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Reisebericht Western Australia im Oktober und November 2016

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Reisebericht Western Australia im Oktober und November 2016

Beitragvon Der Schreier am Mi 28. Dez 2016, 16:03

Allgemeines

Nachfolgend der Bericht unseres 5. Australienurlaubs vom 14.10.16 bis 06.11.16. Bereits vor vier Monaten hatte ich HIER unsere Tour vorgestellt. Nachdem wir bereits im Jahr 2006 WA bereist hatten, wollten wir unsere Highlights noch einmal sehen und ergänzten die Tour durch einen Kurztrip in den Südwesten. Alle Segmente des Urlaubs habe ich ausnahmslos selbst im Internet gebucht. In Summe waren das zwei Mietwagen, fünf Flüge und acht Hotels. Die Buchungen waren, bis auf den Mietwagen in Broome (s. u.), problemlos möglich. Hier in chronologischer Form der Reisebericht.

Broome und Cape Leveque

Nach ca. 16 Stunden Flugzeit landete der Emirates Airbus A380 pünktlich kurz vor ein Uhr nachts in Perth. Da wir das einzige ankommende Flugzeug um diese Zeit waren, wir als erste am Einreiseschalter standen und das Gepäck sofort kam, lagen wir bereits um 02:15 Uhr in den Betten des International on the Water Hotels welches in der Nähe des Airports liegt. Morgens ging es mit Virgin Australia weiter nach Broome. Dort nahmen wir den gebuchten Pajero in Empfang. Da mittels Internet-Portalen und Homepages keine One-Way-Buchung eines Geländewagens von Broome nach Exmouth möglich war, startete ich Anfang des Jahres Anfragen an die verschiedenen Niederlassungen in Broome. Bei Budget wurde ich fündig, Mittels deren Company (Busby Investments) gelang die nicht ganz billige aber im Nachgang völlig unkomplizierte One-Way-Miete. Am 16.10. nachmittags konnten wir somit für drei Nächte einen Pearlers-Bungalow im Cable-Beach-Club beziehen. Der Cable-Beach-Club erwies sich dabei als eines der besten Hotels unserer Tour. Die Lage ist traumhaft und das Hotel ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Viel Wasser kombiniert mit viel Grün entführt einen in eine andere Welt. So ist zum Beispiel der nur für Erwachsene vorgesehene Ocean Pool eine tolle Idee. Die Kids bevölkern den Hauptpool und haben dort ihren Spaß, während man am Ocean Pool seine Ruhe haben kann und einen gepflegten Cocktail trinken kann. Abends kommen die Wallabies hervor und bevölkern den Garten. Ein toller Platz für den Sonnenuntergang. ist abends die Bar. In den folgenden Tagen erkundeten wir Broome, waren zweimal am Gantheaume Point, versuchten bei Matsos irgendein Bier zu finden, was uns schmecken würde (was wir nicht schafften) und machten einen Sunset-Kamelritt. Für das Auto wollten wir noch irgendwas zum Kühlen für unterwegs haben. Nachdem wir alle Möglichkeiten abgecheckt hatten, angefangen beim 700 AUD teuren Kühlschrank mit 12V-Anschluß, entschieden wir uns für eine faltbare Kühltasche von Coles für 15 AUD in Verbindung mit vier Kühlakkus. Das war ein weiser Entschluß, da für jeweils einen Tag Kälte diese Tasche völlig ausreichte. Die Kühlakkus haben wir am Schluß im Land gelassen, während die Tasche jetzt hier auf weitere Verwendung wartet.

Am vierten Tag (19.10.) ging es dann nach Kooljaman am Cape Leveque. Der erste Teil der Strecke ist eine halbwegs gute Sandpiste, der Rest ist asphaltiert. Über das Kap und Kooljaman muß man glaube ich nicht viele Worte verlieren. Eine Wahnsinnslocation, gutes Essen und ein schönes „Zimmer“ (Deluxe-Safari-Tent). Den freien Tag haben wir dort am Strand verbracht.

