Schrift kleiner Schrift normal Schrift größer
 

AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Hier finden Sie die alten und archivierten Beiträge aus unserem schwarzen Brett.
Bitte beachten Sie unsere Forumsregeln!
Bitte beachten Sie, daß Sie auf archivierte Beiträge nicht mehr antworten können und auch keine neuen Beiträge im Archiv erstellen können!

AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am Di 24. Jan 2012, 22:21

Southern Australia – Ökologie, Kultur und Natur (Kapitel 1)

Die erste Recherchereise 2012 führt unseren Mitherausgeber Roland Peyer vom 25. Januar bis 18. Februar nach Melbourne und Umgebung, doch vor allem in den Bundesstaat South Australia. Wir wollen Ihnen eine Vielzahl von Aspekten dieses australischen Bundesstaates näher bringen, der völlig zu Unrecht im Schatten bekannterer Destinationen in Australien liegt.

Die Reise führt, nach einem kurzen Stopp in Hong Kong, von Frankfurt nach Melbourne. Melbourne wurde als Ausgangsort gewählt, weil dort eine Ankunft am Abend des Australia Day möglich ist.

Aus Melbourne werden wir unter anderem über den griechischen Einfluss auf die Stadt berichten, über das Strandleben von St. Kilan und den öffentlichen Nahverkehr. Ein Ausflug ist auch zu den Pinguinen von Philip Island geplant.

Weiter geht es mit Qantas nach Adelaide. Wir folgen den Spuren von McLeod’s Töchtern, erreichen das Ende der Welt und berichten über die Situation der Monster Mine in Burra. Im Bereich der Flinders Ranges wollen wir über eine ökologische Unterkunft berichten und uns auch im Paradise (Hotel) umsehen.

In Port Lincoln auf der Eyre-Halbinsel werden wir Thunfische besuchen, Koalas begegnen und Austern probieren. Port Augusta als Tor zum Outback wird ein kamelischer Zwischenstopp werden, bevr wir uns Port Pirie widmen, einer Stadt, die durch Bahn, Bischof und Blei geprägt ist.

Über Melrose mit seinen LKW-Hotels führt uns der Weg nach Clare, wo ökologischer Weinbau das Thema sein wird. Entlang des Murray River, des längsten Flusses Australiens werden wir Murray Bridge erreichen, von wo aus wir mit einem Abstecher nach Hahndorf eine Zeitlang in einem der bekanntesten Badeorte South Australias, in Victor Harbor, verbringen. Die abschließenden Höhepunkte sind ein Besuch auf Kangaroo Island und das Ende der Reise in Adelaide.

Sie können unsere Reise durch South Australia nahezu live verfolgen: Auf der Facebook-Seite von AUSTRALIEN-INFO und in unserem Forum. Wenn Sie selbst planen in die Region zu reisen oder sich für bestimmte Themen interessieren: Wir freuen uns auf Ihre Mails an die Redaktion über die Adresse info@australien-info.de, Ihre Postings auf Facebook oder Kommentare in unserem Forum.
Joerg-M. Lenz
Chefredakteur AUSTRALIEN-INFO.DE (einschliesslich des Newsletter)
geschäftsführender Gesellschafter der dlp software und reiseservice GmbH

Folgen Sie AUSTRALIEN-INFO.DE auch auf Facebook und Twitter.
Benutzeravatar
lenz
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 497
Registriert: 26.03.2002

AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: South Australia

Beitragvon lenz am So 29. Jan 2012, 16:39

Roland Peyer berichtet aus Melbourne

Anreise und deren Vorbereitung (Kapitel 2)

Die Vorbereitung dieser Recherchereise durch das südliche Australien mit Schwerpunkt auf dem Bundesstaat South Australia startete bereits Mitte 2011. Unterwegs sind wir diesmal mit einem Mietwagen. Übernachtet wird vorwiegend in Hotels und Appartements.

Geplant haben wir die Reise nach dem Zwiebelprinzip. Wer nach diesem Prinzip plant, konzentriert sich zunächst auf die Elemente der Reise für die das geringste Angebot besteht und wo das Preis-Leistungs-Verhältnis je nach Buchungszeitpunkt am stärksten auseinanderdriften kann. Das ist im Falle einer Australien-Reise in aller Regel der Flug. Dieser Reisebaustein steht im Mittelpunkt dieses Berichtes.

Wir wollten auf jeden Fall Adelaide als Flughafen für den Ankunft oder die Abreise wählen. Damit kommen für Flüge ab Deutschland vier Fluggesellschaften in Frage: Cathay Pacific, Malaysia, Qantas und Singapore Airlines.

Alle vorgenannten Fluglinien sind auch in unserem Airlinebarometer 2011 von vielen Reisenden ausführlich bewertetet worden.
http://www.australien-info.de/airlinebarometer2011_rangliste.html

Bei der Cathay Pacific fiel auf wie unterschiedlich die Reisenden die Sitze in der der Economy Class bewerteten.
http://www.australien-info.de/airlinebarometer2011_rangliste.html#CX
Grund genug für uns sich einen aktuellen Eindruck vom Angebot der Cathay Pacific zu verschaffen.


Flug mit Cathay Pacific – Buchung & Check-In

Für Kunden, die online Flüge buchen möchten, entdeckten wir im Zuge unserer Recherche noch diverse Möglichkeiten wie die Fluglinie ihre Service verbessern könnte.

