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Mit dem Expeditionsmobil zum Cape York

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Mit dem Expeditionsmobil zum Cape York

Beitragvon Gast am Mi 20. Jan 2010, 18:07

Hallo,

meine Frau und ich haben für nächstes Jahr vor mit dem Expeditionsmobil durch Australien zu fahren. Dafür werden wir uns ein knappes Jahr oder länger Zeit lassen. Das Mobil wiegt voll beladen und betankt samt Passagieren 15,5 Tonnen, es ist 8,9 m lang, 2,5 m breit und 3,7 hoch. Es hat einen Radstand von 4,8 m und einen 4x4-Antrieb. Es sind 880 Liter Diesel und 620 Liter Frischwasser bunkerbar.

Die Canning Stock Route oder ähnl. Offroad-Strecken werden wir nicht befahren. Wir wollen alle Bundes-Hauptstädte Australiens anfahren. Außerdem wollen wir zum Uluru, zu den Olgas, nach Coober Pedy, in die Nullabor-Wüste und so ziemlich alle interessanten Orte werden wir ansteuern, die nicht allzu schwer befahrbar sind.

Kopfzerbrechen macht uns das Cape York. Wir haben nicht vor den Old-Telegraph-Track zu fahren. Die Umgehungsstraßen bzw. Bypässe haben wir da im Auge, um an Ziel zu gelangen. Denn es wäre schade, wenn wir um ganz Australien fahren, aber das Cape York streichen müssten.

Wir möchten gerne im Iron-Range-Nationalpark uns den Chili-Beach ansehen. Ist es möglich mit solch einem Mobil dort hin zu gelangen? Oder haben wir zumindest die Chance ins Städtchen Lockhart-River zu gelangen, wo wir dann einen Allrad-PKW mieten können?

Den "The Tip", die Punsand-Bay und Somerset würden wir auch gerne sehen.
Die Fähre am Jardine-River soll laut "Outback Spirit Tours" 35 Tonnen und mehr tragen; wir haben extra bei dieem Anbieter angefragt, weil sie mit umgebauten Mercedes Axor Reisen anbieten. Wäre es unter diesen Umständen möglich zumindest nach Bamaga oder Seisia zu gelangen, von wo aus wir uns dann einen Allrad-Pkw mieten können?


Liebe Grüße und danke für Eure Gedanken
Werner
Gast
 

Re: Mit dem Expeditionsmobil zum Cape York

Beitragvon aussie am Mi 20. Jan 2010, 20:32

Hallo,

bei mir es zwar schon einige Jahre her, daß ich da oben war, aber die Strecke ist eigentlich eine Versorgungsstrecke für das Top End und somit fahren dort auch Trucks. Für die kritischen Stellen gibt es Umfahrungen.

Nur solltet Ihr terminlich nicht direkt nach der Wet losfahren wollen, sondern etwas warten, bis die Strecke wieder gerichtet ist.

Iron-Range und Chilli-BEach habe ich gerade nicht im Kopf.

Gruß
aussie
Insider
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Beiträge: 88
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Re: Mit dem Expeditionsmobil zum Cape York

Beitragvon Gast am Mi 20. Jan 2010, 21:01

Hallo aussie,

bisher dachte ich immer, dass die nördlichen Regionen wie Seisia, Lockhart-River und Weipa von einem Transportschiff, das von Cairns losmacht, versorgt wird. Musgrave, Coen und Archer River müssten aber eigentlich über die Straße zu erreichen sein.

Die Peninsula-Developmental-Road ist gut ausgebaut, auch wenn Wellblechpisten und Schotterstraßen existieren sollen. Bis zur Fähre über den Jardine dürfte es mit einem 4x4-Truck unter 10m keine Probleme geben. Und auch die Strecke von der Fähre bis nach Seipia bzw. Bamaga dürfte gut zu fahren sein.

Aber ob ich zum Chili-Beach, nach Somerset und zum Fuß (ein paar km weiter südlich) des "Tip" komme, ist mir noch nicht ganz klar.
Gast
 

Re: Mit dem Expeditionsmobil zum Cape York

Beitragvon Gast am Mi 20. Jan 2010, 23:58

Querulant hat geschrieben:Dafür werden wir uns ein knappes Jahr oder länger Zeit lassen.