Am 21.10. stand die Rückfahrt nach Broome und weiter nach Eco-Beach auf dem Programm. In Broome gingen wir noch kurz einkaufen, um abends Eco-Beach bzw. das zugehörige Hotel zu erreichen. Hier ist ein Luxushotel im Nirgendwo entstanden, dem leider irgendwie die Seele und ordnende Hand fehlt. Der Strand und die Umgebung sind toll, aber in vielen Punkten wirkt das Geschehen wie gewollt, aber nicht gekonnt. Einen vollen Tag haben wir hier bzw. in einer Ocean-Front-Villa verbracht, um am 23.10. die längste Etappe unseres Urlaubs in Angriff zu nehmen. Die 880 km bis zum Karijini-Eco-Retreat schafften wir in ca. 9 Stunden mit genau zwei Stops im Pardoo- und Auski-RH zum Tanken, Fahrerwechseln und kurzen Snacken. Pünktlich gegen 18:00 Uhr kamen wir im Hotel an, gerade rechtzeitig, um nach dem Einchecken und einer Dusche noch etwas zum Essen zu bekommen.

Karijini NP

Das Hotel bzw. das gebuchte Deluxe-Eco-Tent fanden wir toll. Das Open-Air-Bad wurde mit Fröschen, Ameisen und zeitweise Mosquitos geteilt. Die Unterkunft besteht aus einem vollwertigen Bett, einem Campingkleiderschrank, einem Stuhl, einer Truhe und zwei Nachttischen zusammen mit einer Leuchtstoffröhre. Das sind die Annehmlichkeiten des Deluxe Eco Tents. Dazu gibt es eine kleine Terrasse. Alle vier Zeltseiten können geöffnet werden und nur noch der Mückenschutz liegt vor der Wildnis. Abends kam ab und an ein Känguruh vorbei, die Little Corellas drehten tagsüber krächzend die Runden über das Gelände und um vier Uhr morgens wurde man von dem Ruf des Pied Butcherbirds geweckt. Toll! Der Service seitens der Angestellten und des Managers war super. Einige Kleinigkeiten wurden ermöglicht, z. B. die nächtliche Kühlakkuaufbewahrung im Eisschrank der Küche und das Essen (Breakfast + Dinner) war ebenfalls sehr gut. Insgesamt waren wir dort drei Nächte. Am ersten Tag machten wir zunächst morgens den kurzen Walk von unserem Zelt zur Joffre Gorge. Danach stand die Kalamina Gorge auf dem Programm, um gegen Mittag nach Dales hinabzusteigen. Über die Fortescue Falls wanderten wir am Schluchtboden bis zum Circular Pool und zurück. Zum Abschluß gab es ein Bad bei den Fortescue Falls. Der Besuch des Visitor Center rundete den Tag ab. Da der Banjima Drive in einem ziemlich schlechten Zustand war, fuhren wir „außen rum“ über Asphalt zurück. Am zweiten Tag stand der Oxer Lookout mit seinen Schluchten auf dem Programm. In Weano schafften wir es ohne Problem bis in den Handrail Pool, während in Hancock kurz vor dem Kermits Pool Schluß war, da nur noch Schwimmen möglich war und wir nicht ohne Kamera weiter wollten. Ich bin dann alleine bis zum Amphitheater geschwommen, aber den Spider Walk habe ich mir nicht mehr angetan. So waren wir relativ früh wieder im Retreat zurück und sind dort noch etwas auf Vogelpirsch gegangen,

Am 26.10. stand mit Karijini NP – Exmouth die letzte Etappe auf dem Programm. Eigentlich wollten wir noch eine Minentour machen, da aber die Tagebaubesichtigung erst für 13:45 Uhr angesetzt war, konnten wir leider nicht teilnehmen, schade... Nach einem kurzen Stop in Tom Price ging es über den Nameless-Valley-Drive zur Wittenom-Nanutarra-Road, die auf den ersten 50 km noch ungeteert ist. Diese Gravelroad war super ausgebaut und erlaubte Geschwindigkeiten bis 110 km/h. Leider steht die Geschwindigkeit auch im direkten Zusammenhang mit der Gefahr eines Reifenschadens...unmittelbar auf der Asphaltstraße fing der Wagen plötzlich an zu schaukeln wie ein Kamel. Ein kurzer Rundumblick zeigte warum, der rechte Hinterreifen war platt. Also anhalten, alle Koffer raus, den Reservereifen abfriemeln (das hatten wir uns schon beim Vermieter zeigen lassen) und loslegen. Glücklicherweise waren hinter uns zwei weitere (ursprünglich aus Deutschland stammende) Pärchen, die wir schon im Nationalpark getroffen hatten. Mit drei Leuten hatten wir den Reifen in 15 Minuten gewechselt, so daß es recht schnell wieder weiterging. In diesem Moment, da noch 500 km vor uns lagen, merkt man, daß zwei Reservereifen gar nicht so verkehrt sind. Abends, kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir Exmouth und das Novotel Ningaloo.