Zunächst zum Erfreulichen: Es ohne Probleme möglich, einen Gabelflug zu erstellen (hin nach Melbourne, zurück von Adelaide). Das schaffen längst noch nicht alle Fluglinien bei ihren Online-Buchungsmöglichkeiten diese für Australien sehr wichtige Art des Reisens darzustellen.

Verbesserungswürdig waren zum Zeitpunkt unserer Recherche folgende Punkte

1. Rail & Fly sollte online gebucht werden können.

Für die Buchung der Bahnfahrt nach Frankfurt/Main (Rail & Fly) wird auf der Homepage darauf verwiesen, das die Fluglinie dafür persönlich zu kontaktieren ist. Bei einem Anruf in Frankfurt erhielten wir die verwirrende Auskunft, dass der Gabelflug bei telefonischer Buchung ca. 400 Euro teurer sei als die von uns recherchierten Angebote für online buchbare Flüge. Ein Aufschlag von 800 Euro für die Anreise von zwei Personen für die von Stuttgart nach Frankfurt/Main erschien uns etwas teuer, weshalb wir den Flug ab Frankfurt/Main online buchten.

2. Bei der Buchung sollte auch der Sitzplatz gewählt werden können.

Diese Serviceleistung bieten beispielsweise Delta oder Air France.

3. Die Freimenge des Aufgabegepäcks sollte stringent kommuniziert werden und am besten auch einheitlich sein.

Auf den Buchungsunterlagen der Cathay waren 30 kg Freigepäck vermerkt. Die Homepage von Cathay nennt ausschließlich 20 kg Freigepäck. Dies führte beim Packen zu Verunsicherungen. Auf Rückfrage bestätigte Cathay die 30 kg, als Erklärung wurde ausgeführt, dass bei unterschiedlichen Tarifen unterschiedliche Freigepäckmengen zugrunde gelegt werden. Überraschend war, das unser frühzeitig gebuchter Flug auch das billigste Angebot von Cathay in den letzten acht Monaten war und ausgerechnet dieser hatte 30 kg Freigepäck. Ein kurzfristig aufgelegtes Aktionsangebot der Cathay Pacific für Australien-Flüge zu Anfang des Jahres 2012 hatte dagegen nur 20kg Freigepäck.

4. Der Online Check-In sollte für die gesamte Strecke durchführbar sein.

48 Stunden vor Abflug konnte man einchecken (und seinen Sitz wählen), allerdings nur für den Flug von Frankfurt nach Hong Kong. Der Flug nach Melbourne war erst 48 Stunden vor dem Abflug in Hong Kong offen, so dass man nochmals einchecken musste (in diesem Fall ab 3 Uhr nachts), Das Check-In selbst war einfach und leicht durchführbar.


Flug mit Cathay Pacific – „Der Sitz als Ort des Seins“

Die Bewertungen von Cathay Pacific im Netz sind gegenwärtig sehr unterschiedlich. Seit einiger Zeit verwendet Cathay Pacific Sitze, die fest eingebaut sind, d.h. nicht mehr nach hinten umklappbar. Die Sitze sind, wenn man in die Ruhestellung gehen will, nur noch in sich verschiebbar.

Dies hat den Vorteil, dass der Abstand zum Vordermann immer gleich bleibt. Reisende beschweren sich, dass durch das interne Verschieben keine richtige Schlafposition erreicht werden kann, bzw. dass die Sitze zu dünn gepolstert sind.

Wir finden die neuen Sitze gut. Zwar ist das Polster dünn, aber das wird durch die Erhaltung des Sitzraumes wett gemacht. Die neuen Sitze sind nach unserer Auffassung bequem. Allerdings vermissen wir eine Fußstütze.

Doch von Anfang an:
  • Das Einchecken ist einfach, freundlich und effizient, das Boarding geschieht übersichtlich und ruhig.
  • An Bord ist das Personal korrekt und freundlich, aber nicht herzlich, Deutschkenntnisse konnten nicht festgestellt werden.
  • Jeder Sitz verfügt über einen eigenen Bildschirm, das Film- und Spielangebot ist hinreichend bis gut. An vielen Plätzen kann man elektrische Geräte aufladen.
  • Zu loben ist das Verpflegungsprogramm. Die regulären Mahlzeiten sind schmackhaft, das Getränkeangebot umfasst neben Säften auch alkoholische Getränke. Der Höhepunkt ist die Nachtnudelsuppe, die eigentlich alleine schon den Flug rechtfertigt. Sie gibt es allerdings nur auf besondere Anfrage.
  • Die Toiletten sind zwar sauber, aber teilweise ausgesprochen eng.

Cathay bedient die Strecke Frankfurt Hongkong mit Jumbos, die zwar über 20 Jahre alt sind, in deren Erhaltung aber kontinuierlich investiert wird.

Fazit: Im Schwäbischen heißt es: nicht geschimpft ist gelobt genug. Dem schließen wir uns an. Wer eine solide und angenehme Art sucht, nach Australien zu gelangen, ist bei Cathay Pacific in guten Händen.

Wenn jetzt noch die angesprochenen Punkte bei der Buchung und Reisevorbereitung verbessert werden, kann die Fluglinie sicher auch im Airlinebarometer wieder besser punkten.