Mit länger als ein Jahr wird es reichlich problematisch werden. Mit dem Carnet dürft ihr ein Jahr bleiben, dann müsst ihr ausreisen. Wir wissen von Bekannten dass der Zoll da recht unnachgiebig ist und auch aus eigener Erfahrung. Wenn das Fahrzeug ins Land kommt habt ihr einiges zu tun. Am unangenehmsten ist die Quarantäne. Wenn die wollen, finden die sogar bei einem fabriksneuen Fahrzeug was zu beanstanden, geschweige denn erst bei einem 4x4. Auch das Innere wird unter die Lupe genommen und wenn es den Beamten langweilig ist so lassen die euch alles was aus Holz ist entfernen. (Holz darf, wie fast alles andere auch, nicht eingeführt werden) Je nachdem wo ihr ins Land kommt gibt es dann noch den Hürdenlauf für Versicherung und Anmeldung (manchmal mit RWC). Wenn der Wagen nicht rechts gesteuert ist gibt es in der Regel Probleme mit dem RWC. In QLD braucht man zum anmelden keine RWC. Plant auf jeden Fall für die ganze Prozedur eine Woche ein.
Gast
 

Re: Mit dem Expeditionsmobil zum Cape York

Beitragvon Gast am Do 21. Jan 2010, 16:47

Hallo!

ad Chili Beach


Zum Chili-Beach kommst du ohne Probleme. Die nördliche Zufahrt über den Frenshmans-Track ist etwas anspruchsvoller. Die südliche Zufahrt war im September 2009 schon eine sehr gut gewartete Piste.

MfG
Baeras
Gast
 

Re: Mit dem Expeditionsmobil zum Cape York

Beitragvon Gast am Do 21. Jan 2010, 19:31

Querulant hat geschrieben:meine Frau und ich haben für nächstes Jahr vor mit dem Expeditionsmobil durch Australien zu fahren. Dafür werden wir uns ein knappes Jahr oder länger Zeit lassen. Das Mobil wiegt voll beladen und betankt samt Passagieren 15,5 Tonnen, es ist 8,9 m lang, 2,5 m breit und 3,7 hoch. Es hat einen Radstand von 4,8 m und einen 4x4-Antrieb. Es sind 880 Liter Diesel und 620 Liter Frischwasser bunkerbar.


Ich bin neugierig. Was für ein Grundfahrzeug ist das? MAN oder Iveco oder??? Habt ihr es gekauft, gemietet oder was auch immer?

Querulant hat geschrieben:Kopfzerbrechen macht uns das Cape York. Wir haben nicht vor den Old-Telegraph-Track zu fahren.


Das könntet ihr mit diesem Grundfahrzeug auch nicht. Es gibt dort Passagen, die einfach zu schmal und zu eng sind für ein Fahrzeug dieser Grösse.

Querulant hat geschrieben:Wir möchten gerne im Iron-Range-Nationalpark uns den Chili-Beach ansehen. Ist es möglich mit solch einem Mobil dort hin zu gelangen?


Manni und ich waren 2x am Cape, OTL rauf oder runter, Development road ebenfalls. Haben gerade in unserer Erinnerung die Strecke zur Chilibeach hervorgekramt. Müsste eigentlich gehen mit eurem Fahrzeug, man macht sich natürlich nicht allzu viele Gedanken über die Fahrzeuggrösse, wenn man mit einem Landcruiser unterwegs ist, aber südliche Zufahrt müsste ok sein.

Querulant hat geschrieben:Den "The Tip", die Punsand-Bay und Somerset würden wir auch gerne sehen.
Die Fähre am Jardine-River soll laut "Outback Spirit Tours" 35 Tonnen und mehr tragen; wir haben extra bei dieem Anbieter angefragt, weil sie mit umgebauten Mercedes Axor Reisen anbieten. Wäre es unter diesen Umständen möglich zumindest nach Bamaga oder Seisia zu gelangen, von wo aus wir uns dann einen Allrad-Pkw mieten können?