Exmouth

Bei diesem Hotel paßte fast alles. Der Service, insbesondere am Frontdesk, war perfekt, die Hotelanlage ist überschaubar und ansprechend gestaltet, das Essen war sehr gut und das Zimmer, hier der 2 Bedroom-Bungalow, war geschmackvoll und praktisch eingerichtet. Lediglich der Strand direkt am Hotel ist nicht wie ein Traumstrand ausgebildet. Aber man kann ja in den Nationalpark fahren, was wir an den zwei zur Verfügung stehenden Tagen auch gemacht haben. Ziel war jedesmal die Turquoise Bay, wo wir geschnorchelt sind und am Strand lagen. Die Sicht im Wasser war eher mäßig, da viele Schwebstoffe und viel Sand unterwegs war. Auch wenn es in der Literatur oft anders dargestellt wird, schneidet unserer Meinung nach das Ningaloo bezüglich der Unterwasserwelt im Vergleich zum GBR eindeutig schlechter ab. Der Fischreichtum war gut und es gab die üblichen Verdächtigen (Rochen, Drückerfische, Papageienfische, Clownfische etc.) zu sehen. Unmittelbar am Ufer in einem Seegrasfeld waren immer Schildkröten erschnorchelbar, einmal sogar drei gleichzeitig. Das Tauchen habe ich mir geschenkt, da ich leicht erkältet war, der Top-Spot „Navy-Pier“ noch geschlossen war und die einzige Tauchtour zu den Murion Island ging, was mir nicht unbedingt gefallen hat. An der Straße im NP gab es ab dem Nachmittag u. a. Euros, rote Riesenkänguruhs, Schnabeligel, Emus, Dingos und viele Galahs zu sehen. Abends haben wir in Exmouth den BBQ-Father unsicher gemacht. Salvatore aus Ancona hat hier ein tolles Restaurant aufgebaut. Zur Auswahl gibt es entweder Fleisch oder Fleisch oder Fleisch, alles aus dem Smoker oder italienische Kost wie Pizza und Pasta (und italienisches Eis) ...und das mit einer umwerfenden Qualität. Der Chef hat den Laden im Griff und alle Mitarbeiter fliegen nur so um ihn herum. Das macht Spaß zuzusehen.

Denmark und der Südwesten

Der 29.10. bedeutete Abschiednehmen vom warmen Norden. Mittags flogen wir mit Qantas von Learmonth nach Perth. Gegen 16:30 Uhr kamen wir mit dem Mietwagen (Renault SUV) am Flughafen los, Jetzt kam der Teil der Tour, der mir vorab am meisten Kopfzerbrechen bereitete: 410 km nach Denmark, durch die Einsamkeit und durch die völlige Finsternis über den berüchtigten Albany-Highway. Obwohl wir es überlebt haben empfehlen wir kein Nachahmen dieser Tour! Lagen direkt hinter Perth noch viele tote Känguruhs links und rechts neben der Straße, hörte dieser Sachverhalt wenig später vollkommen auf. Bis kurz vor Denmark fehlten sowohl die Warnschilder als auch die toten (und lebenden) Känguruhs. In Denmark angekommen gab es zwei Probleme: erstens war es extrem kalt (6°C) und wir liefen nur mit kurzen Hosen und T-Shirts herum und zweitens gab es gegen 20:30 Uhr im ganzen Ort nichts mehr zu essen. Selbst das Pub wollte für uns nicht mehr die Küche aufmachen. Ein Gast gab den Tip, daß die Caltex-Station mit Take-Away vielleicht noch geöffnet sein könnte, wir sollten uns aber beeilen. Dort waren sie über uns späte Gäste not amused, aber wir bekamen mit einem Murren tatsächlich noch etwas Warmes: Fish-and-Chips stilgerecht von der Tankstelle – das ist das wahre Australien!