Planung der Reisebausteine in Australien

Abweichend vom Zwiebelprinzip folgte die Buchung der Fähre nach Kangaroo Island. Hier gibt es auf dem Seeweg nur einen Anbieter, nämlich Sealink. Die Buchung war frustrierend. Im Laufe des Buchungsprozesses muss die Automarke und die Zulassungsnummer genannt werden, ohne die die Buchung nicht vollzogen werden. Beide Angaben liegen logischer Weise nicht vor.

Erst durch einen Hinweis des Fremdenverkehrsamtes von South Australia konnten wir die Fähre buchen, indem statt der Angaben zum Fahrzeug auch „rental car“ eingetragen werden kann; der Tipp befindet sich nicht auf der Homepage von Sealink. Der Versuch, gleichzeitig eine Übernachtung für zwei Nächte zu buchen und dadurch eine Verbilligung des Fährpreises zu bekommen, scheiterte.

Die Übernachtungen wurden teils direkt bei Anbietern oder über Buchungsformulare der Anbieter, aber auch über Hotelportale (Wotif, Agoda u. ä.) gebucht. Alle Übernachtungen wurden schnell bestätigt. In wieweit die Buchungen halten, werden wir in den nächsten tagen erleben.

Die Buchung des Mietwagens gestaltete sich schwierig. Australische Anbieter entfielen aufgrund der Unübersichtlichkeit der Zuschläge. Mehrere Anbieter verboten die Mitnahme des Fahrzeugs nach Kangaroo Island, andere verlangten hohe Aufschläge für die Ehegattin als zweitem Fahrer. Bei vielen Anbietern war die Versicherungsleistung im Schadensfall unbefriedigend, es wurden Selbstbeteiligungen bis zu 8.000 $A im Kleingedruckten genannt. Insgesamt hatten wir den Eindruck, dass das Mietwagenangebot so unübersichtlich wie bei keiner der bisherigen Reisen war.
Joerg-M. Lenz
Chefredakteur AUSTRALIEN-INFO.DE (einschliesslich des Newsletter)
geschäftsführender Gesellschafter der dlp software und reiseservice GmbH

Folgen Sie AUSTRALIEN-INFO.DE auch auf Facebook und Twitter.
Benutzeravatar
lenz
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 497
Registriert: 26.03.2002

Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am So 29. Jan 2012, 20:37

Roland Peyer berichtet aus Melbourne

Hong Kong: Problemloser Umstieg auf dem Weg von Europa nach Australien und zurück (Kapitel 3)

Erst vor wenigen Wochen wurde der Flughafen in Hong Kong zum weltbesten Flughafen gewählt.
http://www.australien-info.de/nachrichten.html?id=1742

Dieser Bewertung können wir uns anschliessen.

Bei einem Transfer in Hong Kong sind die Wege kurz. Nach wenigen Hundert Metern kommt die erneute Sicherheitskontrolle, die sehr effizient abläuft. Danach sind es wieder einige hundert Meter, bis man am Abfluggate ankommt. Wir benötigten von Flugzeug bis Gate weniger als 30 Minuten.

Gut bei Cathay Pacific ist, dass die Airline schon an Bord die neuen Abfluggates für die Umsteigeverbindungen anzeigt. Am neuen Gate angekommen findet man in der Umgebung ein reichhaltiges Einkaufsangebot und vor allem: kostenloses Internet :-)

Beachten muss man, dass bei Flügen nach Australien in der Kabine keine Flüssigkeiten mitgenommen werden dürfen. Während man in Deutschland nach der Sicherheitskontrolle Getränke kaufen und mitnehmen kann, besteht dies Möglichkeit bei Flügen, die in Australien enden nicht.

Insgesamt wirkt der Flughafen in seinem Transitbereich sehr funktionell, aber auch etwas kalt.

Mehr Informationen über Hong Kong auch als Stopover-Ziel
http://www.stopover-info.de/hongkong.html
Joerg-M. Lenz
Chefredakteur AUSTRALIEN-INFO.DE (einschliesslich des Newsletter)
geschäftsführender Gesellschafter der dlp software und reiseservice GmbH

Folgen Sie AUSTRALIEN-INFO.DE auch auf Facebook und Twitter.
Benutzeravatar
lenz
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 497
Registriert: 26.03.2002

Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am So 29. Jan 2012, 20:39

Roland Peyer berichtet aus Melbourne über seine nächtliche Ankunft in Melbourne


Wer des Öfteren nach Australien reist, entwickelt oft Vorlieben für eine Ankunft eher am frühen Morgen oder eher am Abend. Mit einigen Fluglinien ist es möglich nach Melbourne aus Europa mit nur einer Nacht zu fliegen, wenn man bereits mittags in Europa abfliegt. Dazu zählt auch die Cathay Pacific mit der wir bei dieser Recherchereise unterwegs sind.

Ankunft nachts in Melbourne (Kapitel 4)

Die Einreise an sich verlief wie immer unproblematisch-pedantisch. Wer über mehrere Vornamen verfügt, kann immer wieder ein Highlight erleben: In das Einreiseformular passen oft nicht alle Vornamen, und somit erkennt das Einreiseprogramm im Einreisewilligen nicht den durch das Visum Berechtigten. Nach durchschnittlich zehn Minuten ist das Problem dann behoben.

