweite mit den Tanks ist bei Hilux und Station Wagon übrigens identisch bzw. der Hilux schneidet sogar besser ab.

Und dann gibt es eben noch den von Sfera72 erwähnten Apollo Adventure Camper (auch mit Doppelkabine; mit "Womo"-Aufbau). Damit habe ich keine praktischen Erfahrungen, bin nur schon auf einer Messe drin gewesen.

Um den Toyota als Basisfahrzeug kommt man kaum herum, wenn man ein 4WD "Wohnmobil" möchte. Andere Fahrzeugtypen wären Glückssache, wenn ihr sie findet, fürchte ich. Und eventuell auch deutlich teurer.

Michael
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Re: Erfahrungen mit Toyota Bushcamper und Alternativen

Beitragvon Gast am Mo 7. Apr 2014, 03:55

Hi Kerstin,
tolle Idee,sind wir in Australien gewesen - einmal mit einem family hightop campervan (http://www.campermanaustralia.com/5-ber ... campervan/ ), beides Mal vom campervan hire melbourne.
Gast
 

Re: Erfahrungen mit Toyota Bushcamper und Alternativen

Beitragvon Gast am Fr 11. Apr 2014, 16:44

Danke Euch für die ausführlichen Antworten! Das hat mir bei meiner Entscheidung weitergeholfen ;) Wir haben und für einen Toyota Hilux Camper 4x4 mit einer Sitzreihe vorne entschieden, in der Mitte kann eine Befestigung für einen Booster Seat mit Harness nachgerüstet werden, da wir ja nur zu dritt sind ist das möglich. Vielleicht auch interessant für andere 3er Familien mit 1 Kind zw. 4-7 Jahren. Ab Mitte Juni werden wirs in der Praxis testen.

Also, Danke und viele Grüsse! Kerstin :D
Gast
 

Re: Erfahrungen mit Toyota Bushcamper und Alternativen

Beitragvon Fritz am Sa 12. Apr 2014, 12:25

Hallo,

auch wenn die Entscheidung offensichtlich gefallen ist, ich gebe auch einen Kommentar ab.

Einigen Hinweisen von "zu eng für ein Jahr, zu wenig Rückzugsraum" kann ich mich nur anschließen. Für zwei oder drei Tage schlechtes Wetter, dann kommt der Koller in der kleinen Kiste.

Ihr wollt ein 4x4 Fahrzeug, mag oder wird schon sinnvoll sein für vielleicht 10 % der Strecke, den Rest fahrt ihr auf "normalen" Straßen. Die 10 % will man dann nicht missen, gelten ja auch als das große Abenteuer.

Ein Freund von mir hat für einen Aufenthalt von 6 Monaten mal einen 4x4 gekauft und dann noch einen Wohnwagen dazu, den dann wo man ihn nicht mitnehmen kann stehen lassen und halt einige Tage ohne den Anhänger Urlaub im Zelt gemacht. So zum Beispiel die GR komplett gefahren, aber von beiden Seiten jeweils ein Stück für einige Tage. Er fand diese Kombination gut.
Es gibt auch Wohnwagen oder klappbare Anhänger die für Pisten geeignet sind, die Ausis haben das sehr oft, vor allem die klappbaren Anhänger.

Ich selber habe ein 4x4 WoMo 2x verschifft für Langzeiturlaube, halte das immer noch für eine gute Möglichkeit (wenn man so ein WoMo zu Hause hat, auch wenn es kein 4x4 ist).


Gruß

Fritz
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Re: Erfahrungen mit Toyota Bushcamper und Alternativen

Beitragvon Gast am Fr 18. Apr 2014, 16:19

Hallo Fritz

Es ist zwar nicht das Thema wie oben geführt.
Du hast schon 2 x das Womo nach Australien verschifft. Wir planen das auch, aber erst in ca. zwei Jahren.
Hast Du uns noch einige wertvolle Tipps dazu?

Gruss René
Gast
 

Re: Erfahrungen mit Toyota Bushcamper und Alternativen

Beitragvon Gast am Di 29. Apr 2014, 07:23

miaausdemwald hat geschrieben:Wir haben und für einen Toyota Hilux Camper 4x4 mit einer Sitzreihe vorne entschieden, in der Mitte kann eine Befestigung für einen Booster Seat mit Harness nachgerüstet werden, da wir ja nur zu dritt sind ist das möglich.
Super Entscheidung. Wir waren mit so einem zu viert unterwegs und würden den sofort wieder nehmen.

Fritz hat geschrieben:Einigen Hinweisen von "zu eng für ein Jahr, zu wenig Rückzugsraum" kann ich mich nur anschließen. Für zwei oder drei Tage schlechtes Wetter, dann kommt der Koller in der kleinen Kiste.
Das kommt darauf an, an was man sich gewöhnt ist uns was für Ansprüche man hat. Ich würde nie ein WoMo nehmen, da ich den vielen Platz nicht brauche und es nur mühsamer zum fahren ist.

Felix
Gast
 

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