Die Fähre geht mit Sicherheit, fahren täglich zahlreiche LKW´s in der Trockenzeit rüber.

Gruß
Petra
Gast
 

Re: Mit dem Expeditionsmobil zum Cape York

Beitragvon Gast am Do 21. Jan 2010, 19:51

Querulant hat geschrieben:bisher dachte ich immer, dass die nördlichen Regionen wie Seisia, Lockhart-River und Weipa von einem Transportschiff, das von Cairns losmacht, versorgt wird.


In der Regenzeit mag das so sein, in der Trockenzeit gehört der LKW-Verkehr auf der Development-road zu den Hauptgefahrenquellen der Strecke.
Nach Weipa führt eine Pistenautobahn.

Querulant hat geschrieben:usgrave, Coen und Archer River müssten aber eigentlich über die Straße zu erreichen sein..


In der Trockenzeit sagt meine Erinnerung: ja

Querulant hat geschrieben:Und auch die Strecke von der Fähre bis nach Seipia bzw. Bamaga dürfte gut zu fahren sein.


Trockenzeit ok.

Querulant hat geschrieben:Aber ob ich zum Chili-Beach, nach Somerset und zum Fuß (ein paar km weiter südlich) des "Tip" komme, ist mir noch nicht ganz klar.


Chilibeach müsste gehen, Somerset mit eurem LKW auf keinen Fall...sehr enge, kurvenreiche Zufahrt. "The Tip" selbst: wie schon gesagt, man macht sich über die Grösse des Fahrzeugs nicht so den Kopf in einem Landcruiser, müsste auch mit eurem Fahrzeug gehen, aber es ist schon eng am Ende und ihr werdet wahrscheinlich viel Gestrüpp abreissen.
Es ist ja nicht mehr so weit, ich würd´s versuchen und ansonsten umdrehen und ein anderes Fahrzeug organisieren.

Gruß
Petra
Gast
 

Re: Mit dem Expeditionsmobil zum Cape York

Beitragvon Gast am Do 21. Jan 2010, 20:12

Querulant hat geschrieben:..... und zum Fuß (ein paar km weiter südlich) des "Tip" komme, ist mir noch nicht ganz klar.


Ist mir jetzt erst aufgefallen: was meinst du mit "Fuß" (ein paar km weiter südlich)? Spontan fällt mir da nichts ein.
Gast
 

Re: Mit dem Expeditionsmobil zum Cape York

Beitragvon Gast am Do 21. Jan 2010, 21:20

aussie2006 hat geschrieben:Mit länger als ein Jahr wird es reichlich problematisch werden. Mit dem Carnet dürft ihr ein Jahr bleiben, dann müsst ihr ausreisen.


Kurz außer Land fliegen (z.B. nach Neuseeland) und dann wieder zurück fliegen ist also nicht machbar? Oder wird die Aufenthaltsdauer am Fahrzeug ausgemacht?

aussie2006 hat geschrieben:Wenn die wollen, finden die sogar bei einem fabriksneuen Fahrzeug was zu beanstanden, geschweige denn erst bei einem 4x4. Auch das Innere wird unter die Lupe genommen und wenn es den Beamten langweilig ist so lassen die euch alles was aus Holz ist entfernen.


Wieso sind 4x4-Fahrzeuge besonders anfällig für Bürokratie?

Holz ist keines verbaut. Nur Kunststoff und Glasfaser.
Gast
 

Re: Mit dem Expeditionsmobil zum Cape York

Beitragvon Gast am Do 21. Jan 2010, 21:24

Baeras hat geschrieben:Hallo!

ad Chili Beach


Zum Chili-Beach kommst du ohne Probleme. Die nördliche Zufahrt über den Frenshmans-Track ist etwas anspruchsvoller. Die südliche Zufahrt war im September 2009 schon eine sehr gut gewartete Piste.

MfG
Baeras


Also wäre das Örtchen Lockhart-River auch anfahrbar? Das klingt schon einmal gut. Danke.
Gast
 

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