Zu beachten ist nach wie vor, dass man nahezu keinerlei Lebensmittel mitbringen darf. Süßigkeiten und notwendige Medizin sollte angegeben werden, man kommt dann durch eine eigene Spur am Spürhund vorbei. Aufgrund der vielen Aldi-Filialen braucht heute jedoch niemand mehr Gummibärchen nach Australien mitzunehmen…

Mehr Informationen zur Einreise
http://www.australien-info.de/anreise-einreise.html

In Melbourne angekommen, erwartet den Reisenden im Vergleich zu vielen anderen Flughäfen auf dieser Welt eine Überraschung: Die Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs ist für diesen Flughafen mangelhaft.

Mehr Informationen zum Flughafen und dem Transfer
http://www.australien-info.de/anreise-airport.html#MEL

Der Tullamarine Airport liegt 21 km nördlich der Innenstadt. Dorthin führt per Schiene keine Verbindung in die Innenstadt. Kein Nahverkehrszug, keine U- oder S-Bahn, keine Straßenbahn.
  • Wer einen Linienbus in die Stadt nehmen will, sollte vorher prüfen ob zum Ankunftszeitpunkt noch Busse fahren http://www.metlinkmelbourne.com.au/timetables/airport-buses
  • Ein Flughafenbus verkehrt für mehr als 20 AUD pro Person zum Hauptbahnhof (Flinders Street Station). Ab hier bringen einen kleinere Busse zu vielen Hotels der Innenstadt. Wer eine Unterkunft außerhalb der Innenstadt hat, kommt von dort auch mit der Straßenbahn in viele Vororte.
  • Mit dem Taxi ist man rasch bei Transferkosten von 60 bis 80 AUD für eine einfache Fahrt.
  • Die direkte Übernahme eines Mietwagens kann insbesondere für Reisende, die schon einmal in Australien waren eine überlegenswerte Alternative sein, sofern man nicht beabsichtigt einige Tage in Melbourne zu bleiben.

Da wir uns für diese Reise entschieden rasch nach Philipp Island weiter zu reisen, wählten wir die Option Mietwagen. Wer mit einem Mietfahrzeug unterwegs ist, sollte sich auch gleich mit der Route vertraut machen, da diese über mautpflichtige Strecken führen kann. Die Autobahn in die Innenstadt ist mautpflichtig. Die Gebühr kann nicht in bar bezahlt werden sondern nur per Telefon oder online, vor Fahrantritt oder kurz nachdem man unterwegs war. Via Coburg fährt man mautfrei.

Mehr Informationen zu Melbourne – auch zum Transfer und den Mautstrassen
http://www.australien-info.de/melbourne.html
Joerg-M. Lenz
Chefredakteur AUSTRALIEN-INFO.DE (einschliesslich des Newsletter)
geschäftsführender Gesellschafter der dlp software und reiseservice GmbH

Folgen Sie AUSTRALIEN-INFO.DE auch auf Facebook und Twitter.
Benutzeravatar
lenz
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 497
Registriert: 26.03.2002

AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am Di 31. Jan 2012, 09:47

Melbourne: Queen Victoria Market (Kapitel 5)

Roland Peyer berichtet aus Melbourne

Nach wie vor ist er einer der beliebtesten Ziele von Reisen: Der Queen Victoria Market. Völlig zu Recht.Und bestens geeignet für jetlaggeplate Neuankömmlinge schliesslich öffnet der Markt schon ab sechs Uhr. Er liegt nördlich der Innenstadt und kann am besten mit der Straßenbahnlinie 57 erreicht werden.

Als gegen Mitte des 19. Jahrhunderts in Melbourne ein neuer Friedhof angelegt wurde, suchte die Stadt eine neue Nutzung für das seitherige Friedhofsgelände – und fand sie auch: das Ergebnis sind die Victoria Markets, wohl das größte Marktgelände Australiens, wenn nicht gar der südlichen Hemisphäre.

Der Markt gliedert sich in zwei Teile – Lebensmittel und Waren.
  • Im Lebensmittelbereich findet man neben Fleischerzeugnissen Meeresfrüchte aller Arten und Formen, eine große Auswahl an zum Teil exotischen Früchten und Gemüsen, Gewürze und Weine sowie viele Spezialitäten. So kann man hier auch Würste aus Hahndorf (bei Adelaide) oder Eier von Kangaroo Island kaufen. In den letzten Jahren hat sich ein eigenes Segment im Markt entwickelt, in dem ausschließlich organisch erzeugte Lebensmittel angeboten werden.
  • Der Warenmarkt umfasst alles, was ein Warenmarkt bieten sollte: Opale, Kleider, Kitsch, Plastik und Kunsthandwerk, aber auch gefälschte Aborignee-Bilder aus Indonesien. Hier kann man den Bedarf an Mitbringseln für all die Daheimgebliebenen prima befriedigen.
    Der Markt schließt zwischen ein und fünf Uhr nachmittags.