Die Unterkunft für drei Nächte war ein Bungalow (Tao) des Aiyana Retreats. Dieses sehr empfehlenswerte „Hotel“ besteht aus nur drei Bungalows und wird von einem aus der Schweiz bzw. Griechenland ausgewanderten Pärchen betrieben. Der Bungalow ist mit vielen Annehmlichkeiten ausgestattet und mit Detailliebe eingerichtet. Morgens tauchten unmittelbar vor dem Schlafzimmerfenster Känguruhs auf und auch anderes Getier (Blauzungenskink, viele Vögel...) fand sich im großen Garten ein. Witterungsbedingt haben wir uns allerdings am meisten über den Gaskamin gefreut, der innerhalb kürzester Zeit die Wohnung anheizte. In Denmark standen uns nun zwei volle Tage zur Verfügung. Zuerst haben wir etwas den Ort erkundet, sind die Ocean-Beach-Road bis zum Ende gefahren und liefen etwas im William Bay NP herum (Greens-Pool, Elephant-Rock and –Pools). Zum Abschluß landeten wir im Torndirrup NP. Dort faszinierte uns insbesondere The Gap. Auf dem Gitterrost stehend, hätten wir stundenlang dem wilden Meer zusehen können. Natural Bridge und die Blowholes rundeten den Tag ab, denn langsam wurde es bereits dunkel. Der Folgetag (31.10.) war wettertechnisch etwas besser als der Vortag, denn er brachte nur noch sehr wenig Regen. Auf dem Programm standen die Küstenzugänge Richtung Walpole und der Walpole-Nornalup NP. Die Küste war relativ schnell abgehakt, da Orte wie Peaceful Bay inkl. der zugehörigen Strände nicht sonderlich attraktiv waren. Lediglich der Bereich um Conspicuous-Cliff bot ein tolles Panorama. Folglich fuhren wir zum Treetop-Walk und bestaunten dort die Bäume. Ebenso sehenswert war die Hilltop-Road mit dem Giant-Tingle-Tree. Auf dem Rückweg zum Auto meinte ein Kookaburra seinen „Gesang“ zu beginnen, was ein tolles Erlebnis war. Der Knoll-Drive war dagegen eher unscheinbar und unspektakulär. Eine eßtechnisch empfehlenswerte und sehenswerte Location in Denmark ist die „Boston Brewery and Willoughby Park Winery“, aber auch das das Denmark-Hotel bietet gutes Essen in einem authentischen Pub. Als Fazit hat sich für uns diese viertägige „Gewalttour“ in den Südwesten auf jeden Fall gelohnt, auch wenn wir uns das Wetter anders vorgestellt hatten. Insbesondere die vielen Tiere haben uns begeistert, auch wenn wir diesmal leider wieder keine Schlage gesehen haben (insgesamt hatten wir in fünf Australienurlauben genau drei Schlangensichtungen). Subjektiv bzw. gefühlt gab es im Südwesten viel mehr Getier zu sehen als im Norden von WA.

Fremantle und umzu

Der November begann mit Sonnenschein und unserer Abreise in Denmark. Über Walpole und Pemberton erreichten wir kurz nach Mittag Margaret River. Der Ort selber ist nicht unbedingt attraktiv, aber für einen Burger im „Pub“ reichte er aus. Danach fuhren wir Richtung Küste und schauten in Yallingup und Dunsborough am Strand vorbei. Beides ganz nett. Über Busselton, wo jede Menge Känguruhs an der Umgehungsstraße grasten und Bunbury erreichten wir gegen 21 Uhr Fremantle und unser Hotel, das Be.Fremantle. Das Hotel bzw. diese Appartements sind aufgrund ihrer Lage am Jachthafen absolut zu empfehlen. Esstechnisch hat uns in Fremantle das Little Creatures vollständig überzeugt. Gutes, (zumindest teilweise) an Deutschland erinnerndes Bier und ein tolles Essen.

In den kommenden vier Tagen haben wir noch etwas den Großraum Perth erkundet. Zweimal tranken und aßen wir uns an jeweils halben Tagen durch die verschiedenen Restaurants und Brauereien von Fremantle, der Rest dieser beiden Tage wurde in Cottesloe am Beach verbracht. Einen Tag fuhren wir nach Perth, um durch die Stadt, den Botanischen Garten und Kings Park zu flanieren sowie um einen Kollegen im 27. Stockwerk des CBD zu besuchen, der seit Mitte Oktober mit seiner Familie in Australien lebt und der für unsere Company ein neues Projekt in WA auf den Weg bringen soll. Der letzte Tag gehörte schließlich Rottnest Island, was wieder traumhaft war.