Mehr Informationen zu Melbourne
http://www.australien-info.de/melbourne.html
Joerg-M. Lenz
Chefredakteur AUSTRALIEN-INFO.DE (einschliesslich des Newsletter)
geschäftsführender Gesellschafter der dlp software und reiseservice GmbH

Folgen Sie AUSTRALIEN-INFO.DE auch auf Facebook und Twitter.
Benutzeravatar
lenz
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 497
Registriert: 26.03.2002

Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am Di 31. Jan 2012, 13:56

Roland Peyer berichtet aus Philip Island und zeigt sich beeindruckt von Asiaten und Pinguinen

Philip Island: Treffen mit Zwergpinguinen (Kapitel 6)

Zirka zwei bis drei Stunden südlich von Melbourne befindet sich Philip Island. Die Insel ist gut zugänglich, da sie mit einer Brücke mit dem Festland verbunden ist.

Auf dem Weg nach Philip Island durchquert man die Ausläufer der Weinregion Gippsland. Der eine oder andere Abstecher zu einem der angezeigten Weingüter lohnt sich.

Die Hauptattraktion auf Philip Island ist die Parade der Zwergpinguine. Diese findet jeweils kurz nach Sonnenuntergang statt.

Davor bietet die Insel für den Touristen einiges. Unter anderem findet man hier zwei Weingüter (wir empfehlen das Weingut Purple Hen - http://www.purplehenwines.com.au), eine Schokoladenfabrik, einen Koalapark und manches mehr.

Neben den Pinguinen zählen die Seelöwen zu den Attraktionen der Insel. Der beste Punkt, um sie zu sehen ist der am Ende einer Halbinsel gelegen Nobbies Point.

Und hier beginnen auch die Probleme eines Besuchs der Insel. Seelöwen konnten wir keine finden, aber eine Mischung asiatischer Touristen aus allen Ländern zwischen Pakistan und Korea. Die Insel ist fest in der Hand von Veranstaltern von Tagesausflügen, in vorderster Front Grey Tours. Im Visitor Center waren z. B. im Restaurant alle Tische für Tagesausflugsteilnehmer reserviert, als Individualtourist fühlt man sich leicht diskriminiert.

Die eigentliche Show findet in einem eigens eingerichteten Besucherbereich statt. Auch hier dominieren asiatische Touristen. Wer sich den Zugang erleichtern will, kann vorab Karten im Internet bestellen.

Die Pinguine pflegen kurz nach Sonnenuntergang an Land zu gehen. Spätestens eine Stunde vorher muss man seinen Platz auf einer der harten Holzbänke eingenommen haben. Mit sinkender Sonne wird es auch im Hochsommer empfindlich kalt. Rund um einen vergnügt sich eine johlende Menge im lauten Erzählen der neuesten chinesischen, indischen oder japanischen Anekdoten. Die Sonne geht unter, die Kälte wird fühlbar – ansonsten geschieht – nichts.

Nachdem die Sonne untergangen ist und einige funzelnde Scheinwerfer das Szenario in Zwielicht tauchen, sind die freundlichen asiatischen Tagesausflüger immer noch um interne Kommunikation bemüht. Die Kälte ist da, die Pinguine nicht.

Eine halbe Stunde nach dem vorgesagten Termin entsteigen kleine Gruppen von Zwergpinguinen dem Wasser um von großen Gruppen laut rufender und wie wild fotografierender Asiaten – trotz striktem Fotoverbot - begrüßt zu werden.

Den sehr kleinen und im Zwielicht der Scheinwerferfunzeln und der untergangenen Sonne fast nicht erkennbaren Pinguinen ist es egal, sie suchen nur schnell das Weite, in diesem Fall das Grasland hinter dem Strand, wo ihre Nester sind.

Die asiatischen Tagesausflüger suchen auch schnell das Weite bzw. ihren Bus. Mit dem Gefühl, eher viel für wenig bezahlt zu haben, verlässt der Individualreisende den Ort, der nach dem Ayers Rock das zweitbeliebteste Touristenziel Australiens sein soll.

Der Rückweg erfolgt über erhöhte Holzstege und führt an einer Toilette vorbei.

Und plötzlich, in der Nähe der Toilette sieht man sie von Boardwalk aus: kleine Pinguine in ihren Nestern, zum Teil ruhig, zum Teil in Revierkämpfen. Und immer mehr Pinguine laufen auf dem Boden entlang des Holzstrandweges in Richtung Grasland. Zuerst nur einzelne, gerade mal ein bis zwei Meter entfernt, beleuchtet von den Lichtern des Boardwalks, dann mehrere in großen Gruppen, Dutzende, wenn nicht gar an die hundert Stück. Ganz dicht, klar zu sehen, ruhig und im typischen Pinguingang ziehen sie an einem vorbei.

Obwohl man weiß, dass der Weg zurück nach Melbourne nachts gefährlich und lang ist, man ist fasziniert und bleibt, wartet immer neue Gruppen ab. Keine Tagestouristen mehr, keine lärmenden Asiaten, einfach nur jede Menge Pinguine auf dem Weg zu ihren Schlafplätzen. Ein magischer Moment, ein lohnender Moment, den man so nicht an vielen Plätzen der Erde wird erleben können.

Mehr Informationen über Philipp Island
http://www.australien-info.de/philipp.html
Joerg-M. Lenz
Chefredakteur AUSTRALIEN-INFO.DE (einschliesslich des Newsletter)
geschäftsführender Gesellschafter der dlp software und reiseservice GmbH

Folgen Sie AUSTRALIEN-INFO.DE auch auf Facebook und Twitter.
Benutzeravatar
lenz
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 497
Registriert: 26.03.2002

Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am Sa 4. Feb 2012, 10:40

Melbourne: St. Kilda (Kapitel 7)

Roland Peyer berichtet aus Melbourne über den Vorort, der nicht nur ihm besonders gut gefällt: St Kilda

Die Attraktivität mancher Melbourner Vororte wie St Kilda wird von vielen Reisenden unterschätzen. Sie plane folglich für diesen Vorort von Melbourne nur mal ein, zwei Stunden einkalkulieren, dabei ist der Vorort locker einen ganzen Tag wert um dort zu bummeln und die ausgefallenen Läden kennen zu lernen oder auch um sich einfach mal auf einen Latte Macchiato an ein Café in Strandnähe zu setzen und die Leute zu beobachten. Wer dagegen dem Stadtleben nicht so viel abgewinnen kann, kann natürlich diesen Tag in seiner Australien-Reise anders einplanen.


Welche Millionenstadt kann von sich behaupten, dass man mit der Strassenbahn zum Strand und Papageien fahren kann? Die Antwort lautet: Melbourne. Melbourne ist ein Wirtschaftsstandort. Auch wenn die Skyline, verglichen mit anderen Millionenstädten eher gemäßigt ausfällt, so versprüht die regelmäßig angelegte Innenstadt wenig Freizeitatmosphäre. Durch zahlreiche Parks ist es aber eine grüne Stadt. Eine reizvolle, von uns gerne genutzte Alternatve ist St. Kilda. Der einstmals schlechte Ruf des Ortes hat sich grundsätzlich gewandelt.

St. Kilda liegt einige Kilometer südlich der Innenstadt. In ca. 30 Minuten erreicht man mit den Strassenbahnen 3a, 16, 96 und 112 die Ecke Swanston/Bourke St, also die Mitte der Innenstadt. Strassenbahnen sind in Melbourne überaus günstig, das Tagesticket kostet gerade einmal $A 7,60, am Sonntag sogar nur $A 3,50 (Tickets gibt es u. a. in jedem Seven Eleven). Vom nördlich der Innenstadt gelegenen Flughafen benötigt man ca. 1,5 Stunden Fahrzeit (unabhängig ob mit dem Flughafenbus und der Strassenbahn oder einem Mietwagen).

St. Kilda ist ein Badeort. Der Strand besteht aus feinem Sand, er wird täglich gesäubert. Entlang des Strands findet man eine Vielzahl von Läden und Restaurants. Die Unterkünfte sind zahlreich, es gibt auch eine große Zahl an Backpacker-Unterkünften. Die Nächte können, besonders am Wochenende, ausgesprochen kurz sein.

Im Freizeitpark mitten in St. Kilda befindet sich auch eine der größten und ältesten Holzachterbahnen Australiens von 1912.

Wer bei Sonnenuntergang aufmerksam durch den strandnahen Stadtpark schlendert, trifft auf zahlreiche Papageien, mit etwas Glück auch auf Kakadus (Gallahs).

Melbourne und St.Kilda ist eine Mischung, die die Seele ins Gleichgewicht bringen kann.

Mehr Informationen zu Melbourne
http://www.australien-info.de/melbourne.html
Broschüren über Melbourne & Victoria bestellen
http://www.australien-info.de/vic
Joerg-M. Lenz
Chefredakteur AUSTRALIEN-INFO.DE (einschliesslich des Newsletter)
geschäftsführender Gesellschafter der dlp software und reiseservice GmbH

Folgen Sie AUSTRALIEN-INFO.DE auch auf Facebook und Twitter.
Benutzeravatar
lenz
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 497
Registriert: 26.03.2002

Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am Sa 4. Feb 2012, 14:13

Roland Peyer berichtet aus Melbourne .....

... Von Preußen, Griechen und Chinesen: Lonsdale Street in Melbourne (Kapitel 8)

Auch am Sonntag nachmittag sind in Melbourne die Geschäfte geöffnet. Allerdings ist die Stadt etwas ruhiger als an einem Werktag.

Wir sind auf der Suche nach Spuren der griechischen Einwanderer in Melbourne. Anfang der 50er Jahre wanderten zahlreiche Griechen aufgrund der griechischen politischen und wirtschaftlichen Lage nach Australien aus. Das Hauptziel der Auswanderer war Melbourne. Angeblich findet man in Melbourne nach Athen und Saloniki die drittgrößte griechische Gemeinde. Auch heute ist Melbourne wieder Sehnsuchtsziel krisengeschüttelter Hellenen.

Plötzlich durchdringt ohrenbetäubender Explosionslärm die relative Ruhe der sonntäglichen Stadt. Paradoxer Weise rennen die Menschen nicht von der Explosion weg sondern zur Explosion hin.

Das Zentrum der Unruhen ist nur eine Straße von der Lonsdale Street entfernt in der Little Bourke Street. Hier befindet sich die China Town von Melbourne. Und hier befindet sich auch ein großes Gedränge. Schnell zeigt sich, dass der Lärm nicht von einer Explosion verursacht wird, sondern von riesigen Mengen sog. Chinakracher. Die chinesische Community feiert Neujahr. Am Wochenende nach dem chinesischen Neujahrsfest (dieses Jahr am 23. Januar) wird nachgefeiert.