Dann brach der 06. November an und wir machten uns gegen 03 Uhr morgens auf zum Flughafen. Der Flug EK 425 nach Dubai startete fast eine Stunde zu früh da bereits alle Fluggäste an Bord waren. Der Flieger war ziemlich leer. Abends wurde Frankfurt pünktlich erreicht. Im Nachgang fanden wir diese Flugauswahl (Abflug 06 Uhr und Ankunft 19 Uhr) ohne eine Nacht in der Luft sehr angenehm, da wir dadurch eine weitere Nacht im eigenen Bett zur Verfügung hatten und wir in den Folgetagen gut in den deutschen Zeitrhythmus hereingekommen sind.

Was uns sonst noch auf? Hier spontan ein paar Sachen zusammengetragen:

Autofahren
Der Australier fährt immer 10 km/h langsamer als erlaubt. Wir waren durch unsere Fahrweise (ca. 9 km schneller als erlaubt, manchmal aber auch *eehhhm*) relativ auffällig. Bis auf die festen Kästen in Perth sind uns keine Radarfallen aufgefallen. Hoffentlich haben wir keine Kontrolle übersehen... Daneben ist das, was in Deutschland mittlerweile einen Seltenheitswert hat in Australien konstant und pflichtbewußt zu beobachten: die vorschriftsmäßige Benutzung des Fahrtrichtungsanzeigers, ugs. auch Blinker genannt. Während in Deutschland viele Zeitgenossen vermutlich gesetzmäßig blinkbefreit sind, blinkt der Australier wo er nur kann.

Essen
Essensmäßig hatten wir den subjektiven Eindruck, daß nun wieder mehr Salz verwendet wird. Während der vorherigen Besuche kam es öfters vor, daß manche Speisen - sogar Pommes - gar nicht gesalzen waren. Das scheint sich nun etwas geändert zu haben. In diesem Zusammenhang erwähnen wir auch die tolle australische Küche. Wir empfanden sie unglaublich einfallsreich. Viele Gerichte hatten einen besonderen Pep den man in Deutschland leider nur selten findet.

Sicherheit
Im Gegensatz zu mittlerweile Deutschland oder manchen anderen Ländern fühlten wir uns in Australien tagsüber und nachts absolut sicher. Auch das ist nicht zu unterschätzen.

Ausblick
War vor dem Abflug unsererseits vorgesehen, daß das unser letzter Australienurlaub werden sollte (zu weit, zu langer Flug...), waren wir schon während des Urlaubs sicher, daß wir mindestens noch einmal nach Downunder müssen, vielleicht auch noch zweimal. Die Gibb-River-Road fand ich als Kind schon faszinierend, d. h. der Abschnitt von Darwin nach Broome wird wohl als nächstes dran glauben müssen. Ebenso ist der Savannah Way von Darwin über den Limmen NP und Lawn Hill NP bis nach Cairns sehr interessant. In Cairns könnte man zum Abschluß etwas Beaching und Diving betreiben. Außerdem ist die direkte Verbindung von CNS/BME/DRW über SIN nach Deutschland auch nicht ganz so lang wie der Umweg über Sydney.

Und noch etwas Eigenwerbung mit Links zu weiteren Reiseberichten von uns:

Südafrika 2011:

Südafrika

Brasilien 2013:

Brasilien1

Brasilien2

Brasilien3
Zuletzt geändert von Der Schreier am Mi 28. Dez 2016, 22:34, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Reisebericht Western Australia im Oktober und November 2

Beitragvon Stuggi89 am Mi 28. Dez 2016, 17:19

Super! kurz und knapp liest sich angenehm :-)
Stuggi89
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Re: Reisebericht Western Australia im Oktober und November 2

Beitragvon ELL2829 am Mi 28. Dez 2016, 22:21

Ich muss mich Stuggi anschließen.
Habe mir schon einiges für 2018 gemerkt. Danke

Peter
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Re: Reisebericht Western Australia im Oktober und November 2

Beitragvon WestSkills WA am Do 29. Dez 2016, 09:44

Schoener Reisebericht, danke :D

Was meinst du mit 'Botanischen Garten' in Perth? Den oestlichen Teil des Kings Park?