Gruppen von verkleideten Personen, häufig mit einem Drachen, ziehen mit ohrenbetäubender Musik von einem Geschäft zum nächsten. Tänze werden aufgeführt, Kracher entzündet. Auf einem Parkplatz ist ein Tempel improvisiert, hier werden die traditionellen Räucherstäbchenriten praktiziert. Jeder erhält einen Neujahrsglückskeks. Am Ende der Straße spielt eine Gruppe traditionelles chinesisches Theater. Das Fest ist im Veranstaltungskalender von Melbourne nicht aufgeführt, es scheint von Chinesen für Chinesen veranstaltet zu werden – doch auch Langnasen dürfen sich willkommen fühlen.

Zurück zu den Griechen. Das ehemalige griechische Viertel scheint mehr und mehr zu einem Ableger der Chinatown zu werden. Noch finden sich hier mehrere griechische Restaurants und ein griechisches Geschäft, wo man allerlei Kitsch aber auch Dinge des griechischen Alltags kaufen kann, u. a. auch eine Melbourner Zeitung für die griechische Gemeinde. Ihr Aufmacher an diesem Sonntag ist die Frage, ob Griechenland jemals seine Schulden zurückzahlen kann. Uns sagt der Wechselkurs vom Euro zum Australischen Dollar, dass dies wohl nicht möglich sein wird.

Die Lonsdale Street ist erneut im Wandel: Von den Griechen zu den Chinesen. Dieser Wandel ist für die Strasse nichts Neues. Ende des 19. Jahrhunderts war hier das Bordellviertel der Stadt und die bedeutendste Betreiberin war Caroline Hodgson (1851 – 11.7.1908), auch bekannt als Madame Brussels, die in Potsdam geboren wurde. In ihrem späteren Leben reiste Madame Brussels immer wieder nach Deutschland zurück und agierte wohl auch als Wohltäterin. Durch eine Gesetzesänderung wurde ihr Geschäft illegal und die Bordelle in der Lonsdale Street dem Boden gleich gemacht. Später kamen dann die Griechen.

Open Street Map Lonsdale Street
http://www.openstreetmap.org/?lat=-36.6&lon=145.4&zoom=7

Die Strasse hat sogar einen eigenen Eintrag in Wikipedia
http://en.wikipedia.org/wiki/Lonsdale_Street,_Melbourne
Auch über das Griechische Viertel gibt es einen solchen Eintrag
http://en.wikipedia.org/wiki/Greek_Precinct,_Melbourne
Joerg-M. Lenz
Chefredakteur AUSTRALIEN-INFO.DE (einschliesslich des Newsletter)
geschäftsführender Gesellschafter der dlp software und reiseservice GmbH

Folgen Sie AUSTRALIEN-INFO.DE auch auf Facebook und Twitter.
Benutzeravatar
lenz
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 497
Registriert: 26.03.2002

Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am Sa 4. Feb 2012, 14:33

Roland Peyer berichtet aus Adelaide von einem Inlandsflug mit der Qantas von Melbourne nach Adelaide

Qantas: "Liebe" sieht anders aus (Kapitel 9)

Meine erste Begegnung mit Qantas verlief unschön und eher dramatisch. 2003 endete der Flug von Frankfurt nach Singapur drei Stunden nach dem Start wieder in Frankfurt, da das Bugrad sich nicht einfahren lies. Nach Stunden des Wartens im immer wärmer werdenden Flugzeug dann der Start nach Singapur und ein Flug ohne Verpflegung. Wir berichteten damals auch im Newsletter.

Es folgten mehrere undramatische Flüge mit anderen Gesellschaften nach Australien. 2011 war wieder Qantas an der Reihe, Grund war eine Einladung der Regierung von Queensland. Angeblich durch einen Buchungsfehler verbrachte ich zwei Nächte auf einem Mittelplatz der Dreierreihe einer 747, nicht gerade ideal bei einem fünfttägigen Trip nach Australien. Zum Trost erreichte mich nach der Rückkehr eine gute Flasche roten australischen Weines.

Nun ein erneuter Versuch der Annäherung: ein Inlandsflug von Melbourne nach Adelaide. Die Voraussetzungen waren gut, die Maschine neu, der Flug sehr pünktlich. Die Verpflegung (Kaffee und Keks) dem Preis angemessen, überraschender Weise war jeder Platz mit einem Bildschirm versehen. Ein Erlebnis, das ich bislang in einem 737 noch nicht hatte. Neu war auch, dass der Abfall in einer Tüte gesammelt wurde und die recycelbaren Becher extra.

Das aufgegebene Gepäck war schnell verfügbar und es schien, als könnte ein schwieriges Verhältnis - das zwischen mir ganz persönlich und Qantas - endlich gut werden. Bis zur Inspektion der Koffer: an einem Koffer war der Anhänger abgerissen, der Reißverschluß war aufgerissen.

Bei der Gepäckstelle von Qantas erlebte ich dann wieder eine Lehrstunde in kundenorientiertem Verhalten. Der große Manager dieser wichtigen Außenstelle von Qantas erklärte sich für nicht zuständig. Einmal grundsätzlich, weil er für Reissverschlüsse nicht zuständig sei als auch speziell, weil sein geschulter Blick ihm zu verstehen gab, dass der Reisende höchstwahrscheinlich selbst mutwillig den Schaden herbeigeführt habe. Nach lebhaftem Protest wies er eine Assistentin an, ein Schadensprotokoll zu erstellen. Auf die Frage, was nun geschehen werde, teilte diese mit, dass man den beschädigten Koffer zu einer Reparaturwerkstätte in Adelaide bringen solle, von wo man ihn nach einigen Tagen dann repariert abholen könnte. Auf den Hinweis, dass dieses Verfahren für den Reisenden nicht zielführend und durchführbar sei, erklärte sie, dass dieses aber so vorgesehen sei. Nach weiteren, eher heftigen Protesten, war sie bereit die Station-Managerin hinzuzuziehen, die aber gerade nicht verfügbar sei.

Da an diesem Tag noch weitere Termine anstanden, beschlossen wir, die Angelegenheit in Frankfurt nach unserer Rückkehr zu erledigen, kauften in der Stadt einen neuen Koffer und setzten die Reise fort.

Zur Klarstellung: wir sind davon überzeugt, dass Qantas ein gutes Produkt abliefert. Sie ist eine hoch zuverlässige Gesellschaft und bietet Reisenden sehr gute Möglichkeiten an, nach Australien zu gelangen. Über die Jahre konnten wir feststellen, dass die Maschinen neuer und besser wurden, die Flugbegleiter sind wesentlich kundenorientierter, kurzum, Qantas ist im Markt angekommen. Nur – und dies ist sehr persönlich – irgendwie passen wir zwei - also ich und Qantas bislang immer noch nicht richtig zusammen.

Mal ist eine technische Panne, mal ein Fehler im Buchungssystem und dann wieder mutmaßlich schlechte Laune eines Mitarbeiters. Das kann alles schon mal passieren. Nur es darf eben nicht zu oft vorkommen. Wir fragen deshalb Sie - unsere Leser: "Tragisches Einzelschicksal" oder haben Sie ähnliche Erfahrungen? Wir interessieren uns sehr für ihre Reiseerfahrungen sowohl auf den internationalen Strecken wie auch auf den inneraustralischen Routen.
Bitte beteiligen Sie sich beim Airlinebarometer von AUSTRALIEN-INFO
http://www.australien-info.de/airlinebarometer.html
Joerg-M. Lenz
Chefredakteur AUSTRALIEN-INFO.DE (einschliesslich des Newsletter)
geschäftsführender Gesellschafter der dlp software und reiseservice GmbH

Folgen Sie AUSTRALIEN-INFO.DE auch auf Facebook und Twitter.
Benutzeravatar
lenz
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 497
Registriert: 26.03.2002

Re: AUSTRALIEN-INFO Recherchereise 2012: Southern Australia

Beitragvon lenz am Sa 4. Feb 2012, 15:57

Roland Peyer hat sich in South Australia auf die Spuren der Töchter von Mc Leod gemacht

Freeling – wo Mc Leod’s Töchter hausen (Kapitel 10)

1996 produzierte der australische Sender Nine Network die Serie Mc Leods Töchter. Aufgenommen wurde der Film im Wesentlichen auf der Kingsford Farm, die zwischen Gawler und Freeling nordöstlich von Adelaide liegt. In der Serie wird sie als Dovers Run bezeichnet.

Seit 2006 sendet der deutsche Sender VOX im Nachmittagsprogramm die acht Staffeln, die auf der Grundlage des Films basieren. Beachtenswert ist dabei, dass zwischen den Darstellern des Films und der Serie keine Übereinstimmung besteht.

Mc Leods Töchter ist eine der Serien im Deutschen TV mit der höchsten Todesrate der Darsteller. Bereits in der vierten Staffel hatte so gut wie kein Darsteller der ersten Staffel überlebt, alle waren tödlich verunglückt, tödlich erkrankt oder im besten Fall ausgewandert.

Wer heute von der Hauptstrasse nach Freeling abbiegt, wird zum einen durch die Straßennamen (z. B. Schubert Street) daran erinnert, dass er sich in einem Dorf mit deutscher Geschichte befindet, zum anderen findet er zahlreiche Relikte an die Serie, die zum großen Teil in Freeling gedreht wurde. So ist zum Beispiel im Andenkenshop ein Schild aufgestellt, das auf Killarny, den Familiensitz der befreundeten Familie Ryan verweist oder auf das Dorfhotel, das unter dem Namen Gungellan Hotel in der Serie eine wichtige Rolle spielt.

Lage von "Drovers Run" alias Kingsford Farm in Google Maps
[url]http://g.cr von "Droves Run" alias in Panoramio
http://www.panoramio.com/photo/30982420
Wikipedia über Mc Leods Töchter
http://de.wikipedia.org/wiki/McLeods_T%C3%B6chter
Website der Serie
http://mcleodsdaughters.ninemsn.com.au
Joerg-M. Lenz
Chefredakteur AUSTRALIEN-INFO.DE (einschliesslich des Newsletter)
geschäftsführender Gesellschafter der dlp software und reiseservice GmbH

Folgen Sie AUSTRALIEN-INFO.DE auch auf Facebook und Twitter.
Benutzeravatar
lenz
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 497
Registriert: 26.03.2002

Nächste

Zurück zu Das schwarzes Brett (Archiv)

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 20 Gäste