Anyway, thanks again J

Cheers
Eating two strips of bacon for breakfast reduces your chance of becoming a suicide bomber by 100%
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Re: Reisebericht Western Australia im Oktober und November 2

Beitragvon Sarah92 am Do 29. Dez 2016, 12:18

Toller Bericht, der macht Lust auf den Westen Australiens!
Das mit der Sicherheit kann i nur unterstreichen.

LG Sarah
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Re: Reisebericht Western Australia im Oktober und November 2

Beitragvon Rusty am Do 29. Dez 2016, 15:16

Good on you mate.
Habe das erste mal einen Touri Reisebericht in diesem Forum gelesen. Well done.

Ja mit dem beachten der Geschwindigkeiten hier in OZ ist sicher anders als in CH oder DT. Um die Weihnachtszeit bis zum 8 Jan.verdoppeln sich einfach alle Speedlimituebertretungsstrafen.D.h.double demerit points and double the money.Mit mehr als 3 km darüber,ist man dabei.
War heute unterwegs,verhältnismäßig viel Verkehr,kaum LKW's sondern meist Familienkutschen.Fast jeder hielt sich an die Regeln,es spricht sich rum wie teuer das werden kann.

Vielleicht auch anderswo nachahmenswert?

Trotzdem freute ich mich,dass mein Heimatstaat WA,eigentlich gut rauskam.

Derartiges macht die Einheimischen froh.

Einfach weitermachen.

Servus

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Re: Reisebericht Western Australia im Oktober und November 2

Beitragvon Stuggi89 am Do 29. Dez 2016, 17:13

wie jetzt? die strafe wird einfach verdoppelt weil weihnachten ist? geil :D


Rusty hat geschrieben:Good on you mate.
Habe das erste mal einen Touri Reisebericht in diesem Forum gelesen. Well done.

Ja mit dem beachten der Geschwindigkeiten hier in OZ ist sicher anders als in CH oder DT. Um die Weihnachtszeit bis zum 8 Jan.verdoppeln sich einfach alle Speedlimituebertretungsstrafen.D.h.double demerit points and double the money.Mit mehr als 3 km darüber,ist man dabei.
War heute unterwegs,verhältnismäßig viel Verkehr,kaum LKW's sondern meist Familienkutschen.Fast jeder hielt sich an die Regeln,es spricht sich rum wie teuer das werden kann.

Vielleicht auch anderswo nachahmenswert?

Trotzdem freute ich mich,dass mein Heimatstaat WA,eigentlich gut rauskam.

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Re: Reisebericht Western Australia im Oktober und November 2

Beitragvon Pouakai am Do 29. Dez 2016, 18:14

Jo, da lassen sich die Australier zum Ferienbeginn und an bestimmte Feiertagen nicht lumpen http://asphaltindianer.blogspot.de/2011 ... alien.html
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Re: Reisebericht Western Australia im Oktober und November 2

Beitragvon an go am Fr 30. Dez 2016, 04:39

guter Bericht vielen Dank schoen zu lesen
cheers
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Re: Reisebericht Western Australia im Oktober und November 2

Beitragvon Rusty am Fr 30. Dez 2016, 08:21

Stuggi,

die Strafen werden nicht einfach als Weihmachtsgeschenk oder Ostereier verdoppelt, sondern immer vor langen Wochenenden,Ferien usw.

Denn da beginnt der grosse Aufbruch aus der Großstadt auf's gelobte Land und viele Fahrer wollen da schon mal die Sau rauslassen und beweisen was sie so draufhaben.Geschluckt wird hier eh immer fleissig.

In einem so grossen Staat,kann die Polizei unmöglich überall sein,des halb gibt es da oft drakonische Strafen,die auch häufig wirken. Nicht immer natürlich.

Naeheres hier:

Double Demerits Road Rules - rsc.wa.gov.au
rsc.wa.gov.au › Road Rules & Penalties

Wie immer bei Besuchen im Ausland,das beachten der dortigen Regeln macht sich sehr oft bezahlt,gilt sicher auch in Dt und CH.
Rusty
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